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                      Blick nach Osten über Freiburg und Freiburger Münster zum Hochschwarzwald im Herbst 2018

 

 “Der Bürger heißt Bürger.
weil der für  alles bürgt.”
Dr. Markus Krall in “Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen”

 

Mittelständische Wirtschaft: Was wirklich los ist – Bericht einer Beteiligten
Vor ein paar Tagen geriet ich auf dem Rückweg von einem Termin in eine der von Bauern bundesweit organisierte Demonstrationen. Einige solcher Demos hatte ich schon erlebt, aber so etwas bisher noch nicht. Eine nicht enden wollende Schlange von Traktoren zog an mir vorbei, große Schilder zeigten das Motto der Initiative „Land schafft Verbindung“ und ganz häufig las ich: „Redet mit uns, statt über uns!“. Die Antwort aus Berlin kam prompt. Julia Klöckner äußerte das obligatorische Verständnis, meinte aber, die Bauern „in die Pflicht“ nehmen zu müssen und ihnen „Zumutungen“ aufbürden zu dürfen, die aber zum Teil finanziell durch Bereitstellung von finanziellen Hilfen wieder ausgeglichen würden. Nur einen Tag später legte die Regierung ihre Klimaschutzgesetze auf den Tisch. Die Aufregung ist groß: Sie seien verfassungswidrig und wirkungslos, Verbände aus der Industrie und der Energiewirtschaft sowie Gewerkschaften kritisieren einhellig das Hau-Ruck-Verfahren, bei dem sie keine ausreichende Zeit gehabt hätten, die Gesetzesvorlage zu prüfen und Stellung zu nehmen.
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Stefan Aust schreibt dazu unter der Überschrift „Deutschland – getrieben vom Panikorchester“ absolut treffend:
„Früher sagte man, Deutschland werde schlecht regiert, aber gut verwaltet. Inzwischen wird es nicht einmal mehr gut verwaltet, denn jede Behörde hat am Ende einen politischen Chef, den Bürgermeister, Landrat, Staatssekretär oder Minister. Inzwischen ist die Politik tief in die Verwaltungsapparate eingesickert und steuert diese – am liebsten gegen die Wand. Widersprüchlichkeit von Entscheidungen regiert die Tagesordnung, oft weiß die eine Hand zwar, was die andere tut – aber es kümmert sie kaum. Hauptsache, es klingt alles gut und entspricht dem aktuellen Tagestrend der Aufregung.“
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Das ist eine völlig zutreffende Zustandsbeschreibung. Die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht. Wie viele honorige Verwaltungsbeamte das erst in eine Art innere Emigration und dann in die frühzeitige Pensionierung getrieben hat, weiß niemand. Die Verwaltung ist an Recht und Gesetz gebunden, für die jüngeren Leser erlaube ich mir den Hinweis, dass man das mal „Rechtsstaat“ nannte. Aber davon hat sich die Politik längst verabschiedet, erlaubt ist, was gefällt. Hauptsache die Kasse klingelt und die Wahlen werden gewonnen. Dabei – und das macht die Sache erst so richtig fatal – haben viele Verbände lustig mitgemacht. Aus purem Opportunismus haben sie ihre Machtposition nicht genutzt, um dem unschönen politischen Treiben Einhalt zu gebieten, sondern sie ritten dieselbe Welle wie die Politik. Dass die Politik sich nun auch gegen ihre früheren Verbündeten stellt, war zu erwarten, die Geschichte bietet unzählige Beispiele dafür.
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Ein Blick in die Wirklichkeit des Wirtschaftslebens
„Made in Germany“, früher ein Gütesiegel, ist zum Warnhinweis mutiert. Es steht für „Achtung, Lügner und Betrüger“. Die sogenannte Elite manipuliert Software, egal ob von Fahrzeugen oder von Menschen. Auf eine solche „Elite“ ist naturgemäß kein Verlass, sie sind zur Führung von Unternehmen und erst recht eines Landes charakterlich komplett ungeeignet. Um des kurzfristigen Gewinnes Willen haben sie das Wichtigste geschrottet, was jede Führung zwingend benötigt: Vertrauen. Und wenn das weg ist, ist es weg. Kippeffekte gibt es nicht nur beim Klima. Ein Blick in die Wirklichkeit des Wirtschaftslebens mag zeigen, wie weg das Vertrauen ist.
Seit Jahren habe ich Unternehmen aus verschiedenen Branchen beim Aufbau, der Sanierung oder auch schlicht längerfristig beraten. Ein Unternehmen, dem ich verbunden bin, ist in der metallverarbeitenden Industrie tätig. Dabei werden in einem Betriebsteil, der Gießerei, hoch spezialisierte und individualisierte Teile (manchmal übrigens auch Kunstwerke) hergestellt, die in anderen Betriebsteilen maschinell weiterverarbeitet und anschließend an die Kunden zur weiteren Verwendung geliefert werden. In der Produktion gibt es ausschließlich Männer, nicht etwa, weil es von der Geschäftsleitung so gewollt wäre, sondern weil es für diese sowohl technisch wie physisch höchst anspruchsvolle Tätigkeit bisher keine einzige weibliche Bewerberin gegeben hat. Dabei verlangt insbesondere die Gießerei eine mehr als harte Arbeit, weil sie – anders als bei der Massenfertigung in großen Gießereien, die weitgehend automatisiert sind – noch von Menschen direkt am Hochofen ausgeführt werden muss. Generell ist der Umgang mit glühenden Metallen weder leicht noch ungefährlich.
Dieser Betrieb gehört zum Metalltarif, das heißt, bei einer 35-Stunden-Woche werden die bekannt hohen Löhne gezahlt. Zur Klarstellung: Alle dort arbeitenden Männer haben jeden Cent redlich verdient, ich gönne auch jedem von Herzen einen möglichst hohen Verdienst. Allerdings gibt es Konkurrenz aus dem Ausland, auch China ist längst von einem reinen Billiglohnland zu einem Land mit einem hohen Fertigungsniveau geworden, und dort arbeiten die Menschen nicht nur für weit weniger Lohn, sondern auch 12 Stunden am Tag an 6 Tagen die Woche. Bisher hatte „mein“ Unternehmen, das seit mehr als 100 Jahren besteht, aufgrund seines Know-hows einen Wettbewerbsvorsprung, aber der schwindet gerade wie Eis im Hochofen. Hinzu kommen die Energiepreise: Im benachbarten Frankreich, ebenfalls kein Billiglohnland, besteht ein erheblicher Konkurrenzvorteil dadurch, dass Gießereien mit Atomstrom betrieben werden können. Gut für die Umwelt und gut für den Geldbeutel. Und bei uns?
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Der Bürokratieaufwand ist kaum zu stemmen
Es sind aber nicht nur generell die Lohnstückkosten hoch, sondern der Bürokratieaufwand ist für ein mittelständisches Unternehmen kaum zu stemmen. Zudem gibt es nicht nur mehr „den Tariflohn“, sondern vielfältige Eingruppierungen, Leistungsstufen und Leistungszulagen. Immerhin hat sich herausgestellt, dass der Grundsatz „Gerechtigkeit durch Gleichheit“ zu „Keiner arbeitet ernsthaft“ führt. Also wurde ein kompliziertes Geflecht von Regularien geschaffen, um die nötige Flexibilität und Angemessenheit der Entlohnung sicher zu stellen. Dass reichlich Regularien der Flexibilität im Wege stehen, dieser Gedanke schien ebenso fernliegend wie die Tatsache, dass formalisierte und transparente, angeblich objektive Leistungsbewertungen nur zu Zwist und Missgunst innerhalb der Belegschaft führen könnten. „Der steht doch nur herum und tut nichts, außer der Chef kommt und guckt zu, dann tut er so, als würde er den Laden allein schmeißen – und der bekommt eine gute Beurteilung und die Lohnerhöhung?“.
Sicher in der Theorie alles gut gemeint, aber in der Realität vor allem von kleinen oder mittelständischen Unternehmen nur Unheil bringend. Es mag durchaus sein, dass in Konzernen derartige Regularien notwendig sind, aber in kleinen oder mittleren Betrieben, bei denen die jeweilige Führungsebene ihre Leute zumeist persönlich kennt und einschätzen kann, ungeeignet. Generell scheinen sich die Tarifparteien eher an den Konzernen zu orientieren, nicht aber am Mittelstand. Anders kann man den letzten Tarifabschluss, der schon finanziell aus der Zeit gefallen ist, nicht erklären, denn es wurde als großes Plus gefeiert, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit flexibel gestalten können, auch einen Anspruch auf Verkürzung der Arbeitszeit haben.
