Crash

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Fahrrad nach Rahmenbruch und Sturz am 12.9.2018

Crash: Fahrrad nach Rahmenbruch und Sturz am 12.9.2018

 

Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt
Bericht zur Coronalage 22.03.2020
von Dr. Gunter Frank

Beendet die gesellschaftliche Blockade allerspätestens ab Ostern,
sie ist gefährlicher als das Covid-19 Virus selbst.
Seit 29 Jahren bin ich Arzt und begleite seitdem sterbende, meist ältere Menschen. Anfangs in Krankenhäusern später als Hausarzt. Viele kannte ich seit Jahren. Bitte bedenken Sie dies, falls sie im ersten Moment die folgenden Zeilen als herzlos empfinden. Sie sind es nicht. Wenn man nur die Wahl zwischen zwei unschönen Möglichkeiten hat, dann ist Emotionalität oder Moralismus ein schlechter Ratgeber. Vernunft dagegen hilft bei einer solch scheußlichen Wahl, die zu treffen, die am wenigsten Schaden anrichten wird. Das nennt man auch Verantwortungsethik.

Extremmeinungen dominieren
Die Corona-Diskussion wird derzeit von Extremen bestimmt. Einerseits von frühen Warnern, wie die inzwischen bekannten Virologen oder auch in dieser Sache gut recherchierende Blogs wie sciencefiles.org. Sie haben, vollkommen richtig, früh auf die gefährliche Pandemie hingewiesen und darauf, dass wir dafür schlecht gerüstet sind. Andererseits von Stimmen wie die des Lungenarztes und Politikers Wolfgang Wodarg, es handele sich um eine rein ökonomisch motivierte Täuschung.
Nun weiß ich, und ich habe das in einem Buch 2012 publiziert,
https://www.gunterfrank.de/buecher/schlechte-medizin
dass die Schweinegrippe Pandemie 2009 tatsächlich so etwas wie eine rein ökonomisch motivierte Aufführung war, bei der auch das Robert-Koch-Institut keine rühmliche Rolle spielte. Doch Wodarg kann die jetzige Situation in Italien und jetzt im Elsass damit nicht schlüssig erklären. Wir müssen davon ausgehen, dass das Coronavirus, oder genauer Covid-19, eine neue gefährliche Erkrankung ist und keine Erfindung.
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Die Warner lagen also richtig in der Voraussage der Pandemie. Sie schlugen frühzeitig auch Maßnahmen vor, die Ausbreitung des neuen Virus zu verhindern. Singapur gelang dies beispielsweise durch frühe Testung und Kontaktortung. Wie erfolgreich solche Maßnahmen bei einem, von einem Wildtier übertragenen, hochansteckenden Virus auf lange Sicht tatsächlich sind und ob sich solche Maßnahmen mit einer freiheitlichen Demokratie vertragen, ist sicher Gegenstand einer späteren Diskussion, wenn die Krise überstanden ist. Doch diese Fragen sind im Moment nicht relevant, denn das Virus hat sich verbreitet und ist nicht mehr zu stoppen.
Die Warner liegen aber aller Voraussicht nach falsch mit der Forderung nach einer umfassenden sozialen Eindämmung, welches der Blockierung des öffentlichen Lebens gleichkommt. Durch Horrorszenarien und hochemotionale Berichte, die nicht in einem faktenbasierten Gesamtkontext eingebettet sind, treiben sie, in Verbund mit den dankbaren Medien, Politiker zu irrationalen Handlungen, die wahrscheinlich in der Nachbetrachtung mehr Schaden angerichtet haben werden als Covid-19 selbst.
Wie komme ich zu dieser Behauptung? Drei Veröffentlichungen der letzten Tage machen diese Aussage plausibel:
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1) Die inzwischen schon oft zitierte Modellrechnung der Arbeitsgruppe COVID-19 am Londoner Imperial College
https://spiral.imperial.ac.uk:8443/bitstream/10044/1/77482/5/Imperial%20College%20COVID19%20NPI%20modelling%2016-03-2020.pdf
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2) Ein Text des für mich besten Epidemiologen, den es zurzeit gibt: John P.A. Iaonnidis von der Stanford University vom 17.3.2020
https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/
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3) Und den besten deutschsprachigen Text zum Thema Covid-19, den Sie derzeit lesen können. Er stammt vom Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/nachrichten/covid-19-wo-ist-die-evidenz
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1) Was sagt die Modellrechnung aus dem Imperial College?
Die folgenden Berechnungen basieren auf Daten, die höchst unsicher sind. Wir kommen gleich darauf zu sprechen. Dennoch sind sie hilfreich, Grundsätzliches zu verstehen. Dazu sollten wir uns zwei im folgenden erklärte Grafiken ansehen. Klicken Sie dazu auf diesem Link und betrachten Figure 2 auf Seite 8.
https://www.imperial.ac.uk/media/imperial-college/medicine/sph/ide/gida-fellowships/Imperial-College-COVID19-NPI-modelling-16-03-2020.pdf
Diese Grafik bezieht sich auf verschiedene Stufen der sozialen Eindämmung – der Fachbegriff lautet: nicht-pharmakologische Interventionen (NPI) – und ihre Beeinflussung der Covid-19 Epidemie. Die untere Linie steht für die Anzahl der zu Verfügungen stehenden Intensivbetten. Sie sehen verschiedene Kurven, die exponentiell ansteigen, aber auch wieder rasch abfallen. Diese Kurven repräsentieren die Folgen von Nichtstun bis hin zu verschiedenen Quarantäne-Maßnahmen.
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Daraus ergeben sich folgende Erkenntnisse:
1. Jede exponentiell anwachsende Infektion, sinkt auch exponentiell, also sehr schnell. Irgendwann findet das Virus nur noch wenige Menschen, die es anstecken kann, weil die Immunität sich ausgebreitet hat, um nur einen Grund für den rapiden Infektionsabfall zu nennen. Wann bei Covid-19 dieser Umkehrpunkt erreicht wird, kann im Moment niemand voraussagen.
2. Jede Abflachung der Kurve zieht auch eine Verlängerung des zeitlichen Absinkens nach sich.
3. Jede Abflachung bedeutet eine weniger ausgeprägte Überlastung der Intensivabteilungen, dafür aber eine längere. Nun zur zweiten Grafik. Klicken Sie dazu nochmal auf diesen Link und betrachten Sie Figure 3 (A) auf Seite 10.
4. Jede erfolgreiche Massenabschottung hat den Nachteil, dass die Zahl der immunisierten Menschen, die die Krankheit überlebt haben, niedrig bleibt (Herdenimmunität). In dem Moment, in dem die Quarantäne aufgehoben wird, grüne und orange Kurve, wird wieder der Vorgang wie in Grafik 1 ausgelöst, nur später. Eine Gesellschaft, die, wie in Singapur, die Ausbreitung erfolgreich gestoppt hat, hat deshalb im Rahmen einer Pandemie keine Sicherheit, nicht doch noch vom Virus befallen zu werden. Allerdings besteht die Hoffnung, dass bis dahin ein Impfstoff entwickelt wurde.
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2) John P. A. Iaonnidis
Lassen wir zwei Beiträge daraus ihre Schlüsse ziehen. Fangen wir an mit John Iaonnidis, den ich überaus schätze. Er ist einer der meist zitierten Wissenschaftler weltweit. Er weiß wie niemand anders, was Zahlen tatsächlich bedeuten und was nicht. Sein Artikel trägt die Überschrift: „A fiasco in the making? As the coronavirus pandemic takes hold, we are making decisions without reliable data.“ (Vergleichen Sie dazu auch den Beitrag von Carl Christian Jancke vorgestern auf Achgut.) Es lohnt sich sehr, den gesamten Text zu lesen. Hier eine kurze Zusammenfassung seiner Kernaussagen:
Sterblichkeit
Das riesige Problem ist, dass wir nichts wissen. Die einzige geschlossene Population, in der sich die Zahl der wirklich Infizierten mit den Todesfällen vergleichen ließ, war die auf dem Kreuzfahrschiff Diamond Princess. Hier war die Sterberate 1.0%. Einer von hundert starb. Aber die Population war sehr alt und hatte Vorerkrankungen. Würde man diese Daten auf die USA übertragen, wäre die Sterberate 0,125%, etwas mehr als eine Person auf 1.000. Es gibt jedoch so viele Unsicherheiten bei dieser Berechnung, dass man eine Bandbreite von 0,05 bis 1% annehmen muss. Bei 0,05% läge sie niedriger als bei einer normalen Grippe, und das Blockieren des weltweiten öffentlichen Lebens wäre komplett irrational. Es wäre, wie wenn ein frustrierter Elefant aus Angst, auf eine Hauskatze zu treffen, die Klippen hinunterspringt und stirbt.

