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Gesichtsmasken zur Coronakrise - selbstgemacht im April 2020

Gesichtsmasken zur Coronakrise – selbstgemacht im April 2020

Corona – in der Regio
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Kommentare zu Corona vom 27.5.2020

Corona-Tests und -Lockdown als Werkzeuge zur Gängelung der Bürger
Sehr geehrter Herr Schweizer,
vielen Dank, dass Sie meinen Leserbrief veröffentlicht haben. Ich wollte dazu beitragen, dass meine Mitbürger weniger Angst vor dem Befall mit dem harmlosen Virus haben und sich gegen die Zwangsmaßnahmen engagieren. Die Tatsache, dass im grünen Milieu des Dreisamtals der Proteststurm weitgehend ausgeblieben ist, ermutigt mich, weitere Überlegungen zur offiziellen Erstellung von Zahlen und deren unkritische Aufnahme in der Bevölkerung zu äußern.
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Rund 7,3 Millionen Bundesbürger spielen laut einer Umfrage des IfD Allensbach regelmäßig Lotto oder Toto, weit über 21 Millionen spielen immerhin gelegentlich. Am beliebtesten ist dabei die Spielform Lotto “6 aus 49″ am Samstag, 26 Prozent der Deutschen spielten diese Variante im Jahr 2018 am liebsten. Diese Zahlen beweisen, dass sehr viele Leute sich um Wahrscheinlichkeiten keine Gedanken machen, denn die Wahrscheinlichkeit, in dieser Art von Lotto sechs Richtige zu tippen und damit in der Gewinnklasse 2 zu gewinnen, liegt bei rund 1:139.838.160. Die Wahrscheinlichkeit, in der Lottowoche ermordet zu werden, ist 1:17.404.081. Sie ist 8-mal höher als die eines Lottogewinns.
Es gibt also sehr viele Deutsche, die nichts von Zahlen verstehen oder verstehen wollen. Nach meinem Empfinden werden diese bei den Medien bevorzugt angestellt. Eingedenk dieser Tatsache hantieren die Verantwortlichen bedenkenlos mit unrealistischen Zahlen.
Das zurzeit eklatanteste Beispiel ist die Übereinkunft, dass strengere Maßnahmen in Kraft treten, wenn es irgendwo in einer Woche mehr als 50 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gibt. Zum Teil gibt es unter gewissen Epidemiologen sogar Zweifel, ob die Schwelle von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen niedrig genug angesetzt ist. 50 Fälle pro 100 000 Einwohnerergibt eine Prävalenz der Krankheit von 0,05%. Aus Island haben wir die Information, dass 0,77% einer Stichprobe, die 3,6% der Bevölkerung (13.080 Personen) umfasst, positiv getestet wurden. Davon hatten 43% keine Symptome. (Gudbjartsson DF: N Engl J Med. 14.04.2020.) In Gangelt (Kreis Heinsberg) lag der Prozentsatz bei zufällig ausgewählten Personen bei 3,08%. Das bedeutet, dass dort 3080 Personen auf 100.000 Einwohner “infiziert” sind. Da hier die Zahl 50 “Infizierte” auf 100.000 Einwohner um das 60-fache überschritten wird, müssten im Kreis Heinsberg (254.322 Einwohner) alle bisher erreichten Erleichterungen dringend rückgängig gemacht werden. In der Kalenderwoche 20 waren in Deutschland 1,7% der 425.842 Getesteten positiv (RKI). Da die Getesteten nicht zufällig, sondern gezielt ausgewählt wurden, dürfte in Deutschland die Test-Positiv-Rate ähnlich der in Island sein. Dies bedeutet 770 “Infi zierte” auf 100.000. Das sind immer noch 15-mal mehr als zurzeit in Deutschland erlaubt sind. Man muss also nur 1/15 (7000) zufällig ausgewählte Personen testen, um auf über 50 “Infi zierte” pro 100.000 zu kommen.
Wenn der Test 40% Symptomlose als “infiziert” klassifiziert, muss man nur 18.000 Personen testen, um bei Abwesenheit des Virus die Schwelle zu überschreiten. Damit ist nicht abzusehen, wie lange dieses Werkzeug zur Gängelung der Bürger noch angewandt werden wird. Es ist mir schleierhaft, wie man es wagen kann, mit solch unplausiblen Zahlenspielen die Bevölkerung einzuschüchtern. Aber 80% der Bevölkerung stimmen kritiklos der Fortsetzung der Maßnahmen zu. Dabei gibt es kaum Unterschiede in der politischen Ausrichtung (Badische Zeitung vom 20.05.2020). 80% sind deutlich mehr als die Lottospieler.