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Praktisch sieht das dann so aus: Ein Mitarbeiter, 26 Jahre alt, möchte einen Tag pro Woche komplett frei haben. Laut Tarifvertrag kann der Arbeitgeber seine Wünsche aus betrieblichen Gründen ablehnen, muss jedoch einen Gegenvorschlag machen, den er für vertretbar hält. Nur ausnahmsweise kann man das Ansinnen komplett ablehnen. In diesem Fall war ein arbeitsfreier Tag betrieblich nicht machbar, denn dann hätte die Schichteinteilung nicht mehr geklappt. Daher schlugen wir ihm vor, dass er die tägliche Arbeitszeit kürzt. Dies wollte er nicht, der zuständige Vertreter der IG Metall zeigte sich wortgewaltig. Wir sollten Leute einstellen und überhaupt den Laden besser organisieren.
Das kam beim Geschäftsführer nicht besonders gut an. Daraufhin nahm der Gewerkschaftsvertreter Zuflucht zu altbekannten Kampfbegriffen wie „ausbeuterische Kapitalisten“, diese auch und gerade gegen mich gerichtet, weil ich natürlich keine Ahnung vom harten Schicksal der Mitarbeiter hätte. Dies war keine kluge Taktik, denn ich habe mittlerweile eine regelrechte Allergie gegen die Propaganda der Vorgestrigen entwickelt, faltete ihn also sauber zusammen, wie es der Geschäftsführer anschließend ausdrückte. Um wieder auf versöhnliche Pfade zu kommen, fragte der Vertreter der IG Metall den Mitarbeiter, warum er denn frei haben wollte. Daraufhin führte dieser aus, er habe ein Mietshaus mit mehreren Wohnungen geerbt, da würde immer Arbeit anfallen und er benötige einen freien Tag, um sich um diese Immobilie und die Mieter zu kümmern.
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Es könnte alles gut sein, doch das wäre zu einfach
Bingo! Die Geschichten, die das Leben schreibt, sind immer noch die besten! Tatsächlich hatte ich volles Verständnis für ihn und fand es auch – ohne Scherz – gut, dass er sich um die Wohnungen kümmert. Eigentum verpflichtet bekanntlich. Aber die Arbeit, die er nicht macht, verschwindet nicht einfach, sie muss von den Kollegen zusätzlich gemacht werden. Die Anderen – das sind Männer, die doppelt so alt sind wie er und teils körperlich angeschlagen, denen Mehrarbeit wirklich weh tut. Oder der alleinerziehende Vater, dessen Frau ihn und die kleine Tochter im Stich gelassen hat, weil Mutter sein total anstrengend und uncool ist (auch hier passt die Wirklichkeit nicht zu dem gängigen Klischee…). Wie sagt man dem Vater, seine kleine Tochter sei weniger wichtig als die Immobilie des jungen Kollegen? Der junge Mitarbeiter akzeptierte unser Angebot. Das bedeutet aber, dass Kollegen aus der Schicht nun keine Zeitverkürzung erhalten können, denn dann müsste man die Schicht streichen, ergo stehen betriebliche Gründe dem entgegen. Jeder kann sich selber überlegen, ob sich die Mitarbeiter von ihrer Gewerkschaft wirklich gut vertreten fühlen.
Aber das ist ja nicht das einzige Problem. Das Unternehmen befindet sich in lauschiger Lage in einer grünen, teils bewaldeten Gegend. Direkt hinter dem Werksgelände ist ein idyllisches Tal mit altem Baumbestand, Fauna und Flora gedeihen dort ungestört. Ungestört? Mitnichten, die Behörden wollen dieses kleine Paradies vernichten. Vor Jahrzehnten haben die Vorfahren dort Abfall aus der Gießerei entsorgt, zum Beispiel Fehlgußteile, denn nicht immer klappt es beim ersten Versuch. Darüber ist Wald gewachsen, lange Zeit störte dies niemanden.
Dann kamen die Behörden und machten die Auflage, Grundwasserprüfstellen einzurichten sowie das Ergebnis der regelmäßigen Kontrollen vorzulegen. Das war, meines Erachtens, eine höchst vernünftige Maßnahme. Die Proben ergeben seit Jahren nichts, das Grundwasser ist also nicht beeinträchtigt, man könnte denken, alles sei gut. Denn, wenn seit Jahrzehnten das Grundwasser nicht beeinträchtigt ist und keine Erdbewegung stattfindet, dann wird das auch so bleiben – sagen zumindest die beratenden Fachingenieure. Aber nein, es könnte alles gut sein, doch das wäre zu einfach.
Gleichgültig, ob Gefahr droht oder nicht, nach den neueren Regeln muss die Deponie mit allem Brimborium gegen Gefahren (die es gerade nicht gibt) abgesichert werden. Dabei reden wir nicht über Pillepalle, sondern über Millionenbeträge. Das Geld ist natürlich nicht da, denn obgleich die Gesellschafter seit Jahren ihre ohnehin eher überschaubaren Gewinne vorsorglich im Unternehmen lassen, reicht das Geld dafür nicht. Banken finanzieren das nicht so einfach, weil derartige Maßnahmen ja nicht zu einem höheren Wert, also beispielsweise erhöhter Produktion mit Gewinnsteigerung, führen. Selbst wenn ein Kredit möglich wäre, so könnte der Geschäftsführer ihn kaum aufnehmen, denn es ist unklar, ob das Unternehmen ihn je würde zurückzahlen können.
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Die Zukunft ist wegen nicht vorhandener Gefahren ungewiss
Das Problem ist nämlich nicht nur, dass die Baumaßnahmen über lange Zeit die Produktion erheblich beeinträchtigen, sondern dass auch dringend nötige Investitionen nicht getätigt werden können. Eine Umstellung auf additive Fertigung würde naheliegen, aber es fehlt das Geld, denn dies geht in die sinnlose Naturschutzmaßnahme. Außerdem binden die Projektierung dieser umfangreichen und schwierigen Maßnahme Kraft und Zeit, die ohnehin knapp bemessen sind. Unzählige Besprechungen mit Behörden und Fachfirmen sind nötig, denn ein Wirtschaftsunternehmen kann sich so ein Projektmanagement wie beim BER nicht leisten. Die Zukunft des Unternehmens ist also wegen einer immens teuren Naturschutzmaßnahme, bei der es der Natur aufgrund der Zerstörung des Waldes schlechter geht als vorher und (nicht vorhandene) Gefahren nicht gebannt werden, mehr als ungewiss.
Letztes Jahr im Sommer ging ich nach Beendigung einer Besprechung mit Vertretern der zahlreichen an diesem Projekt beteiligten Behörden zu meinem auf dem Werksgelände parkenden Auto. Dabei traf ich den Betriebsleiter der Gießerei, der nach Schichtende als letzter aus der Gießerei kam. Ich wollte ihm die Hand geben, aber weil diese zu schmutzig war, reichte er mir seinen Ellbogen (der auch nicht viel sauberer war, aber Schmutz macht mir ohnehin nichts aus). Wir kamen ins Gespräch und ich meinte, er müsse nun sehr froh über den Feierabend an diesem heißen Tag sein, bei diesen hohen Temperaturen in der Gießerei zu arbeiten, sei ja wirklich höllisch. Er winkte ab und meinte, bei ihm sei alles gut, sein Job kein Problem. Dann sagte er zu meiner völligen Überraschung: „Sie haben den Scheißjob! Für kein Geld der Welt würde ich mit Ihnen tauschen.“
Diesen Moment werde ich nie vergessen, ich war völlig perplex. Da stand ich, elegant gekleidet, umhüllt von einem Hauch von Chanel aus einem zwar nicht klimatisierten, aber doch ventilierten Besprechungsraum kommend, und der Mann, der einen Knochenjob in der Hölle macht, sagt, ICH hätte den Kürzeren gezogen? Und er meinte es erkennbar ernst! Während ich ihn noch mit offenem Mund anstarrte, ging sein Blick zur Seite und sein Gesichtsausdruck veränderte sich. Als ich mich umwandte, sah ich, dass hinter den offenen Werkstoren die Limousinen meiner Gesprächspartner wegfuhren. Mit den Worten „Sehen Sie zu, dass wir unsere Arbeitsplätze behalten, wir wollen hier nur ruhig arbeiten. Und passen Sie gut auf sich auf“, nickte er mir zu und ging.