Hohe Sterberaten wie 8% für andere „milde“ Coronaviren sind bereits seit Jahren bekannt, wenn sie sich in einem Seniorenheim ausbreiten. Millionen stecken sich jedes Jahr an „milden“ Coronaviren an. Dabei sterben zwischen 3–11% derer, die wegen eines Ateminfektes im Krankenhaus behandelt werden müssen, jeden Winter. Tausende Tote, die in der Gesamtstatistik nicht auffallen.

Wenn das neue Covid-19 Virus 1 Million Amerikaner ansteckt, würden bei einer mittleren Sterblichkeit, bezogen auf die Diamond Princess, ca. 10.000 Tote resultieren. Eine normale jährliche Anzahl an jährlichen Grippetoten.

Wir wissen aber nicht, ob diese Schätzungen zutreffen. Es fehlt an belastbaren Daten, die vor allem gute Bevölkerungsstichproben liefern könnten, die dann getestet und gemessen würden. Solche Daten gibt es jedoch nicht.

Soziale Eindämmung
Wir wissen auch nicht, was Schulschließungen bringen. Schüler verbringen dann vielleicht mehr Zeit mit Älteren, und die Herdenimmunität in der ungefährdeten Gruppe der Jüngeren kann sich schlechter ausbreiten. Niemand weiß, ob die Strategie, deshalb die Schulen eine Weile eben nicht zu schließen wie in Großbritannien, brillant oder katastrophal ist.

