Altkleider

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Blick nach Süden über den Stohren ins Münstertal und zum Belchen am 16.3.2013

 

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(1) Kirchzarten 7.1.2014 – Kleiderspende

 

Die Masche mit den alten Kleidern
Über eine Million Tonnen Textilien schmeißen die Deutschen jedes Jahr weg. Das meiste landet allerdings nicht im Müll, sondern in der Altkleidersammlung. Immerhin 750 000 Tonnen jährlich. Kaum jemand weiß, was mit den Sachen wirklich passiert. Das Geschäft mit den entsorgten Kleidungsstücken ist undurchsichtig.
Die Masche mit den alten Kleidern, 19.3.2013, 18.30 Uhr, www.phoenix.de , www.planet-e.zdf.de

Textilkonsum in unserer Wegwerfgesellschaft – einige Zahlen

Neutextilien: Insgesamt wird in Deutschland jährlich Kleidung im Wert von über 50 Mrd Euro gekauft.
25 kg Neutextilien kauft jeder Deutsche pro Jahr.
7 kg Neutextilien werden weltweit pro Jahr und Kopf gekauft.

Altkleider-Markt: 70 % der Weltbevölkerung kaufen Secondhandkleidung.

Über 1.6 Milliarden Kleidungsstücke werden in Deutschland jährlich ausrangiert, nur 2% davon gelangen direkt in Secondhand-Shops, Kleiderkammern bzw. auf Flohmärkten.

Über 1 Mio t Textilien werden weggeworfen. 250 t landen direkt im Müll bzw. Abfalleimer. 750 t Altkleider werden alljährlich der Altkleidersammlung zugeführt, das entspricht einer Lkw-Karawane von München bis Kiel.

43 % der in Deutschland sortierten Kleider sind noch als solche brauchbar, 37% lassen sich nur noch an spezialisierte Unternehmen verkaufen. Zwei Drittel der in Deutschland gesammelten Textilien werden im Ausland sortiert.

Die veralteten Textitien werden so verwendet: 10% Müll, 40$ Recycling und 50% als “noch tragbar” verwertet, also  weiterverkauft.

Textilverwertung: Weiterverkauf großenteils in osteuropäische Länder. Preis ca 50 Euro/Tonne. Einer der großen Textilverwerter ist Roland Lindner in Bremen, Firma Textrade.

Textilrecycling: Allmonatlich gelangen ca 1000 t Altkleider zum Textilrecycler Thomas Lechtermann. Sortierung gemäß Baumwolleanteil. Der hohe Anteil an Kunstfasern ist wertmindernd. Firma Gifa-Automotive.

Den Wahnsinn von “Kaufen, wegwerfen und recyclen” möchte Christina Schelhorn von Redesign Hamburg aufbrechen, indem sie Secondhand-Kleidung aus alten, weggeworfenen Textilien neu herstellt. Aus gebrauchten Textilien fertigt sie langlebige Produkte, die als Unikate ihren Preis haben. “Tüllgardine zum extravaganten Top”.

Fairwertung.de koordiniert kirchlich gesammelt Kleider. zwei Forderungen von Andreas Voget:
1. Caritative Verbände müssen endlich offenkommunizieren, dass ein Großteil der gespendeten Kleider und Textilien nicht bei armen Leuten irgendwo auf der Welt landen, sondern dass die Spende zur neuen Ware wird.
2. Gegen Müll, Kurzlebigkeit und Werwerfkultur. Für Redesign und Langlebigkeit.

FairWertung – Verwerten von gebrauchter Kleidung, Dachverband in Essen

Viele gemeinnützige und kirchliche Organisationen führen seit langem Kleidersammlungen durch. Sie nutzen einen Teil der Kleidung für ihre eigene Sozialarbeit. Die Überschüsse verkaufen sie an gewerbliche Textilverwerter, um so ihre Arbeit zu finanzieren. Lange Zeit wusste aber kaum ein Sammler, was mit der Kleidung nach dem Verkauf geschah. Anfang der 1990er Jahre erschien erstmals eine Studie über den Altkleidermarkt. Sie analysierte den Weg der Gebrauchtkleidung und warf viele Fragen zu den weltweiten Auswirkungen von Kleiderexporten auf. Genau diesen Fragen stellt sich der Dachverband FairWertung. Seit 1994 engagiert sich das bundesweite Netzwerk aus gemeinnützigen und kirchennahen Organisationen für mehr Transparenz und Verantwortlichkeit beim Sammeln und Verwerten von gebrauchter Kleidung

Dachverband FairWertung e. V.
Hoffnungstraße 22, 45127 Essen, Tel 0201/621067
www.fairwertung.de

 

Redesign Hamburg – Recyclingmode

Ein T-Shirt verbraucht 2000 Liter Süsswasser und das in Ländern, in denen Menschen an Wassermangel leiden. Täglich werden in den Industrieländern 70 Tonnen Textilien weggeworfen. Die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche sind menschenunwürdig und das auf Ausbeutung basierende Produktionsprinzip sorgt für niedrige Preise und zieht unendliche Umweltprobleme mit sich.Wir produzieren ausschließlich in Deutschland. Wir verwenden Altkleider, Stoffrestposten, Tischdecken und andere gebrauchte oder überscrschüssige Materialien.
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Aus Textilmüll und Reststoffen Neues zu schaffen ist keine kreative Herausforderung, sondern ein Luxus, den man sich nur in Industrieländern erlauben kann. Wir sind nicht “Weltverbesserer”, sondern wir nutzen eine Ressource, die mit Hilfe der wachsenden Community von LOHAS eine Wandlung vom “Trash to Want” durchläuft. Und somit ist redesign eine Philosophie: Um Neues zu schaffen kann ich auch auf Altes zurückgreifen.

redesign Ateliergemeinschaft S21
Christina Schelhorn , Billwerder Deich 94/96 , 20539 Hamburg , Tel 01573 8720469
info@redesign-hamburg.de , www.redesign-hamburg.de

Textrade – Textilverwertung in BremerhavenRoland Lindner, TEXTRADE Textilverwertung- und Handels-Beteiligungs-GmbH
Coloradostraße 30 – 27580 Bremerhaven, Tel 0471/8939048
http://textrade.biz/new/

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