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Persepolis zwischen Shiraz und Yazd am 11.10.2014

Persepolis zwischen Shiraz und Yazd am 11.10.2014

 

 

Grabmale aus Indien sind höchst umstritten
Der Freiburger Benjamin Pütter überprüft, ob die Hersteller von Grabsteinen die internationalen Mindeststandards einhalten. Er will das Elend in den Steinbrüchen Indiens beenden. … Alles vom 30.4.2016 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/steine-des-anstosses-x2x
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Importierte Natursteine
Als Steinmetz unterstütze ich die Bestrebungen, den Import von Naturstein mit Beteiligung von Kinderarbeit zu verhindern. Heimische Steine rechnen sich wieder, wenn die fernöstlichen Abbaubedingungen den europäischen Standards angeglichen werden. Dabei fällt nebenbei auch die Ökobilanz zugunsten des regional produzierten Steines aus. Nur bitte nicht wie beim letzten Versuch, Herkunftsnachweise für Grabmale in das Genehmigungsverfahren einzubinden. Bei selbst produzierten Steinen sollte der Steinmetz während der Arbeit einzelne Prozessschritte fotografisch dokumentieren – ein erheblicher Mehraufwand. Bei importierten Fertigsteinen aus Indien oder China reicht hingegen die Beilage eines Zertifikats aus. Das Vorgehen seitens Verwaltung und Stadtrat sollte also genauestens durchdacht werden, um die örtlichen Betriebe im globalen Wettbewerb nicht noch weiter zu benachteiligen. Auch dürfen sich die Bemühungen nicht auf Grabsteine beschränken, welche nur einen Minderanteil der Einfuhrmenge darstellen. Man denke an viele Tonnen fernöstlicher Natursteinprodukte, die im Garten- Landschafts- und Straßenbau, nicht zuletzt auch von der öffentlichen Hand gekauft werden. Auch viele Häuslebauer haben diese Produkte in Form von Palisaden, Randsteinen, Pflastersteinen und Dekosteinen im Garten oder vor dem Haus. Deren Produktionsbedingungen sind äußerst fragwürdig. Aber man bekommt sie zu Spottpreisen. Zertifikate können vielleicht dabei helfen, menschenwürdigere Arbeitsbedingungen zu schaffen, ein Allheilmittel sind sie auch nicht. Letztlich bestimmen die Kunden den Markt.
18.5.2016, Bernd Kleiner, Kirchzarten

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