Die Abflachung der Ansteckungskurve vermindert zwar die punktuelle Überlastung des Gesundheitswesens. Aber in diesem Zeitraum werden auch vermehrt Tote aufgrund anderer Krankheit zu beklagen sein, weil die Behandlungsplätze fehlen. Das Abflachen verlängert diese Phase. Keiner weiß, ob dies nicht sogar die schlechtere Strategie ist.
Was wir jedoch wissen, ist, dass die Strategie der sozialen Eindämmung das Funktionieren der Gesellschaft massiv belastet. Wie lange dies durchgehalten werden kann, kann jedoch auch niemand sagen.
Covid-19 kann zu einem Jahrhundertfiasko der falschen Entscheidungen auf mangelhafter Datengrundlage werden. “If we decide to jump off the cliff, we need some data to inform us about the rationale of such an action and the chances of landing somewhere safe.”
Soweit Iaonnidis. Im Moment kann man schöne Szenen der Solidarität beobachten. Doch wie lange noch. Je nachdem, wo man hinschaut, sieht man verzweifelte Menschen, die jetzt schon nicht mehr wissen, wie sie die nächsten Raten bezahlen sollen.
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3) Das evidenzbasierte Netzwerk Deutschland e.V.
Der dritte Beitrag stammt vom evidenzbasierten Netzwerk Deutschland, einer Vereinigung von Wissenschaftlern, die daraufhin hinwirkt, Entscheidungen in der Medizin auf der Basis wirklich belastbarer Daten zu treffen (der Begriff Evidenz hat in der Medizin die Bedeutung eines wissenschaftlichen Nachweises). Die Stellungnahme „COVID-19: Wo ist die Evidenz?“ wurde gestern auf deren Homepage veröffentlicht. Sie ist für eine wissenschaftliche Leserschaft geschrieben, aber mit ein wenig Vorkenntnis gut zu verstehen. Auch hier empfehle ich, das Original zu lesen.
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19
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Eine kurze Zusammenfassung, teilweise wörtlich: Keine Evidenz
Weder zu COVID-19 selbst noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen gibt es bisher belastbare Evidenz. Kein Epidemiologe glaubt noch daran, dass es gelingen kann, das Virus durch Isolierung und Quarantäne vollständig zu eliminieren. Die Frage, die sich angesichts der heutigen Situation vordringlich stellt, ist, wie es gelingt, dass das Virus möglichst wenig Schaden anrichtet. Hier gilt es, direkten Schaden durch Todesfälle, Arbeitsausfall oder Überlastung des Gesundheitssystems gegen indirekte Schäden wie die Folgen von sozialer Isolierung und Wirtschaftsstillstand abzuwägen.
Dabei prognostizieren Hochrechnungen, dass die Kapazitäten der Kliniken und Spitäler für die Versorgung der Erkrankten im deutschsprachigen Raum spätestens Anfang April erschöpft sein werden. Man kann aber sicher davon ausgehen, dass u.a. aufgrund der Dunkelziffer wirklich infizierter die angenommen Letalität als zu hoch angesehen wird. Die Todesfälle werden drastisch ansteigen, aber die derzeit für Deutschland gemessene Sterblichkeit 0,2% liegt jedoch unter den Daten des RKI errechneten für Influenza der Jahre 2017/18 von 0,5% und von 2018/19 von 0,4%. Aber es fehlen Messungen an repräsentativen Stichproben, um derzeit eine belastbare Schätzung vornehmen zu können.

Effektivität von sozialer Eindämmung (NPI)
Derzeit setzen sich Maßnahmen der sozialen Eindämmung durch (nicht-pharmakologischen Interventionen (NPI). Als historisches Beispiel wird stets die spanische Grippe 1918 und ihre Auswirkung in den Städten Philadelphia und St. Louis herangezogen. St. Louis hatte wesentlich weniger Todesopfer, weil dort viel konsequenter die soziale Eindämmung umgesetzt wurde. Doch die Tatsachen, dass damals hinsichtlich der Todesfälle vor allem junge Leute betroffen waren und dass weder Hygienestandards noch medizinische Versorgung 1918/19 mit heute vergleichbar sind, spricht eher gegen eine Übertragbarkeit.
Es gibt wenig Evidenz, dass NPIs bei COVID-19 tatsächlich zu einer Verringerung der Gesamtmortalität führen. Frühere, allerdings mangelhafte, Studien zur Wirksamkeit waren eher ernüchternd. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 findet moderate Evidenz für Schulschließungen, um die Ausbreitung einer Influenza-Epidemie zu verzögern, allerdings verbunden mit hohen Kosten. Isolation im Haushalt verlangsamt zwar die Ausbreitung, führt aber zur vermehrten Infektion von Familienangehörigen. Bei all diesen Erkenntnissen stellt sich die Frage nach der Übertragbarkeit von der Influenza auf COVID-19.
Es ist gänzlich unklar, wie lange die NPIs aufrechterhalten werden müssen und welche Effekte in Anhängigkeit von Zeit und Intensität damit erzielt werden könnten. Möglicherweise wird die Zahl der Toten nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, ohne dass sich an der Gesamtzahl etwas ändert.