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Wie tief die Kluft geworden ist
Während der gesamten Rückfahrt, die dank des Verkehrs und der großzügig bemessenen Baustellen lange dauerte, ging mir das nicht aus dem Kopf. Mir war in dem Moment klar geworden, dass er „die da oben“ für gefährliche Irre hielt, für eine Art unberechenbare Raubtiere, die nur darauf warteten, normale Bürger zu zerstören und ich mich zu denen in den Ring (oder Käfig) wage. Eine Art Löwenbändiger sozusagen.
Schon vorher war mir in vielen Gesprächen aufgefallen, wie tief die Kluft geworden ist zwischen „denen da oben“ und der Basis. Das Vertrauen, dass die Interessen der Bürger durch die „Eliten“ vertreten und geschützt werden, ist verschwunden. Viele versuchen zunehmend verzweifelt, „denen da oben“ die Rückmeldung zu geben, dass mehr als nur Details nicht mehr funktionieren, sondern etwas ganz gewaltig im Argen liegt. Der Ökonom Dr. Daniel Stelter drückte es kürzlich so aus: „Es ist interessant zu sehen, wie sich die Erkenntnis immer mehr durchsetzt, dass wir es in der Tat mit einer Strukturkrise zu tun haben, die meines Erachtens das gesamte Gesellschaftsmodell unseres Landes gefährdet. Die konsequente Erosion der ökonomischen Grundlagen, gepaart mit steigenden Belastungen aller Art, erreichen den Punkt, an dem es kippt. Sobald das der Fall ist, beginnt ein Kollaps, der wohl nicht mehr umkehrbar ist.“
Aber keiner hört zu. Keiner will zuhören. Manchmal kam mir schon der ketzerische Verdacht, es will keiner hören, weil die Verantwortlichen schlicht keine Lösung wissen. Vielleicht ist es nicht so, dass sie es nicht besser wollen, sondern es tatsächlich nicht besser können. Sie sind Gefangene ihrer Ideologien, die zwar erkennbar nicht mehr funktionieren, aber aus denen sie keinen Ausweg finden.
Wie tief der Riss schon geht, dass nicht nur das Vertrauen weg ist, sondern die „da oben“ als gefährliche Irre angesehen werden, war mir zuvor jedoch nicht bewusst gewesen. „Die da oben“ schließt alle „Eliten“ mit ein, die ebenso eifrig im blühenden Phrasenwald gewildert haben wie unsere Politiker. Bei näherem Nachdenken fielen mir auch andere Leute ein, die das wahrscheinlich genau so sehen wie der Betriebsleiter, die Hoffnung, es wäre ein Einzelfall, dürfte trügerisch sein. Seitdem geht es mir nicht allzu gut, denn ich weiß, dass uns schwierige Zeiten bevorstehen. Die ungelöste Eurokrise, die zusätzlich das ungelöste Rentenproblem verschärft, die ungelöste Migrationskrise, die enorm hohe Abgabenlast der Bürger – die Liste ungelöster Probleme ließe sich lange fortsetzen. Es gibt auf Dauer keine einfache Lösung, je länger man vor den Problemen wegläuft, desto härter wird es. Was man dann aber vor allem benötigt, ist das Vertrauen der Bürger, sehr viel Vertrauen sogar.
Und dann kam Greta.
… Alles vom 25.10.2019 con Annette Heinische bittelesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wirtschaft_was_wirklich_los_ist_bericht_einer_beteiligten
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Annette Heinisch arbeitet seit 1991 als Rechtsanwältin sowie als Beraterin von Entscheidungsträgern vornehmlich im Bereich der Kleinen und Mittelständischen Unternehmen („KMU“).

Einige Kommentare:
Dieser naive Staatsgehorsam
Weshalb denken und schreiben viele Leser aus der Perspektive “wir sind alle Opfer und können nichts gegen die Verlogenheit unserer Politiker und ihre gekauften Medien tun? ” Es ist dieser naive Staatsgehorsam , der Deutschland letztendlich ins Chaos führt. Glaubt an euch! Seid stolz auf das was ihr täglich erarbeitet! Steht auf und wehrt euch gegen all jene, die euch gleich in die rechte Ecke abschieben möchten! Stellt Gegenfragen! Dreht den Spieß um! Ja, ich bin rechts, weil ich geRECHT denke! Was meint ihr wie die Politik agieren könnte, wenn das Volk und die Unternehmen anfingen, keine Steuern mehr abzuführen!? Mit diesem Geld könnte man sicherlich einige Arbeitsplätze retten! Wir müssen zusammen halten. Zuverlässige Medien müssten den Aufruf gleichzeitig am selben Tag auf einigen Kanälen im Fernsehen/ Rundfunk / Zeitungen/ Strassen veröffentlichen. Denkt darüber nach…es könnte die letzte Chance sein.
25.10.2019, F.R., AO
Wunderbarer Artikel, Frau Heinisch. Dieses Land wird von ganz oben nach ganz unten vollkommen kaputtreguliert. Von Menschen, deren Horizont in jedem Fall kürzer ist, als die Distanz zu all den anderen Menschen, die sie da regulieren. Den potentiellen Systemcrash sehe ich auch. In vielen Bereichen geht der von oben vorgegebene Kurs an den Realitäten der jeweiligen Basis vollkommen vorbei. Was ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass wir in der Planwirtschaft längst angekommen sind. Und wie Planwirtschaft endet, wissen wir seit dem Systemcrash des Ostblocks. Nicht alle Dinge müssen bis zum Sanktnimmerleinstag durchreguliert werden. Erst recht nicht von Leuten, die von diesen Dingen gar keine Ahnung haben. Ein hohes Amt oder eine einflussreiche gesellschaftliche Position machen niemanden automatisch zum allwissenden Experten. Lange Leitungen erhöhen die Latenz. Und wenn die Leitungen sogar so lang werden, dass das Signal vollkommen abreißt, folgt unweigerlich auch der Informationsabriss. An der jeweiligen Basis gibt es eigentlich immer mehr als genug Intelligenz und Kompetenz zur Selbstregulation und Selbstverwaltung. Zentralismus entmachtet diese lokale Intelligenz und Kompetenz nicht nur, er ersetzt beides durch einen zu kurzen Horizont, der deshalb den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und eine Fehlentscheidung nach der anderen produziert.
25.10.2019, R.P., AO
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Wir befinden uns bereits auf dem (unaufhaltsamen, leider) Weg in den Abgrund.
Immer mehr Unternehmen schließen ganz oder teilweise, bauen Stellen ab, verlagern ins Ausland. Immer weniger Innovation (wirklich notwendige) kommt aus Deutschland. Es wird auf tote Gäule eingedroschen und die letzten noch laufenden durch hölzerne Schaukelpferde für Gretas & Co ersetzt. Der Bedarf an Strom wird immer größer, die Kosten steigen immer schneller, der verfügbare Strom wird aber in absehbarer Zeit nicht mal einen Teil des Bedarfs decken können, weil auf “erneuerbare” Energie gesetzt und die bewährten Kraftwerke abgeschaltet werden. Statt die Atomernergie sicherer zu machen (komisch, dass andere Staaten das können…, nur die deutschen Grünen können das nicht, aber die können ja eh garnichts), verschandeln wir die Landschaft. Die angebliche Physikerin auf dem Kanzlersessel faselt von erneuerbarer Energie (der Energieerhaltungssatz hatte wohl im real existierenden Sozialismus keine Gültigkeit) und kriecht dem linksgründen Gesindel in den Analkanal. Was zwei Weltkriege und alle Bomben der US-Luftwaffe und der Royal Airforce nicht geschafft haben, das schaffen die deutschen Lemminge selbst: Deutschland hat fertig. Und das verdientermaßen. Ein Volk, dass solche Herrscher wählt, hat den Untergang redlich verdient. Wenn nicht mal die Achgut-, Tichy und so weiter-Leser aufstehen und diese “Herrschaften” mit dem 20.4 solange auf die hohel Rübe schlagen, bis sie freiwillg gehen, dann gute Nacht Deutschland. Der letzte macht das Licht aus.
