CH-Speicher fuer D-Oekostrom

Die Schweiz ist wichtiges Transitland sowie Stromspeicher für die europäische Elektrizitätsversorgung. Die Pumpspeicherseen in den Alpen tragen dazu bei, das stark schwankende Ökostrom-Aufkommen aus Wind- und Solarkraft aus Deutschland zu glätten. Wenn nun auch aus dem Hotzenwald Häme und Spott gegen das Votum der Schweiz zur Zuwanderung erklingt, dann

ist dies geradezu töricht: Einerseits werden seltene Tierarten bemüht, um den Bau einer neuen Pumpspeicherwerks bei Atdorf im Hotzenwald zu verhindern. Andererseits sollen AKWs abgeschaltet werden ohne sicherzustellen, woher der Strom in Zeiten ohne Sonne und Wind denn herkommen soll. Die Schweizer Argumentation:  Zeigt die EU bei der Zuwanderung kein Entgegenkommen, dann wird einfach kein Notstrom mehr geliefert, wenn Baden-Württemberg energiewendemäßig mal wieder der Blackout droht.

Ohne Alpen-Batterie droht Deutschen der Blackout
Nach Angaben des Netzbetreibers Swissgrid können allein die Schweizer Pumpspeicher in den Alpen 1400 Megawatt Strom speichern: Das entspricht der Leistung von zwei Atomkraftwerken. Weitere Pumpspeicher-Kraftwerke mit 3000 Megawatt Leistung seien im Bau. Wenn in Baden-Württemberg und Bayern in den Jahren bis 2022 wirklich schwankender Ökostrom die Grundlast der Atomkraftwerke ersetzen soll, dürfte das ohne intensive Nutzung dieser Schweizer Alpenbatterie kaum machbar sein: In Deutschland widersetzen sich bislang immerhin Wald- und Tierschützer erfolgreich dem Bau neuer Speicherbecken in den Bergen. ……
Alles vom 12.2.2014 bitte lesen auf
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article124755992/Ohne-Alpen-Batterie-droht-Deutschen-der-Blackout.html 

Pumpspeicherwerk: Stromüberschuß – Strommangel
Wird bei viel Wind oder Sonnenschein zu viel Ökostrom produziert, kann mit Hilfe des Stroms Wasser nach oben in das Speicherbecken gepumpt werden. Wird Strom benötigt, rauscht das Wasser aus dem Pumpspeicherbecken in die Tiefe, treibt Generatoren an und wird zu Elektrizität umgewandelt, der sofort verfügbar ist und den drohenden Strom-Blackout verhindert.
Wenn im Hotzenwald der Bau eines neuen Speicherwerks abgelehnt wurde, dann weniger wegen Flora und Fauna, sondern da hier auch Überkapazitäten aus AKWs Verwendung finden könnten.

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