Schädlichkeit der sozialen Eindämmung
Andererseits haben die derzeit ergriffenen NPIs massive Auswirkungen, die weit über den wirtschaftlichen Einbruch und das Abstürzen der Aktienkurse hinausgehen. Welche psychischen und gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Isolierung? Wie viele ausländische Betreuungskräfte wollen oder können aufgrund der Grenzschließung und der Auflagen zum Coronavirusschutz, wie der 14-tägigen Quarantäne, nach Heimkehr, nicht mehr ihren Dienst bei unseren pflegebedürftigen älteren Menschen antreten und welche Auswirkungen hat das? Wie viele Arbeitsplätze werden verlorengehen, wie viele Unternehmen werden kollabieren? Wen werden die wirtschaftlichen Folgen am härtesten treffen? Werden die NPIs dazu beitragen, soziale Unterschiede zu vergrößern?

Das Schließen der Schulen mag die Ansteckungsraten unter Kindern reduzieren, aber wird es wirklich helfen, die Pandemie zu stoppen und – das ist ja das wichtigste Ziel – die Todesraten zu senken? Werden die Kinder sich nicht außerhalb der Schule treffen, die Eltern in Ermangelung von Betreuung von der Arbeit abhalten und dann die Großeltern besuchen – und damit genau die Personengruppe einem Risiko aussetzen, die am meisten geschützt werden muss?
Es ist unmöglich, zum jetzigen Zeitpunkt abzuschätzen, ob durch unbeeinflusste rasche Ausbreitung der Erkrankung oder durch ein Hinauszögern der Ausbreitung und eine dadurch bedingte Verlängerung des gesamten Erkrankungszeitraums der größere Schaden angerichtet wird, der dann auch wieder indirekte Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität und Lebenserwartung haben kann.

Mediale Verzerrung
Viele Fragen bleiben offen. Wir sind einerseits mit den nackten Zahlen einer exponentiell steigenden Anzahl von Erkrankten und Toten weltweit konfrontiert, die uns die Medien tagtäglich in beängstigender Form vor Augen halten. Doch die Frage, inwieweit es aus ethischer Sicht gerechtfertigt ist, nun in den Medien exemplarisch schwer verlaufende Einzelfälle zu berichten, ohne Einordnung in das Gesamtspektrum von Krankheit und Tod, sollte diskutiert werden. Die mediale Berichterstattung berücksichtigt in keiner Weise die von uns geforderten Kriterien einer evidenzbasierten Risikokommunikation, vor allem auf welche Gesamtzahl und zeitlicher Rahmen sich Opferzahlen beziehen sollten. Die Nennung von Rohdaten ohne Bezug zu anderen Todesursachen führt zur Überschätzung des Risikos. In Deutschland versterben etwa 2.500 Personen pro Tag. Die Angaben zu den Todesfällen durch Covid-19 sollten daher entweder die täglich oder wöchentlich verstorbenen Personen mit Angabe der Gesamttodesfälle in Deutschland berichten. Auch ein Bezug zu Todesfällen durch andere akute respiratorische Infektionen wäre angemessen.

Hier stoppe ich. Es steht noch vieles, sehr Aufschlussreiches in dieser Stellungnahme, zur Influenza, zu China und vor allem dazu, welche Forschungen notwendig sind, Licht ins Dunkel zu bringen.