25.10.2019, H-J.W.
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Auszug u.a. von Udo Ulfkotte:
“Noch zehren wir von der Substanz die unsere Großeltern und Eltern schufen. Es gibt eine Art Sprichwort, wonach die erste Generation ein Unternehmen gründet, die zweite ein Unternehmen ausbaut und die dritte es zu Grunde richtet. Noch macht sich das nicht sonderlich bemerkbar, oder die Zahlen der Statistiken können noch geschönt werden. Durch Steuererhöhungen kann noch eine Weile die Illusion von wachsenden Einnahmen gehalten werden. Noch. Die deutsche Wirtschaftsleistung wird dann irgendwann gerade noch ausreichen, die EU-Staaten zu finanzieren, dem Euro das Leben retten und die Türkei vor ein paar Millionen arbeitsloser Mitbürger zu beschützen. Das, was jetzt in den Schulen nachwächst, wird dieses Niveau – vom bildungstechnischen aber auch wirtschaftlichen – nicht halten können, geschweige es steigern. Das, was bisher an Humankapital verloren gegangen ist, an deutscher Kultur, an deutschen Werten und Wissen, an Schaffens- und Innovationskraft, was von afrikanischem Simsalabim Hokuspokus und islamischen Schächtungs-, Beschneidungs-, Blutrache- und Ehre-Wiederherstellungsbräuchen ersetzt wurde, wird mit dieser Bevölkerung nie wieder wettgemacht werden können.” Ein Dank an alle politischen Entscheidungsträger und denen, die sie immer wieder gewählt haben.
25.10.2019, U.W.,
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Die politische Verkommenheit in Deutschland haben wir den Siegermächten mit ihrem Diktat des unbedingten föderalen Systems und unserem aufgezwungenen Wahlrecht zu verdanken. Zunächst stelle ich fest, dass es im deutschen Bundestag kaum einen aus eigener Leistung heraus erfolgreichen Menschen gibt. Die Hälfte der dort Sitzenden ist über das Listenwahlrecht zu Amt und Würden gekommen – wieder ohne eigene Leistung; es sei denn man sieht vieljähriges Kriechen auf einer Schleimspur als anerkennenswerte persönliche Leistung an. Wenn wir nur Direktmandate hätten, wäre die Macht der jeweiligen Parteiführungen stark beschnitten. Koalitionserpressungen, genannt Koalitionsverhandlungen, gäbe es nicht mehr,. Jeder Abgeordnete muss seinen persönlichen Wähler Rede und Antwort stehen – Fraktionsdisziplin würde durch verantwortliches Handeln ersetzt werden.
25.10.2019, R.E.R., AO
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Grüß Gott Frau Heinisch, toller Beitrag ! So ist Realität.
Ohne Ihnen nahetreten zu wollen muss ich dennoch voranstellen, dass auch Sie, als Rechtsanwältin, aus einer relativ “komfortablen” Perspektive berichten. Bei jedem Unternehmen das Sie beraten dürfen Sie selbst wieder gehen. Die echte Härte trifft die “echten” Schaffer. Dieses Treiben ist jedoch gar nichts neues. Neu sind die immer weiterreichenden Frechheiten und Anmaßungen der sog. “Eliten” welche sich das schaffende Volk widerspruchslos gefallen lassen soll. Der Strom kommt aus der Steckdose und das Geld vom Geldautomaten. Alles ist einfach da. Einfach so. Man schaue sich um. Frechheit siegt. Erst mal. “Schwierige Zeiten” werden kommen. Das ist etwas untertrieben. Es stehen Zeiten bevor, die die sog. “Eliten” ´mit einem Handstreich wegfegt. Wobei da nicht viel erforderlich sein wird. Aber bevor das passiert werden uns diese “Eliten” erst mal mit allen Mitteln den letzten Euro aus der Tasche ziehen, bis nichts mehr übrig ist. Bei Ihrem abschließenden Satz muss ich Ihnen jedoch widersprechen: “Was man dann aber vor allem benötigt, ist das Vertrauen der Bürger, sehr viel Vertrauen sogar.”. An den elitären Stellen benötigen wir schlicht Profis und keine Dünnbrettbohrer. Das Vertrauen kommt dann von alleine. Bisher ist es jedoch so, dass die Mehrheit der Bevölkerung keinen Grund zum Widerstand sieht. Aber das wird schon noch. Die intelligenteren von uns beobachten, analysieren und entscheiden wie und wo sie Ihr weiteren Leben verbringen wollen. Auch wenn dies eine harte Zäsur bedeutet. Nebenbei.

Durch Peter Weber wird ab dem 29.10.19 die “Interessensvertretung Bürgerforum” initiiert. Ich hoffe dass durch diese Initiative eine Gemeinschaft geschaffen wird durch welche auch aktive Außenwirkung erzielt wird. Das stete schriftliche lamentieren ist natürlich auch ein erster Schritt. Aber auch nur ein erster.
25.10.2019, R.D.,
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Sehr geehrte Frau Heinisch, Dr. Markus Krall arbeitet bei seinen verschiedenen Theorien auch einen Punkt heraus zur Qualität des politischen “Personals” in dieser Republik. Es eröffnet sich dem kritischen Zeitgenossen sofort ein seltener Blick in diesbezügliche Zusammenhänge. Es gibt in diesem Land keinerlei Möglichkeit mit weniger Können und weniger Wissen ein vergleichbares Einkommen zu erzielen als wenn man Politiker wird. In seinen Überlegungen spielt auch eine Rolle, dass Menschen mit herausragenden Fähigkeiten an anderen Stellen ein weitaus höheres Einkommen erzielen können. Für Menschen mit spärlichen Fähigkeiten gilt bei den großen Parteien zwar noch dieses Durchlaufen einer „Tretmühle“, man muss sich dort durchdienen. In den kleinen “Ideologie-Parteien” ist ein Einstieg und Aufstieg aber auch ohne jegliche Sachkompetenz machbar. Dort muss man laut und unterbrechungsfrei reden können, man muss sich Katastrophenszenarien skrupellos zu eigen machen und Gender- und Frauenfreund sein. Ach ja, charakterschwach muss man auch sein, denn nur so kann ich es mir erklären, dass JEDER ZWANGSLÄUFIGE Erkenntnisgewinn “abprallt”! Dr. Krall stellt schlicht die Frage, ob es irgendetwas mit Realismus zu tun hat, darauf zu hoffen, dass solches Personal die nahenden Probleme lösen könnte. Diesem Gedanken schließe ich mich an. Kommt kein “großer Crash” der dieses ganze Lumpenpack untergehen lässt, dann führen diese “Politeliten” uns rückwärts ins Mittelalter. Und sie werden Frames erfinden, die darlegen, dass die Schuld für den Niedergang Deutschlands bei den “Dunkeldeutschen”, bei der AfD und bei der immer noch nicht unterbundenen Gedankenfreiheit liegt. “Nur die dümmsten aller Kälber wählen ihre Metzger selber”.
25.10.2019, L.H.
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“…Die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht.”
Das reicht ihnen aber noch lange nicht. Es gibt eine neue Methode etwas zu verbieten, das immer schon verboten war, indem man neue (in der Sache überflüssige) Gesetze erfindet, die das (mit-)verbieten, was immer erlaubt war. Beispiel: das Bargeld soll abgeschafft, also verboten werden, damit Geldwäsche, Steuerhinterziehung etc. nicht mehr stattfinden kann. Das war eben immer schon verboten und das Bargeld erlaubt. Gleiches gilt für die sogenannten “Hassreden u. -verbrechen”: Volksverhetzung, Beleidigungen etc. waren immer schon verboten, nur die freie Rede nicht. Ach ja, das alles natürlich im Namen des Guten, der Moral, der Rettung der Welt, der Menschen, Tiere und des Klimas. “Deutschland zeigt seine humanitäre Visitenkarte”. Dagegen sind Scientologen, denen es laut John Travolta um “Lebenslust” geht, echte Amateure, die in einem Reagenzglas üben.
25.10.2019, M.H.