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Mittlerweile gibt es über 14 000 wissenschaftliche Veröffentlichungen über COVID-19. Wenn man unkritisch von Zeitungen gemeldete Zahlen akzeptiert und sich nicht auch anderweitig informiert, weiß man nicht, dass der Test fragliche Ergebnisse liefert, die als Grundlage für weitreichende Entscheidungen dienen, und dass es nicht stimmt, dass das Virus sehr gefährlich ist. Fehlerhafte Informationen führen zur Gewissheit, dass die Tatsache, dass das recht harmlose Virus die Krankenhäuser weitgehend verschont hat, den Maßnahmen der Regierung zuzuschreiben ist, die erst 3 Wochen nachdem die Ansteckungsgeschwindigkeit bereits zurückgegangen war, implementiert wurden (am 23.03.2020). Diese Information widerspricht der Regierung, und ist deshalb eine Verschwörungstheorie.
27.5.2020, Heinrich Wieland, http://www.dreisamtaeler.de
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Prof. Dr.med. Heinrich Wieland, Freiburg
Facharzt für Laboratoriumsmedizin, ehemaliger Ärztlicher Direktor
der Abteilung Klinische Chemie der Medizinischen Klinik Leiter des Zentrallabors

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Lockdown auch fürs Klima?
Was alles möglich ist . . . Seit zwei Monaten staune ich über die Diskussionen und Entscheidungen in Politik und Wirtschaft bezüglich der Corona-Pandemie und verfolge mit großem Interesse die unterschiedlichen Stellungnahmen im Dreisamtäler.
Seit dem Erlass der ersten Corona-Verordnung stelle ich mir fast täglich die gleiche Frage: Wie sind diese massiven Einschnitte in unser Privat- und Wirtschaftsleben durch diese Pandemie mit einer umstritten hohen Sterblichkeitsrate so konsequent möglich, während wir seit Jahrzehnten nicht gegen die Erderwärmung ankommen?
Auch hier wäre ein Lock-Down angebracht, schließlich wird der Klimawandel in wenigen Jahrzehnten viel mehr Todesopfer und Flüchtlingskrisen hervorbringen – warum schaff en wir es bei diesem Thema nicht, im weltweiten Schulterschluss wirtschaftliche und persönliche Opfer zu bringen? Sind unsere Kinder und Enkel nicht mindestens so viel Wert wie unsere Eltern?
27.5.2020, Dorothea Mayer, Jungbauernhof, Kirchzarten
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Hat überhaupt jemand ein Gehör für Kinder?
Ja, es sind stürmische Zeiten, der Wind bläst ins Gesicht, mal Hü, mal Hott, mal pro mal kontra, mal dafür, mal dagegen, kunterbunt wie unsere Gesellschaft nun mal ist. Ich will jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Erschüttert und traurig stelle ich fest: In keinem Vortrag, Vorschlag, so groß oder klein er war, ist von den Kindern, von Schule oder Kita die Rede.
Selbstgefällig und selbstherrlich stellt sich jeder auf seine Weise dar, wohlgemerkt: Erwachsene. Was ist mit unseren Kindern/ Enkeln, haben die keine “Grundrechte”? Haben sie kein Recht auf Bildung? Gehören sie nicht in das “Corona-Konzept”, muss erst wieder eine durchgeknallte Statistik herhalten. Etwa so eine: “Ach ja, da geht schon noch ein
paar Wochen Quasi-Quarantäne!”
Der Druck, der Frust, egal ob bei Kindern oder Eltern, wird stärker, vom seelischen Schaden der Kinder ganz zu schweigen. Es sind ja “nur” Kinder. Aber Kinder sind doch unsere Zukunft, Kinder bezahlen noch in zehn Jahren am Corona-Schaden (finanziell und seelisch). Wo bleibt die Bildungsministerin? Wo die
Politik? Hat überhaupt jemand ein Gehör für Kinder? Hallo, lasst die Kinder nicht im Stich, halbiert sie nicht, traut ihnen etwas zu und seid keine schlechten Vorbilder. Vielen Dank, mit viel Wind, der die Sache klärt.
27.5.2020, M.Kälble, St. Peter, Dreisamtäler
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Medial geschürte Todesängste öffnen der menschlichen Akzeptanz
Wenn wir Infos aus unterschiedlichen Quellen analysieren, und uns dann unseres eigenen Verstandes bedienen, verstärkt sich der Verdacht, dass die Covid-19-Pandemie instrumentalisiert wird. Nach akribischer Nachforschung kam ich zu dieser ganz persönlichen Meinung. Ein globales Zusammenspiel von Macht und Geld könnte den schon lange gehegten Traum vom komplett gläsernen Bürger wahr werden lassen. Mithilfe von Smartphones (TrackingApp!) und der zurzeit diskutierten Impfpflicht.