Mein persönliches Fazit:
1) Derzeit erkaufen wir uns mit einer wochen-, vielleicht monatelangen Politik der sozialen Eindämmung das wahrscheinlich nur geringfügige Abfedern von Covid-19 Folgen mit dem wachsenden Risiko eines Systemcrashs.
2) Politiker, angefeuert von Experten, die nicht den Gesamtkontext bedenken, überbieten sich mit wahrscheinlich nur begrenzt sinnvollen Maßnahmen, die jedoch die Handlungsfähigkeit unserer Gesellschaft gefährden. Was für das Thema Klima, Energie oder Einwanderung gilt, gilt erst recht bei einer Pandemie wie Covid-19. Nicht Panik und Moralismus wird eine Herausforderung meistern, sondern Sachverstand und Vernunft auf der Basis belastbarer Daten, die am zuverlässigsten eine freie und nicht gegängelte Wissenschaft liefern kann.
3) Speziell Medien müssen endlich, ganz besonders angesichts einer derartigen Krise, aufhören, die Wahrnehmung ihrer Zuhörer und Zuschauer zu verzerren, weil sie rein emotional über schreckliche Einzelsituationen berichten, ohne den Gesamtkontext zu beachten. Sie verkleinern auf diese Weise den Spielraum für vernünftige Entscheidungen.
4) Die Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft fußt auf einem funktionierenden Wirtschaftsleben. Es ist kein Zynismus, sondern Verantwortungsethik, wenn man festzustellt, dass Covid-19 nicht die Potenz hat, das Erwerbsleben selbst lahmzulegen, weil es vor allem eine Gefahr für Ältere und Kranke darstellt. Andererseits, sollten sich selbst die schlimmsten Berechnungen bewahrheiten, lässt sich die beste Versorgung der Betroffenen langfristig nur durch eine stabile Versorgungslage meistern. Und diese wird zunehmend durch die Politik der sozialen Eindämmung gefährdet.
5) Deshalb müssen derzeit Alte und schwerkranke Menschen so optimal wie möglich und so human wie möglich noch in Quarantäne verbleiben (siehe dazu auch Bericht zur Coronalage 15.03.2020), um dann die Politik der sozialen Eindämmung spätestens ab Ostern zu beenden.
… Alles vom 22.3.3030 von Dr. Gunter Frank bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wenn_der_elefant_aus_angst_vor_der_katze_die_klippe_hinunterspringt
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Wenn Sie diesen Beitrag überzeugend finden, dann sorgen Sie für seine weitere Verbreitung.
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Dr. med. Gunter Frank, geb. 1963 in Buchen im Odenwald, ist niedergelassener Allgemeinarzt in Heidelberg und Dozent an der Business School St. Gallen.
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Einige Kommentare:
Welt retten
“Vermutlich sollte man 1% Tote hinnehmen, statt den Zusammenbruch der Weltwirtschaft mit viel drastischeren Folgen und letztlich mehr Toten zu riskieren.” Concedo!
Jedoch, es sind Gutmenschen erbarmungslos an der Arbeit, es gilt, koste es was es wolle, die Welt zu retten, sei es Klima, Stromversorgung oder die Alterspyramide. Sie mussten eben nur die Welt zerstören, um sie zu retten.
22.3.3030, G.K. AO
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Ich stimme dem Artikel uneingeschränkt zu und der JahresRückblick 2020 wird den Mahnern recht geben.
Die wirtschaftlichen Folgen werden katastrophal sein; die linksgrüne Umverteilungsmaschinerie mag es befeuern. Wer etwas Ahnung von humaner Biochemie hat, sollte sich mal folgende Gleichung vergegenwärtigen: Niedriger Vitamin D Status nach dem Winter + Mangel an Gemüse mit Mineralien und Vitaminen durch erschwerten Zugang + wochenlange Ausgangssperre/-Beschränkung + Fehlende Herdenimmunität + Virus bleibt (laut Dorsten) + Virus fühlt sich im Warmen wohl (siehe Italien/Spanien) + alle werden in ein paar Wochen wieder auf einander losgelassen = Katastrophe. Die riskieren mit den repressiven Maßnahmen einen noch viel größeren Exodus. Wie sagte meine uralte Oma im Pflegeheim vor Wochen schon: Ob das Ding hier überhaupt her kommt; keine Ahnung; und wenn schon, ich bin eh übrig; aber dir und deinen Kindern zerstören die I***** die Existenzgrundlage und alles, was wir seit dem Krieg aufgebaut haben.“ Darauf einen Underberg.
22.3.2020, M.H.
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Es sollte hier nicht drum gehen, andere zu beschimpfen,