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Verwaltungsstaat und Maßnahmenstaat
” Die Verwaltung ist an Recht und Gesetz gebunden, für die jüngeren Leser erlaube ich mir den Hinweis, dass man das mal „Rechtsstaat“ nannte. “….Mir fällt das schon seit Jahren auf, es scheint nur noch um Blockade und Zerstörung zu gehen.” Der “Rechtsstaat” ist wieder ein “Doppelstaat” wie 1933-1945. Er besteht aus <zwei Staaten> – einem ‘Verwaltungsstaat’, der nach Recht und Gesetz funktioniert, und einem ‘Maßnahmestaat’, der willkürlich agiert und gegen Recht und Gesetz operiert. Der Maßnahmestaat der Nationalsozialisten richtete sich zunächst gegen Kriminelle, Oppositinelle (Hetzer), Homosexuelle, Sintis und Roma, Behinderte und natürlich Juden. Diese wurden zu einem großen Teil vernichtet. Desweiteren setzte man einen Angriffskrieg ins Werk, der fremde Länder und Völker unterwerfen sollte. Bei allen Zerstörungen und Eigenverlusten sollte dies dem “auserwähltem” deutschen Volke jedoch nützen. Jetzt ist dieser Maßnahmestaat zurückgekehrt, allerdings völlig umgepolt und sozusagen autopoietisch zertifiziert. D. h. er dient nicht länger dem Volk, den Bürgern, sondern ist auf fortdauernde Zerstörung angelegt, ohne daß dieser Prozeß zu stoppen wäre. Illegale Masseneinwanderung, illegale Energiewende, illegale Banken- u. Staatenrettung, illegaler Klimawandel (sofern überhaupt möglich) , illegales Netzwerkdurchsetzungsgesetz, illegale Grundsteuerveränderung, illegale Ablösung von Herrn Maßen, desinformierende Kampangen zu alledem etc. sind die bestimmenden Aktionen dieses Maßnahmestaates gewesen.Der Artikel zeigt eindrucksvoll, wie das auf unteren Ebenen funktioniert (Waldrettung, indem man diesen zestört mit Rekurs auf Gefahren, die gar nicht existieren). Wir sollen das nicht merken (nicht wirklich, siehe alle! Wahlergebnisse), nicht kritisieren (Abweichler den Behörden melden, siehe Beitrag heute von Chaim Noll), sondern finanzieren, mitorganisieren (Beispiel – ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung) und klatschen und uns wirklich gut fühle
25.10.2019, M.H.
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Man muss realisieren, dass diese Nation über keinen Gesellschafts- und Generationenvertrag mehr verfügt.
1.) Migration: Ein großer Teil der Menschen, die sich in Deutschland aufhalten sind Fremde. Die sind nicht hergekommen, um die Gesellschaft oder Nation zu stützen und Renten zu erwirtschaften. Die sind hergekommen um zu profitieren und für die meisten heißt das Nettoempfänger zu werden. In den Jahrgangskohorten in Westdeutschland und Berlin sehen wir über 30% Migrantenkinder. Von BW weiß ich, dass bereits 18% der Schüler Muslime sind. Unter den Neugeborenen liegt der Anteil sicher viel höher. Dazu kommt eine weiterlaufende Einwanderung. In 10 -20 Jahren werden dann wohl mindestens ein Drittel der hier lebenden unter 25 Jährigen eingewanderte, orientalische Muslime sein. Wenn man nach der Zukunft von Deutschland fragt, müsste man also ehrlicherweise diese Gruppe fragen, wie die sich das vorstellen. Oder?
2.) Bildung: Die (linksradikale) Politik hat die Bildung ideologisiert. Bildung orientiert sich nicht mehr an der Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Die Grundbildung der breiten Schichten schmiert ab und liegt meilenweit unterhalb der der ausscheidenden Generationen. Spitzenbildung ist eigentlich politisch gar nicht erwünscht. Es folgt, mit der nachwachsenden Bildung kann man nicht einmal das aktuelle Niveau an technisch-wissenschaftlichen Anforderungen weiterversorgen. Dabei verlangt die aktuelle technische Entwicklung sogar erheblich mehr Wissen als früher.——Die Themen
3.) Euro, 4.) EU, 5.) Familien- und Identitätspolitk, 6.) Umwelt, 7.) Technikfeindlichkeit, 8.) Grundrechte und Demokratie muss ich mir sparen. Nur kurz: nirgendswo ist dieses Land noch zukunftsfähig!!!!!
25.10.2019, Ko. SCH

Die Entfremdung von der Arbeit beginnt in der Kindheit
und setzt sich in der Ausbildung fort. Welche arbeitenden Menschen erlebt ein Kind? Die Hinterhöfe mit den zahllosen Kleinbetrieben (kurze Arbeitswege) sind entkernt. Heute wird nur auf der grünen Wiese gearbeitet. Kein Kind erlebt den Tischler, Klempner, Bäcker, Fleischer nebenan, wo man neugierig zuschauen konnte und schon beim schauen lernte. Das Ausprobieren findet in einem Praktikum ab 14 statt. Bis in die 50er ‘Jahre ging die mehrzahl der Schüler mit 14 in die Lehre. Die mittlere Reife sowie die Ausbildung im Handwerk ist im Ansehen gesunken. Im Studium wird der Dünkel gepflegt. Danach werden Prozesse im Gang gehalten die stets neue gut dotierte Posten schaffen, die aber mit Wertschöpfung wie Landwirtschaft, Industrie und Handwerk nichts zu tun haben. Von da Oben lässt sich gut über die Einhaltung aller bürokratischen Regeln wachen. Das Leistungsprinzip wird mehr und mehr ausgehebelt. Schon im Lohngefüge sind der leistungsabhängige Lohn schwer durchzusetzen, da zählen Jahre, Mindestlohn usw.. Ökonomische Hebel fressen dann die Steuer und Abgaben sofort weg. Da läuft es, wie es läuft.
25.10.2019, R.D.
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„Sie säen und ernten nicht, aber wissen alles besser.“
.Man kann das auch verallgemeinern: „Sie können und wissen nichts, sie haben noch nie in einem produktiven Betrieb Verantwortung getragen, aber wissen alles besser.“ Was früher nur für die Grünen galt, gilt inzwischen für alle Alt-Parteien. Warum ist das so? Warum wird die Wirtschaftsfeindlichkeit und Inkompetenz immer mächtiger? Was läuft in diesem Land falsch? Die sogenannte “Eurokrise” (das dicke Ende kommt erst noch) hat zur Gründung der AfD geführt. Der als “Flüchtlingskrise” bezeichnete, selbstgemachte Kontrollverlust hat die AfD etabliert. Die Folgen der sinnlosen, aber wirtschaftsfeindlichen “Klimaschutz”-Maßnahmen werden zum weiteren Aufstieg der AfD beitragen. Bei jedem, dieser drei existenzbedrohenden Probleme, hat die AfD ein Alleinstellungsmerkmal: Trockener Sachverstand gegen blinde und selbstzerstörerische Ideologie.
25.10.2019, M.ST.,
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“…weil derartige Maßnahmen ja nicht zu einem höheren Wert, also beispielsweise erhöhter Produktion mit Gewinnsteigerung, führen.” Der beste Satz in einem großartigen Artikel. Genau dieser Satz beschreibt die Folgen aller unsinnigern Maßnahmen gegen eine nichtexistierende Klimakrise. Es wird Kosten erzeugen, die mitnichten zu Gewinnen führen. Es werden nur Kosten bleiben, daraus wird Armut resultieren, daraus gesellschaftliche Konflikte und als Sahnehäubchen ein Unrechtsstaat. Dort wird dann gar nicht mehr regiert, sondern diktiert, und aus (ehemals guter) Verwaltung wird Planwirtschaft. Kommt mir alles irgendwie bekannt vor. P.S.: Es gibt im Klima keine Kipppunkte. Auch nur wieder eine der vielen frei erfundenen Geschichten der Klimakirche!
25.10.2019, U.K.,
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Ist ein weiteres Merkmal der strukturellen Verblödung.