Das Weltwirtschaftsforum in Davos und die „4. Industrielle Revolution“ haben die Möglichkeiten klar aufgezeigt. Medial geschürte Todesängste öffnen der menschlichen Akzeptanz, dabei mitzumachen, Tür und Tor. Was früher nur in der Vorstellung oder in Science FictionFilmen existierte, ist durch die heute verfügbare moderne Technologie konkret (und problemlos) umsetzbar geworden. Der aktuelle Zwang zum digitalen Umgang (Home Office, Schulunterricht übers Internet etc.) ist die Vorstufe einer neuen Epoche in der Entwicklung der Menschheit, hin zur lange geplanten „Technokratischen Ära“, in der 5G die Schlüsseltechnologie ist für die Totalüberwachung in Echtzeit. Wir sind selbst zum Virus geworden.
Statt mit dem virenbehafteten Bargeld soll digital bezahlt werden. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Freiheitsberaubung und Kontrollverlust. Abstandhalten, Maskentragen, Schließung von Begegnungsstätten wie Restaurants, Sportstadien, Veranstaltungsräumen, Kirchen etc. soll uns von unserem natürlichen Bedürfnis nach Nähe, zwischenmenschlicher Kommunikation (die auch über Mimik, Lachen, Tanzen, Singen, Umarmungen erfolgt) entfernen. Ich habe mit diesen Zeilen nur einige Aspekte einer umfassenden Thematik herausgegriff en. Wehren wir uns, wenn wir nicht unsere Menschlichkeit und unsere Seele verlieren wollen.
27.5.2020, Dr. T. Sauter, Dreisamtäler
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…. mit Selbstverantwortung ginge es besser
Ich finde die aktuelle Diskussion zur Corona Krise, kritische Beiträge, Leserbriefe als auch Anzeigen , sehr gut. Niemand soll und darf sich hier wegen seiner demokratisch verbrieften Rechte rechtfertigen müssen. Argumentative Auseinandersetzung, ja, aber keine Beleidigungen, Schmähungen, Drohungen bitte! Wir leben in einem hoff entlich sich nie mehr wiederholendem Ausnahmefall! Für die Entscheider ist es natürlich nicht einfach, Regeln und Gesetze zu erlassen, insbesondere wenn man mit dem Spruch konfrontiert wird „willst Du dafür verantwortlich sein?“ Aber wo beginnt die Verantwortung und wo endet sie?
Müssen uns sehr viele Freiheitsrechte genommen werden oder ginge manches mit Selbstverantwortung nicht besser? Ich mache mir – obwohl ich selbst via Alter zur Risikogruppe zähle, zumindest wenn ich ein Lehrer wäre – weitaus weniger Gedanken um meine Gesundheit, sondern viel mehr darum, wer soll diese gewaltige Schulden, die sich durch allerlei staatliche Wohltaten auftürmen werden, jemals wieder zurückzahlen?
Ja, und hier versagen die parlamentarische Opposition und auch die so genannten Leitmedien ! Kaum ein Politiker, kaum ein Sender traut sich diese Frage öffentlich zu stellen und wenn sie es tun würden, wäre ein Shitstorm gewiss. Niemand fragt nach wirklicher Bedürftigkeit, fast jeder und jede wird bedient. Nehmt reichlich, die Not ist groß und fragt nicht wer es bezahlt! Nein, das kann nicht der richtige Weg sein. Wir müssen – auch und insbesondere innerhalb der EU – schauen, wo wirklich Bedürftigkeit und Not entsteht und eben nicht jeden und alles fi nanzieren bzw. unterstützen.
27.5.2020 Nicolai Wiedmann, Balingen, Dreisamtäler
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AntoCorona-Maßnahmen wurden durch kein Parlament genehmigt
Es dürfte jedem klar sein, dass die Milliaren oder gar Billionen, die von der Regierung jetzt zur Milderung der durch ihre – von keinem Parlament geschweige denn einem Plebiszit genehmigten – AntiCorona-Maßnahmen verursachten Schäden ausgegeben werden, von den Steuerzahlern zurückgezahlt werden müssen (es ist von der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik die Rede – BZ 15.5.20 u.a.). Dass auch international renommierte Wissenschaftler, wie die emeritierten und daher keinem Druck bezüglich Mittelbeschaffung und Karriere mehr ausgesetzten Prof. Dr. Karin Mölling und Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, die die Maßnahmen der Regierung und deren von der Mainstream-Presse fortlaufend in die Köpfe gehämmerten Rechtfertigung scharf kritisieren, wird von der Regierung ignoriert. Stattdessen wird die Zahl der Corona-Todesfälle dem Rechtfertigungsbedürfnis angepasst, indem man “mit Corona” infizierte aber an anderen Ursachen Verstorbene zu denen “an Corona” Verstorbene hinzuzählt.