weil diese eine von der eigenen Vermutung abweichende Einschätzung vortragen, wie es sich in der von Konsens getriebenen Klima- Problematik durchgesetzt hat. Auf unzureichender Datenbasis beruhende Evidenz gleicht dem wissenschaftlichen Konsens der Klimastrategen. Beides stellt jedoch keinen naturwissenschaftlich herbeigeführten Beweis dar. Wenigstens haben wir es in der Beurteilung einer Virus Strategie noch nicht mit Ideologie zu tun. ….
Verschaffen wir dem Elefanten noch etwas Zeit, bevor er die Klippe runterspringt. Versuchen wir die Zeit zu nutzen, um an der Stelle, an der er aufschlagen wird ein Netz aufzuspannen. (Nicht vorhandene) Zahlen sind das eine. Psychologie ist etwas anderes. Diese spielt sich nicht in naturwissenschaftlich herleitbaren Kategorien ab..
22.3.2020, E.E.,
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Der Systemcrash übrigens stand ohnehin vor der Türe,
verursacht durch den globalen Unsinn, EU und Euro, Niedrigzinspolitik und Gelddruckpolitik der EZB usw usw. Davor hatten natürlich alle Regierungen große Panik, deshalb kommt ihnen das Virus gerade recht: jetzt kann man wirtschftasschädlichste Maßnahmen ergreifen, obwohl sie kontraproduktiv und sinnlos sind, hat aber einen schönen Sündenbock für den Crash: das Corona-Virus. Fehlt noch der Querschluss zur AfD, aber der fällt der Merkeldiktatur sicher auch noch ein… Prinzipiell ist ein Neustart des Systmes mit den nötigen Korrekturen ja nichts Schlechtes, da aber, wie immer nach Crashs, die gleichen Ratten wie vor dem Crash wieder aus den Löchern kriechen und nach der Macht greifen, ist auch der Zusammenbruch leider keine Lösung des Problems.
22.3.2020, H-J.W.
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„unschöne Bilder” – 2020 wie 2015?
Sehr guter Artikel! Danke! Ich bin nicht vom Fach und möchte mir daher noch nicht einmal ansatzweise anmaßen zu beurteilen, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie nun richtig wären. Bei mir schrillen immer nur die Alarmglocken, wenn es schon wieder darum geht „unschöne Bilder“ zu vermeiden. Das hatten wir schon einmal im Spätsommer 2015. Die Folgen, das politische Handeln damals an dieser Prämisse zu orientieren, sind hinlänglich bekannt.
22.3.2020, C.D.
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Klingt, als hätten wir, um es mit einem bekannten Satz auszudrücken, nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
22.3.2020, R.M.
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Die Risiken eines “Systemcrashs” und der “Handlungsunfähigkeit der Gesellschaft”
sind bereits jetzt, in den Anfängen, erkennbar und nachvollziehbar. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass z.B. mit den Zusagen des krisenbedingt bereitgestellten Geldsegen in Billionenhöhe seitens der Regierung der Zusammenbruch des Wirtschaftssystems bei anhaltender “sozialer Eindämmung” und volkswirtschaftlicher Isolationen nicht nur nicht aufzuhalten sein sondern sogar gefördert wird. Und der in der Vergangenheit von offizieller Seite stets mit Informationen zu angeblich nur knapp oder gar nicht zur Verfügung stehenden staatlichen Mitteln zur öffentlichen Daseinsvorsorge “verwöhnte” Otto Normalverbraucher fragt sich, wo denn das ganze Geld, das jetzt allenthalben für alles und jeden zugesagt wird, letzten Endes herkommen soll. Im Übrigen tragen in der Tat insbesondere die regierungsnahen Medien und der einschlägige Haltungsjournalismus durch deren Berichterstattung nicht unerheblich zur Verschärfung 1. der Corona-Krise und 2. der sich bereits abzeichnenden Versorgungskrise mit Gütern des täglichen Bedarfs wesentlich bei. Anfang der 70ziger Jahre, auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges, war es etwa in den USA gang und gäbe, beim täglichen Abendessen seitens der US-Nachrichtensender mit den Zahlen der “Body-counts”, also der gefallenen US-Soldaten und des Vietcong etc., beglückt zu werden. Gleichsam verhält es sich neuerdings hierzulande mit der täglichen Fütterung der Landsleute mit den Verlustzahlen der Corona-Epidemie hier und anderswo. Von “keine Panik”, der allgegenwärtigen Beruhigungsfloskel der Politik, kann mit Blick darauf natürlich keine Rede sein. Und in der Tat: “Speziell Medien müssen endlich, ganz besonders angesichts einer derartigen Krise, aufhören, die Wahrnehmung ihrer Zuhörer und Zuschauer zu verzerren”. Und nicht nur das !
22.3.2020, H.O.