Staaten die Beute der Parteien geworden sind, wie auch immer geartete Parteiideologie ist wichtiger als Leistung, entwickeln sich, unaufhaltsam in diese Richtung. Zum Zwecke der Durchsetzung ihrer jeweiligen kruden Ideologie schaffen die, auf Kosten der Nettosteuerzahler, ständig neue Organisationen, Behörden, Stiftungen etc. Diese produzieren, leider in vielen Fällen ausschließlich zur Selbsterhaltung, Selbstrechtfertigung, ständig neue, auf Grund der Vielfältigkeit sich oft widersprechende Regeln, Vorschriften etc. Hofiert wird das Ganze dann von wirtschaftlich abhängigen Verlagen, Werbefirmen, parteiliches Radio und Fernsehen, Oberbegriff Propagandaindustrie. Dazu hat sich in allen Lebensbereichen ein System der kollektiven Bestrafung / Gängelung entwickelt. Was als solches leider nicht oft war genommen wird. Auch wenn es abwegig erscheinen sollte ein Beispiel: Eine gut ausgebaute Straße, in einer Kurve nur 80 km/h. Nie etwas passiert. Einer fährt mit 140 km/h durch und baut einen Unfall. Hängt nach einer Woche ein 60 km/h Schild da. Wir haben mitlerweile Verwaltungen, die Verwaltungen verwalten. In einer Magdeburger Gießerei stand noch vor 90 Jahren im Speisesaal an der Wand “Ehret die Arbeit, Achtet den Mitarbeiter”; Kann man übermalen mit “Mogel Dich durchs Leben und nimm Dir das größte Stück Kuchen vom Teller”! Frau Heinisch, Sie verwenden “die da oben”. Das hat der Kollege wohl so nicht gesagt. Für den sind, wie für viele Menschen, “die da oben” eben nicht “die da oben” Sarkasmus und Ironie liefen in der DDR zur Höchstform auf. Darum hießen “die da oben”, “Unsere Besten”. …und wem jetzt C. Roth vor dem geistigen Auge erscheint, genau so.
25.10.2019, J.TH
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Leute, die sich wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben etwas hart erARBEITEN mussten, erklären den Arbeitenden, worum es in Zukunft gehen soll, was in Zukunft wichtig oder unwichtig sein soll. Und das mit dem Hintergrund irgendeines Studiums und der gerade angesagten Ideologie. Und darauf fallen die arbeitenden Menschen herein und eifern ihren neuen Stichwortgebern nach. Versuchen, es diesen recht zu machen. Vernunft beugt sich der Unvernunft aus opportunistischen Gründen und aus Angst die Wahrheit zu sagen und gegen den Strom zu schwimmen. Ein erfolgreiches Gesellschaftsmodell schafft sich selber ab. Früher ließ die Politik den arbeitenden Menschen weitestgehend in Ruhe. Dieser zahlte Steuern und ging seiner Tätigkeit nach. Heute redet man ihm in alles und jedes hinein, reglementiert bis ins Letzte. Früher ließ man zumindest den Mittelstand frei walten, dieser sorgte für den Wohlstand der Gesellschaft. Heute behindert man ihn, wo immer dieses geht. Und alles im Namen grüner und linker Ideologie? Was wird aus unserem Land?
25.10.2019, W.A.
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Dass wir in Deutschland in einem Tollhaus leben,
in dem die Leitung eigentlich die Patienten sein und die von dieser Leitung behandelten (indoktrinierten besser gesagt) Patienten eigentlich die Leitung kurieren müssten, ist den Achgut-Lesern bestens bekannt. Solche Berichte sind sehr wichtig, weil sie Unbeteiligten die realen Auswirkungen der ideologiegesteuerten Misswirtschaft einleuchtender nahe bringen als hochintellektuelle Abhandlungen. Das hier schon oft geäußerte Problem bleibt trotzdem: Warum lassen sich diejenigen, die die ganze Misere am Arbeitsplatz, beim Bezahlen ihrer Rechnungen, beim Verlassen ihrer Wohnung – besonders in den großen Städten, beim nicht mehr Besuchen können von öffentlichen Einrichtungen, beim Besuch von Elternabenden, wo sie als Deutsche jetzt schon nur noch eine Minorität darstellen, und viele andere Unannehmlichkeiten erdulden müssen, sich das alles gefallen, schreiten zur Wahlurne und wählen die, die ihnen das alles aufbürden. Es ist der andere Teil des Irrenhauses Deutschland ohne den es die Irren da oben nicht geben könnte.
25.10.2019, R.L.
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Hallo Frau Heinisch, ein sehr guter Artikel. Wie Sie und viele Kommentatoren schreiben, sehen und erkennen viele Menschen die Missstände hier bei uns und auch das Versagen des Staates. Warum aber wählen die Deutschen ein IMMER WEITER SO? Es gibt weder Protestaktionen noch Demonstrationen sondern nur ein großes Schweigen. Vielleicht mit Ausnahme bei den alternativen Medien. Auf Unterstützung aus Politik, Kirchen, Medien und NGO’s kann in diesem Land niemand rechnen. Warum nimmt also der Bürger das alles so hin? In meinem Bekanntenkreis sind – im Gegensatz zu den hier Schreibenden – alle völlig zufrieden. Das irritiert und wundert mich immer wieder.
25.10.2019, C.G., AO
” .. es tatsächlich nicht besser können”.
Diese Ihre Beschreibung des Verhaltens der “Eliten” liefert die Erklärung für die Ignorierung der tatsächlich vorhandenen weltpolitischen Probleme und das überall zu beobachtende “Weiter so” , bis auf die Bearbeitung der Genderfragen.
25.10.2019, W.SCH.

,Das Gegenstück dazu in der “Welt”, leider hinter der paywall. Ulf Poschardt: Die Mündigkeit wird abgemeldet. Und mit ihr stirbt die Freiheit: “Die Klima-Aktivsten stellen gute Fragen. Greta ist eine der wertvollsten globalen Marken. Sie kann nur so erfolgreich sein, weil sie eine Sinn- und Genusskrise im Kapitalismus freigelegt hat. Ein Plädoyer für mündigen Konsum, mündiges Unternehmertum und Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards. “ “Greta und Luisa leben ihre Version mündigen Konsums vor. Sie sind Role Models für eine Generation, die mit berechtigten Anliegen an eine lebenswertere Umwelt auch jene Staatsbürger erreichen, die mündigkeitsbegabt sind.” “Die aktuell wichtigsten marktradikalen Ideologen in Deutschland heißen Capital Bra und Ufo 361. Rapper mit Migrationshintergrund, die Eigenverantwortung, Wettbewerb und Marktwirtschaft in den leuchtenden Farben schildern. “ Ein paar seiner Gedanken zu denen, die es “kapiert” haben.
25.10.2019, B.M.
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“Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben.” Alexander von Humboldt (1769-1859). Genau mit diesem Eindruck kommt man zuweilen aus Diskussionen mit Behörden zu strittigen Themen. Konzerne sind böse, Manager sind profitgeil und unehrlich. Fachkenntnisse über Wirtschaftsabläufe, die Funktionsmechanismen von Märkten oder z. B. Rechnungslegungsvorschriften spielen allenfalls eine untergeordnete Rolle, wenn überhaupt. Der imaginäre kleine Mann muss um jeden Preis vor bösen Mächten geschützt werden. Dass grade der aber in großen Unternehmen einen gut bezahlten und sicheren Arbeitsplatz hat und wir in Deutschland über die gut funktionierende Mitbestimmung auch seine Arbeitnehmerrechte vorbildlich schützen, wird locker ignoriert. Dass Unternehmen durch immer mehr Bürokratie und immer härtere – teilweise sogar die Existenz bedrohende – Vorgaben und Strafandrohungen mehr und mehr die Möglichkeiten genommen werden, solche Arbeitsplätze zu erhalten oder zu schaffen, scheint für die Erreichung von “edlen Zielen” in Kauf genommen werden zu müssen.
25.10.2019, Bernie K.,

Ein sehr eindrucksvoller Bericht. Ich kann den Aussagen nur beipflichten. Die Ausweitung JEDER Behörde schafft irgendwo Belastungen für irgendwen. Die Behörde (= gilt auch für die EU-Behörden!) muss ihre Existenzberechtigung ja nachweisen, also denkt sie sich neue Vorgaben aus, die dann einzuhalten sind – koste es, was es wolle (siehe Ihr Deponie-Beispiel!). Die uns Regierenden sind so weit abgehoben, dass sie sich die Auswirkungen ihrer Gutmenschen-Gesetze gar nicht mehr vorstellen können. Mein Vorschlag: Man sollte zusätzliche Vorschriften/Behördenstellen immer nur dann auf den Weg bringen, wenn die Frage, ob es den Menschen hier im Lande wirklich nützt, positiv beantwortet werden kann. Ob dies beim Krötenschutzbeauftragten oder der zusätzlichen Stelle in der Stadtverwaltung zur Überprüfung der gendergerechten Sprache im Behörden-Schriftverkehr gegeben ist, wage ich zu bezweifeln (ok, Krötenfreunde und Gendergedöns-Fanatiker ausgenommen). Was passiert eigentlich, wenn die Steuerquellen nicht mehr so sprudeln? Wie Sie eindrucksvoll beschrieben haben, sehr geehrte Frau Heinisch, führen die Vorschriften, die den Mittelstand auferlegt werden, dazu, dass diese Steuerquellen irgendwann nur noch tröpfeln …
25.10.2019, G.M.
