Online-Handel

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Blick nach Westen über Neuhof zum Breitnauerkopfsattel mit dem Wießler-Hof am 16.3.2013

 
Der Onlinehandel ist alles andere als grenzenlos
Sie wollten schon einmal bei einem ausländischen Online-Shop etwas bestellen, doch der Händler weigerte sich, nach Deutschland zu liefern? Oder im Urlaub mussten Sie für den Mietwagen mehr zahlen als Einheimische? Viele Verbraucher werden wegen ihres Wohnsitzes oder ihrer Nationalität noch immer benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Shopping ohne Grenzen?” des EVZ Deutschland. Insbesondere der Onlinehandel ist betroffen. So konnten viele Verbraucher auf ausländischen Internetseiten überhaupt keinen Vertrag abschließen. Oder sie wurden auf die deutschsprachige Website des Händlers umgeleitet, wo sie einen höheren Preis zahlen mussten. Unternehmen rechtfertigen das vor allem damit, dass sie bei Kunden aus dem Ausland nicht so einfach die Bonität prüfen können. Außerdem geben sie an, dass europaweite Lieferungen kostspielig sind beziehungsweise sie in jedem Land entsprechende Logistikpartner benötigen. Und gerade kleinere Unternehmen sind oft unsicher, wie die Gesetzeslage im EU-Ausland ist. Benachteiligungen können Verbraucher aber umgehen, indem sie zu technischen Hilfsmitteln greifen. So kann man zum Beispiel anonym surfen oder einen Proxy-Server nutzen, um nicht automatisch auf die deutschsprachige (und möglicherweise teurere) Seite umgeleitet zu werden. Auch kann man sich Pakete an einen Service-Dienstleister im EU-Ausland schicken lassen. Und: Beschweren Sie sich bei dem Unternehmen über eine Diskriminierung! Weitere Tipps, Musterbriefe und eine Zusammenfassung der Studie finden sich unter http://www.evz.de

Marc Guschal arbeitet beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Kehl. Das EVZ berät kostenlos – allerdings nur bei Streitigkeiten mit einem Händler im EU-Ausland, in Island oder Norwegen
 info@cec-zev.eu, Tel 07851/99148-0,  http://www.eu-verbraucher.de

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Einkaufen im Internet?

Hab’ ich wirklich was davon,
wenn ich jetzt bei Amazon
von zu Hause aus bequem,
ohne Wort zu irgendwem,
nur per Mausklick auf die Schnelle
meinen Warenkorb bestelle?

Statt ins Städtele zu laufen,
meine Dinge einzukaufen –
unter Menschen dort zu geh’n,
wo ich treffe die und den,
schwätzend auf dem Marktplatz steh’
oder gehe ins Café.

Ob ein Buch, ein Hemd, ein Klapptisch –
ich hab’s gerne greifbar, haptisch –
dass ich sinnlich voll erfasse,
was ich kaufe, was ich lasse,
es vergleiche und probiere,
meinen Einkauf optimiere –
und hab’ noch als Zugewinn
‘s Lächeln der Verkäuferin.

Smiley da im Internet
ist bei weitem nicht so nett –
und was online kommt ins Haus
sieht real oft anders aus.
Nein – ich tick seit je nun mal
analog – nicht digital!

19.12.2014, Higl

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