„atmende“ Grenze für die Zeit bis zum Impfstoff 
Lieber Herr Kollege, ich stelle mir viele der Fragen auch, auch sind die epidemiologischen Betrachtungen in Kombination mit den Erfahrungswerten der Grippe-Pandemie 1918 bekannt. Auch ich gehörte zu den „hysterischen Warnern“, die sich nicht zuletzt aus eigenen Fachkreisen angreifen lassen mussten. Auch mir macht das Virus selbst etwas weniger Angst, als die Menschen und deren Verhalten selber. Als Psychotherapeut kann ich momentan sagen, dass meine Patienten, die ein wenig Selbstreflexion gelernt haben, bis jetzt erstaunlich stabil und sogar für „Gesunde“ tröstend reagieren, worauf ich sehr stolz bin. Mir machen die anderen Menschen Sorge, die nach Verdrängung und aggressiver Einforderung von Recht auf Corona-Party plötzlich „realisieren“ und dekompensieren. Auch glaube ich, dass die psychischen Kollateralschäden bis hin zu Anstieg der Mord- und Selbstmordraten eklatant sein werden und vielleicht sogar im Vergleich zu Corona mehr Tote bedeuten.
Daher glaube ich, dass eine „atmende“ Grenze für die Zeit bis zum Impfstoff oder Therapie kommen muss, in der wir zwischen Ausgangsbeschränkungen und teilweisen Wiederaufnahme des Alltags pendeln müssen. Die von Ihnen vorgeschlagene Alternative, nach Ostern einfach zum Normalfall überzugehen bedeutet in Ermangelung der Behandlungsmöglichkeiten jedoch ein finalistisches Durchlaufen-Lassen a la Merkel, dann hätten wir uns die jetzigen Maßnahmen sparen können, oder? Ich bringe die Zahlen der Diamond Princess nicht mit den Zahlen aus Italien überein, daher finde ich Angst und Verwirrung völlig okay. Auch die Tatsache, dass man in China mit Menschen auf engstem Raum einen Stopp nach kurzer Zeit bewirkt haben will und nun Krankenhäuser wieder abbaut kann ich nicht verstehen, zumal die Gefahr ja nicht im Ansatz bewältigt wurde. Verstehbar ist das nicht, weshalb leider die Emotionen das Heft des Handelns übernehmen und da sind mir die lieber, die beizeiten etwas Angst haben und sich innerlich wappnen.
22,3,2020, M.TH, AO
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Dr. Frank ist zuzustimmen, wenn er eine zeitliche Begrenzung der Maßnahmen fordert.
Aber genau das ist Beschlusslage in den Ländern Europas (ich schreibe aus Spanien). Dem Kern seiner Argumentation vermag ich allerdings nicht zu folgen, politische Entscheidungen müssten auf Basis von Informationen (Daten) erfolgen. Wäre dem so, wir könnten sie Computern überlassen, nur führen deren Berechnungen, die tatsächlich immer Hochrechnungen, also Spekulationen sind, zumindest mittelfristig immer in Szenarien jenseits jeder vernünftigen Kontrolle. Es ist gerade das Wesen politischer Entscheidungen, dass sie auf Informationsmangel über zukünftige Entwicklungen beruhen und es keinen one best way – der unstrittig ist – in der Demokratie geben kann. Viel interessanter wäre also ein Vergleich verschiedener Länder und deren politischen Entscheidungen, also etwa Taiwan und Italien.
22.3.2020, R.B.
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Dieser Artikel ist eine Einzelmeinung,
genauso wie die eingangs als Beleg genannten. Er wird rasche Verbreitung finden, weil er ein gewisses Weltbild zementiert. Ich bin sonst gerne kritischer Achse-Leser, aber dieser Artikel ist “schmonzes“, basiert auf selektiver Datensicht und besagt letztendlich, dass wir nicht genug wissen, um etwas zu wissen. Mit meinem Menschenbild, zunächst einmal jedes Menschenleben als wertvoll und rettbar zu erachten, ist das nicht vereinbar. Ironisch gesagt, müssten alle, die hier Beifall klatschen, sich dann auch wissentlich infizieren, immerhin ist das Sterberisiko ja nicht datenmäßig belegt. Denken Sie bitte daran, dass sie dann im Zweifel auch denjenigen einen Platz wegnehmen, die beruflich sich dem Risiko aussetzen müssen, die ungewollt angesteckt wurden. Wenn Sie damit, auch der Autor, gut leben können, nur zu. Ich wünsche dennoch Gesundheit, MfG Wilde.
22.3.2020, B.W.
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Corona als Ausrede?
Der erste wahrhaft vernünftige Artikel. Aber es geht gar nicht um Corona. Die Leute glauben an Corona, weil sie an Corona glauben wollen und sind durch keine Tatsache und keine Logik davon abzubringen. Corona ist der kleinste gemeinsame Nenner, der Methapher, der Götze, der fiktive Feind um eine Transformation zu vollziehen. So dumm ist Frau Merkel gar nicht. Hier wirkt Massenpsychologie erster Güte. Die Ausrufung von sinnlosen Notständen wegen Luft und Fiktivnazis hat den Weg geplastert, für die unterbewußte Bereitschaft zur einem handfesteren Notstand, welche nun durch die Zerstörung bisherigen Wirtschaftsgefüges eintreten wird. Corona ist bloß die Ausrede, was kollektiv nun gewünscht wird. Man kann dem Geschehen nur staunend zuschauen, Historische Vergleiche biete sich an. Was hätte man als Zeitzeuge zu Bilderstürmen gesagt? Zu Progromen an Juden? Zum Durchzug der Flagellanten? Zu den Tanzwütigen. Zur Tulpenmanie? Zum blumenreichen Triumpfgeschrei bei Ausbruch des ersten Weltkrieges. Beim Fakelzug zur Machtergreifung 1933? Corona ist das Klimahüpfen der Erwachsenen.
22.3.2020, P.H.
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Vorbild: Die ostasiatischen Staaten
Die ostasiatischen Staaten waren viel früher betroffen als wir. Die sind uns also immer um einige Zeit voraus. Außerdem scheinen sie die Krankheit selbst derzeit im Griff zu haben. Ich würde abwarten, was sie in nächster Zeit so tun und mir überlegen, wie wir das übernehmen können. Und das alles vollkommen IDEOLOGIE-FREI. Aber genau letzteres wird nicht geschehen. Wenn sich z.B. rausstellt, dass Überwachung der Grenzen samt Temperaturkontrolle an den Grenzen ein wichtiger Baustein ist, wird er hier sicherlich nicht angewendet werden, weil er komplett der linken herrschenden Ideologie entspricht. Im 19. Jahrhundert haben die Japaner geschaut, was sie von den die Europäern übernehmen können. Heute sollten wir allgemein die Länder ansehen, die bei der Bekämpfung von Corona erfolgreich sind, und übernehmen, was sie machen.