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Das hat alles mit Lebenserfahrung zu tun Frau Heinisch
Wenn sie selbst einmal “Basisarbeit” geleistet haben, damit meine ich nicht nur aus Spaß, sondern weil sie davon eine Familie ernähren mussten, dann ergibt das Lebenserfahrung und ein Gefühl für das Notwendige. Das sind Tätigkeiten, da muss man konkret werden, da gibt es nur “I” oder “0”. Die Wege dahin erfordern Erfahrung, aber am Ende steht die nackte Realität, hier in Form eines Produktes, welches real ist. Da ist nichts mit Realitätsverleugnung. Die führt, wenn Unternehmen sie praktizieren, in den Konkurs. Bazon Brock hat das Problem speziell mit der politischen Elite einmal gut beschrieben. “Politiker sind Problemlöser auf der kommunikativen Ebene”. Die hat nur leider wenig mit der Realität zu tun. Probleme kann man auch nicht lösen, sondern nur “Bemeistern”, weil man immer auch neue Probleme schafft. Das scheint mit das Hauptproblem zu sein, das diese “Eliten” meinen die Gesellschaft zehrt aus einem Füllhorn und sie glauben an sich als Problemlöser obwohl sie selbst Nichtwissen aufweisen. auf der kommunikativen Ebene funktioniert das gut, nur irgendwann holt einen die verdrängte Realität ein.
25.10.2019, F.V.
Sehr geehrte Frau Heinisch, Danke,Danke,Danke sie beschreiben unser Land so schlimm wie es geworden ist. Unsere Verwaltungsfachleute und Verhinderer (O-Ton, ich glaube-,ich meine-, das müste so sein-, ) blockieren jede Entscheidung,erhöhen die Kosten ,und zerstören mit ihrem Verhalten(Achtung „Nachhaltig“) die Grundlagen dieses Gemeinwesens. Es ist nur noch mit viel Scham zu ertragen. Alle Bekannten die ich habe sind kurz vor dem Umkippen (Der Frust ist Riesig) und es ist keine Änderung in Sicht. Alle gestandenen mittelständigen Unternehmer die ich kenne bereiten ihren Ausstieg aus diesem (leider Schweinesystem geworden) System in den nächsten 4 Jahren vor. Was dies bedeutet erleben wir jeden Tag(verschieben von einfachsten Entscheidungen, Verlust Von Kompetenz,schleichende Anarchie im Arbeitsprozess) Wir verlassen die einstmals schöne Insel Deutschland schweren Herzens und werden unsere Kraft und Freude gerne bis weit über Siebzig in einem anderen Rechtsstaat freiwillig einbringen. Mir geht es um Freiheit ! Mit Trappatoni „Isch habe fertig“. Leider!
25.10.2019, G.A.,
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Es ist die Überregulierung. Das demokratische System wächst sich zum Apfelmännchen aus. Oder, je nach Perspektive, zum Michelinmännchen. Das Problem ist, dass es (noch?) keine denkbare Alternative gibt.
25.10.2019, W.C.
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Frau Heinisch schreibt: “„Made in Germany“, früher ein Gütesiegel, ist zum Warnhinweis mutiert.” Das ist nur die halbe Wahrheit. Das Siegel wurde ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts in Großbritannien als Schutz vor der immer stärker aufkommenden Importware aus Deutschland eingeführt. Damit wurde ausdrücklich vor der angeblich minderwertigeren und daher billigeren Ware gewarnt. Insofern könnte man also behaupten, das Siegel habe nun wieder seine ursprüngliche Bedeutung erlangt.
25.10.2019, A.H.
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iese Selbstzerstörung hat einen Namen: Links-grüne Doktrinierung der Massen durch die Medien. Und die Politiker an den Schaltzentralen laufen diesem links-grünen Trend hinterher um an der Macht zu bleiben.
25.10.2019, G.C.
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Mein Fazit als Mittelständler: Die Bürokratie ist ein Minenfeld, gegen das man sich nicht schützen kann, solange man arbeitet. Jeder Unternehmer verstößt täglich gegen eine Vielzahl von Gesetzen. Die Zahl der vielen tausend Gesetze zu halbieren bringt nichts. Nur mit einem Neuanfang hat unser Land eine Zukunft. Die große Chance ist der Eurocrash.
25.10.2019, H.ST
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Traurig, aber leider nur zu wahr. Derartige Beobachtungen kann man überall machen. Als kleine Ergänzung möchte ich noch auf die Rechtsunsicherheit durch die Reform der Arbeitnehmerüberlassung verweisen. Allein im IT-Bereich hat diese zu Verlusten im hohen Millionen-, wenn nicht Milliardenbereich geführt. Vor allem Großunternehmen tauschen jetzt Berater nach 2,5 bis 3 Jahren aus, ohne Rücksicht auf den jeweiligen Projektstand. Erfahrungen sagen, dass der Austausch eines Mitarbeiters mit 50-100 TEUR zu veranschlagen ist. Das sind Verluste ohne Sinn und Verstand, die niemandem nützen. Erfahrungen, vor allem, was organisatorische Strukturen betrifft, sind ebenso schnell und unwiederbringlich verloren wie Vertrauen. In der iX war zu lesen, dass sich ca. 10% der IT-Freiberufler inzwischen Tätigkeiten im Ausland suchen. Was das angesichts der anstehenden Aufgaben bedeutet, kann man sich leicht ausmalen. Es ist mir völlig unerklärlich, warum keiner aus den Eliten dieses Problem auch nur in die Öffentlichkeit trägt. Es ist doch Aufgabe der Politik, Unsicherhieten zu beseitigen. (Nicht lachen!) Aber ich habe ohnehin den Eindruck, dass die (nachwachsenden?) Führungskräfte eher nicht auffallen als Entscheidungen treffen wollen. Zu meinem großen Entsetzen beschleicht mich immer öfter das Gefühl, das ist wie gegen Ende der DDR. Überall wo man hinkommt, wird im Vertrauen über die gleichen Probleme geklagt. Alle sind ratlos angesichts der Überzeugung, dass es so eigentlich nicht mehr lange weiter gehen kann. – Nur wer rettet uns diesmal?
25.10.2019, K.W.
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Das ist im übrigen in der öffentlichen Verwaltung nicht anders. Ich gehe jetzt nach fast 45 Jahren Dienstzeit in Pension. Und ich bin froh, dass es endlich vorbei ist. Die Bürokratie nimmt ständig zu. Mittlerweile ist es so, dass man für normale Sachbearbeitertätigkeit fast schon Juristen bräuchte. Das Bauamt, das ich in einer Gemeinde leite, hat mittlerweile mehr als doppelt so viele Mitarbeiter als vor 25 Jahren, obwohl die eigentlichen Arbeit an sich nicht mehr geworden ist. Es macht keinen Spaß mehr. Alle reden von Bürokratieabbau und machen genau das Gegenteil.
25.10.2019, G.M.
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Ein Report aus der realen Welt, Frau Heinisch. Sehr gut beschrieben und mit meinen Erfahrungen nahezu deckungsgleich. Als Berater und Mediator in der Bauwirtschaft erlebe ich Ähnliches fast täglich. Wissen Sie, was „Vogelglas“ ist? Wenn heutzutage ein Bürogebäude gebaut wird, das eine Glasfassade besitzt, dann muss, als Auflage der Baugenehmigungsbehörde, dieses Glas in großen Teilen verwendet werden. Es ist markiert und soll verhindern, daß Vögel gegen die Scheibe fliegen und dabei Schäden nehmen. Bei einer 4000 qm großen Glasfassade sind das Mehrkosten von mindestens 500000 Euro, also ca. 2% der gesamten Baukosten. Daß nebenan stehende Windräder ein Vielfaches an Vogelschaden verursachen, spielt dabei keine Rolle. Und so könnte ich viele Beispiele gleicher Art benennen. Das von Ihnen genannte „Bodenrisiko“ gehört ebenso dazu wie die völlig überzogenen Brandschutzauflagen, die unter anderem auch beim BER Kern des Problems sind. Die Leute, die das alles auf der Baustelle realisieren müssen. haben sowieso schon jeden Glauben an die fachliche Kompetenz des Gesetzgebers verloren, das erfahre ich immer wieder in meinen täglichen Baustellengesprächen. Insofern trifft der Herr Dr. Stelter den Nagel auf den Kopf: der Kollaps steht kurz bevor.
25.10.2019, F.K.,
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Sehr geehrte Frau Heinisch, es tut weh, Ihre Zeilen zu lesen. Leider sehe ich in meiner viel kleineren Firma genau die gleichen Dinge und Nöte. Deutschland ist außer Rand und Band und wir feiern uns auch noch als die Guten, die Moralischen, die Weltretter. Der gesunde Menschenverstand ist dabei leider auf der Strecke geblieben. MfG Nico Schmidt
25.10.2019, N.SCH
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Zeitgeistproblem
Wie sehr Sie nur recht haben. Das ist aber kein deutsches Problem, sondern ein Zeitgeistproblem. Wie in Platons Staat wird uns seit den 68‘ern eine Art Räterepublik auferlegt, die durch Kader aus den politischen Organisationen gestellt werden. Die müssen nie in der Produktion tätig gewesen sein und ihre besondere Eignung ist ideologischer Natur. Wählen kann man sie auch nicht immer (siehe Frau Von der Leien). Sie werden gesetzt (auch per Quote). Zu was das führt sind wieder nur Emanationen der selben Utopie, wie in Platons Höhlengleichnis, die aber durch die moderne Physik längst verabschiedet wurden. Doch je weiter sie von der Wirklichkeit weg sind, desto leichter lassen sich Sandschlösser bauen. Grüße aus Auckland, Max Mayer, Project Manager
25.10.2019, M.M.
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So ist es und noch viel schlimmer.
Interessant ist, dass die beschäftigten, vom höheren Angestellten bis zum Hilfsarbeiter, schon lange wissen und fuehlen, dass sie im selben Boot sitzen wie ihr boss. Der Feind ist der Staat, seine beamtenheere, die unnützen, die auf Kosten derer, die wertschoepfung betreiben, leben und, das sorgt fuer Verbitterung und sogar Hass, alles dafuer zu tun scheinen, die Betriebe zu ruinieren. Und damit auch die beschäftigten. Das ist die neue Klassengesellschaft. Die einen halten mit letzter Kraft den laden am laufen, kämpfen um ihren hart erarbeiteten Wohlstand, die andern wollen nur eines: vernichten. Und zu den anderen gehören die Gewerkschaften, Relikte aus einer gluecklich ueberwundenen Zeit, die allein im Eigeninteresse agieren. Ich warte auf den Moment, an dem die werktaetigen und die Unternehmen gemeinsam Front machen gegen ihre Feinde, den Staat, die Verbände, die NGOs und die Horde fauler Schmarotzer, die sich immer dreister bei ihnen bedienen.
25.10.2019, A.R.,
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Ich gebe alleine der AfD (m)einen Vertrauensvorschuss. Warum? Weil sie nicht zu den Verursachern dieser nun Jahre dauernden Fehlentwicklung gehört und weil sie als Einzige bereit zu sein scheint, die Probleme nicht nur zu benennen sondern auch anzugehen. Alle anderen, die diesem Land durch ihr aktives Handeln, aber auch passives Nichthandeln, fortgesetzt Schaden zufügen…na, ich bin mal freundlich: zur Hölle mit ihnen!
25.10.2019, CH.K.,
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Wie man es dreht und wendet – es läuft derzeit auf eine Deindustrialisierung Deutschlands hinaus.
Bei den KMU fängt es an, die Größeren werden sich noch etwas länger halten, aber dann auch verschwinden. Und so ganz ohne Produktion und Entwicklung werden wir dann sehen, dass Ideologie, Verwaltung und Beauftragte nichts erwirtschaften, von den anderen Kostgängern ganz zu schweigen. Die Folgen kann sich jeder, der noch etwas Verstand hat, ausmalen. Das Problem ist, dass der Punkt, an dem man da noch gegensteuern kann, wahrscheinlich schon lange verpasst ist. Mit anderen Worten: Es ist vorbei. Die Wähler, die das legitimiert haben, werden es erst merken, wenn auch sie auf der Straße sitzen, was bei manchen auch wortwörtlich zu nehmen sein wird.
25.10.2019, L.SCH.

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Nationale Industriestrategie 2030 von Altmeier – Niedergang des Mittelstands
Die „Nationale Industriestrategie 2030“, mit der Peter Altmaier der Wirtschaft den Weg in die Zukunft weisen will, ist nicht mehr und nicht weniger als das Hirngespinst eines Angestellten. Eines Beamten, der von Wertschöpfung so viel versteht wie der Hahn vom Eierlegen. Es ist nie das eigene, sondern stets das Vermögen anderer, über das er verfügt. Jeden persönlich engagierten Unternehmer muss das auf die Palme bringen, zumal die Kommunisten lange genug vorgemacht haben, was dabei herauskommt: der blanke Bankrott. Der Minister und der wirtschaftlich aktive Mittelstand leben in verschiedenen Welten. Sie können einander nur umschleichen wie die Katze den heißen Brei. Zu sagen haben sie sich nichts. Eher schon findet der Politiker einen Draht mit den Managern der Konzerne und Banken. Schließlich sind auch sie nur Angestellte auf Zeit, darauf angewiesen, vom oftmals überteuerten Verkauf ihrer Arbeitskraft zu leben. Dass sie dabei nach Kräften zulangen, ist ihnen so wenig vorzuwerfen wie Peter Altmaier. Der eine wie die anderen basteln an der Karriere, für die sich entlohnen lassen, mit Boni oder der Aussicht auf politische Anerkennung. Mehr darf man nicht erwarten.
Gemeinsam schwimmen sie im Strom der Top-Proletarier, indes der kapitalistisch wirtschaftende Eigentümer, solange er sich als solcher ernst nimmt, alles daran setzen muss, unabhängig zu bleiben. Weil er sich dessen noch bewusst war, hielt Ludwig Erhardt die Hand über die freien Unternehmer. Unterdessen aber will Peter Altmaier auf den planwirtschaftlichen Kurs einschwenken, hin zum alles durchdringenden Staat unseligen Angedenkens. Mit ihm wird der Mittelstand nie auf einen grünen Zweig kommen.
…. Alles vom 2.5.2019 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/altmaiers_strategie_fuer_den_niedergang
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Statement von wvib-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Münzer zur Wirtschaftspolitik von Peter Altmaier
“Wirtschaftsminister Altmaier hat die Bedeutung der Wachstumsmaschine industrieller Mittelstand noch nicht wirklich verstanden. Deutschlands Stärke sind nicht die wenigen Großunternehmen aus den Städten, sondern die vielen hidden champions im ländlichen Raum, die auf den Weltmärkten überaus erfolgreich sind. Gestärkte, exportorientierte Familienunternehmen passen besser zur Zukunft Deutschlands als Banken, Kohle und Stahl. Wenn wir als Land nach vorne gehen wollen, brauchen wir eine tipptopp Infrastruktur bei Straßen und Telekommunikation, wir brauchen Forschung und Bildung sowie ein attraktiveres Steuersystem. Wir brauchen mehr Ludwig Erhard und weniger Berliner Dirigismus. Wettbewerbsfähig wird man nur durch Wettbewerb.”
9.4.2019
https://www.wvib.de/presse/pressemeldungen-wvib/3965-statement-von-wvib-hauptgeschaeftsfuehrer-dr-christoph-muenzer-zur-wirtschaftspolitik-von-peter-altmaier

Wirtschaftsverband Industrielle Unternehmen in Baden
http://www.wvib.de

http://www.freiburg-schwarzwald.de/industrie#WVIB%20-%20Wirtschaftsverband%20Industrielle%20Unternehmen%20Baden

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