22.3.2020, M.L.
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Test bei Migranten bewusst unterlassen
Volle Zustimmung. Eine (westliche) Welt in der bereits vorher vorhandenen psychisch-neurotischen Verfasstheit (Klima und Co. lassen gruessen) , ohne jede Resilienz und Vernunft, chargierend zwischen Party und Hamstern, dazu eine voellig aus jedem Ruder gelaufene Medienwelt und politisch Verantwortliche, die ihr Handwerk nicht einmal kennen, geschweige denn beherrrschen und medial Getriebene sind, dürften – von systemischen Fragen abgesehen-keine idealen Bedingungen fuer den “Kampf” gegen einen schwarzen oder dunkelgrauen Schwan darstellen. Dass es medial getriggerte (politische) Nutznießer verschiedenster Couleur gibt, kann man bereits jetzt erkennen, unabhängig von deren Totalversagen. Merkel wird strahlender denn je daraus hervorgehen, was das fundamentale Problem hinter Corona deutlich macht. Jeden Tag werden durchaus auch massiv unterschiedliche Zahlen medial präsentiert, die bei nur etwas genauerem Hinsehen eine – bezogen auf 83 Mio- keineswegs rasante Zunahme bedeuten und bei denen die Anzahl der Todesfälle in Relation dazu sich immer noch im 0,00-Bereich bewegt, von der tatsaechlich höheren Zahl der Infizierten und der Frage der jeweiligen realen Todesursache ganz abgesehen. Tatsaechlich kann die Hoffnung der Verantwortlichen nur! auf einer sehr frühzeitigen, durchgängigen, wirksamen Impfung beruhen, denn die hinreichende Durchseuchung, sprich Immunisierung, auf bis zu 60 oder 70 % wird lange dauern, sich sehr wahrscheinlich weit in den nächsten Winter! hineinziehen. Die Frage, ob es wann auch immer einen “Neustart” der Infektionen geben wird, wozu es nicht allzuviel braucht, insbesondere nach einer Aufhebung der monatelangen? Kasernierungen, die im Januar, Anfang Februar, vielleicht sinnhaft gewesen waeren, ist aus naheliegenden Gruenden (ohne Impfung und ohne “ausreichende” Immunisierung durch “Durchseuchung” ) in jeder Hinsicht fundamental, wird aber wie einiges Andere auch, schlicht verdrängt, als ob es tatsaechlich kein Morgen gaebe.
22.3.2020, R.N.
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Herdenimmunität: Mehrfachinfektionen ausgeschlossen?
Nur ergänzend: das Konzept der Herdenimmunität kann überhaupt nur in Erwägung gezogen werden, wenn eine Erstinfektion die Immunität garantiert, Mehrfachinfektionen ausgeschlossen sind. Gerade das ist überhaupt noch nicht gesichert. Und richtig, die Logik ist amüsant: wir wissen nichts, und daraus schließen wir, dass die bisherigen Maßnahmen unzureichend oder falsch sind. Zur Ehre sei aber gesagt, dass auf fast jeden Halbsatz ein “aber” folgt und der Konjunktiv vorherrschend ist. Vielen Dank für Ihre Ausführungen!
22.3.2020, J.R. SELBST
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“…mit dem wachsenden Risiko eines Systemcrashs” – ja, sehr gut.
Den wird es nämlich sowieso geben. Die Politik weltfremder, bestversorgter Gutmenschen führt genau dahin. Nicht erst seit ein, zwei Wochen – das Ding ist schon länger am laufen… Aber bald werden die Verfehlungen allgemein spürbar werden und dann muß ganz, ganz dringend ein Sündenbock her. Da kommt Corona doch gerade recht :) Aber wer weiß, vielleicht steckt in diesem Corona-Ding ja tatsächlich noch mehr, als bisher kommuniziert wird… ;)
22.3.2020, J.SCH.
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Politische Entscheidungen sollten auf der Basis der Verantwortungsethik entschieden werden.
Derzeit aber regieren vorwiegend Politiker die sich, wie alle Ideologen der Gesinnungsethik verschrieben haben. Von daher darf man auch von Journalisten, von denen die meisten sich einer Rot-Grünen Ideologie verpflichtet fühlen, keine allzu verantwortungsbewusste Berichterstattung erwarten. Noch ein Wort zu Herrn Wodarg. In dem YouTube Video ist mir nicht erinnerlich, dass er von einer ökonomisch motivierten Täuschung gesprochen hätte. Dass es sich bei Corona nicht um einen Fake handelt ist erkennbar, das Virus existiert. Erkennbar ist aber auch, dass Maßnahmen ergriffen werden und bevor diese überhaupt Wirkung zeigen können, werden schon die nächsten Maßnahmen ergriffen bzw. verkündet. Dies ist ein untrügliches Zeichen, dass die Politik die Krankheit instrumentalisiert. Dies wird auch von der Tatsache unterstrichen, dass selbstverständliche Maßnahmen, wie z.B. Einreisebeschränkungen bzw. Tests oder Quarantäne bei Einreisenden aus Hochrisiko-Gebieten, bewusst unterlassen wurden.
22.3.2020, M.ST
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Herr Dr. Frank, ich stimme Ihnen grundsätzlich zu, habe aber einen Einwand, der in ein Dilemma führt.
Man hat grob fahrlässig versäumt, frühzeitig die richtigen Maßnahmen zum Schutz vor Einschleppung des unbekannten Virus zu ergreifen, die vergleichsweise harmlos wären gegenüber dem jetzt verursachten Totalschaden. Der Käse ist gegessen, aber er hat schlimme Folgen und muss meiner Meinung nach später Folgen für die Verantwortlichen haben. Jetzt zur Lage: Was, wenn das Virus zu Zweitinfektionen führen kann, die viel schwerer verlaufen und auch Junge und Nichtvorbelastete treffen, wie aus China berichtet? Dann sehen die Zahlen und Opfergruppen bald ganz anders aus, wenn man auf Herdenimmunität gesetzt hat. Der Schaden wäre unermesslich und die medizinische Katastrophe unausweichlich. Vom menschlichen Leid ganz zu schweigen, wenn Patienten qualvoll ersticken oder “ertrinken”, wie es eine Medizinerin beschrieben hat. Vielleicht wird man nie erfahren, was gewesen wäre, wenn… Aber die Chance auf frühe Schadensbegrenzung wurde vertan, jetzt haben wir die Wahl zwischen Pest und Cholera, oder vielmehr zwischen Unbekannte 1 und Unbekannte 2, und da sollte man meiner Mng. nach nicht zu frühe Schlüsse ziehen.
22.3.2020, G.K.,

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