So wird die Krankheit bedrohlicher, die Hysterie, die das Denken verhindert, weiter geschürt. Wenn man desweiteren von der zwar sehr groben und ursprünglich wohl nicht für die Öffentlichkeit bestimmten – Geheimniskrämerei passt zur Missachtung demokratischer Gepflogenheiten – Schätzung des Innenministeriums liest, die zukünftig mit bis zu 125.000 durch die Maßnahmen – also ein Vielfaches der durch den Virus – verursachten Toten rechnet (u.a. durch die mit der Vernichtung von Existenzen verbundenen wirtschaftlichen Schäden oder dadurch, dass wichtige medizinische Eingriff e verschoben werden, da ja in Kliniken für die erwarteten CoronaPatienten Kapazitäten vorgehalten werden müssen und deshalb, wie man hört, sogar Betten leerstehen!), kann nur derjenige die über unsere Köpfe hinweg erlassenen Maßnahmen der Regierung gutheißen, der sich anpassen und seine demokratischen Rechte nicht verteidigen will.

Mit der wichtigste Artikel unseres Grundgesetztes ist doch Art. 1,1 “Die Würde des Menschen ist unantastbar” – Diesen Artikel unseres GG hat Herr Dr. Krimmel in seinem umfangreichen Offenen Brief (Dreisamtäler 13. 5. 20) offensichtlich übersehen und setzt daher in seiner Wertung die (persönliche) Freiheit an letzte Stelle! – Zur Würde, zur Möglichkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen, gehört doch, dass über Dinge, die alle betreffen, auch gemeinsam entschieden wird. Das ist doch das Wesen einer Demokratie.
Voraussetzung dazu ist der offene Zugang zu Informationen und der gegenseitige Austausch, die in der Vergangenheit um so mehr eingeschränkt wurden, je undemokratischer die Verhältnisse waren (am Übelsten: Mittelalter und Faschismus). Man sollte sich daher an das Wort von Thomas Jefferson (3. Präsident der USA 1801-9) halten: “Lieber eine gefahrvolle Freiheit als eine friedliche Sklaverei”, ein Motto wie man es bei Demonstrationen in den USA gegen die dortigen AntiCorona-Maßnahmen gesehen hat. <
27.5.2020, Dr. Günter Reimann, Freiburg, Dreisamtäler
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Regierungsmeinung und Medien gegen Internet
Liebe Mitmenschen, ich möchte gerne ein paar Zeilen an euch alle schreiben. Wisst ihr, ich
beobachte mit wachsender Besorgnis, was um mich herum geschieht. Ich höre meinen Mitmenschen zu und nehme auch bei vielen, Jung und Alt, etwas wahr, was mich nachdenklich macht: Viele sind sehr verängstigt, weil sie sich Sorgen vor einer Ansteckung machen. Sie gehören zu einer Risikogruppe, sind krank oder haben jemanden in der Familie, der gefährdet ist. Sie fühlen sich bedroht und begrüßen die Regierungsmaßnahmen. Jede
Lockerung verstärkt ihre Angst. Sie erhoff en einen baldigen Impfstoff , der ihnen Sicherheit geben könnte. Dann gibt es auch andere, deren Lebensfreude verloren gegangen ist. Familie, Freunde fehlen, gewohnte Beschäftigungen fallen weg. Auch unter ihnen gehören manche zu den Risikogruppen, aber die Vereinsamung ist für sie eine größere Last als die Aussicht, sterben zu können.
Sie wissen, dass ihre Zeit begrenzt ist und möchten sie umso intensiver nutzen. Dann gibt es Mitmenschen, die den Virus auch ernst nehmen, aber sie machen sich noch ganz andere sorgenvolle Gedanken: Kann ich meinen Arbeitsplatz behalten? Wovon soll ich meine Miete bezahlen, wenn die Kurzarbeit so weitergeht? Muss ich mein Geschäft schließen und Insolvenz anmelden? Wann kann ich meine Kinder endlich wieder in die Kita, Schule schicken? Kann ich meinen Schulabschluss überhaupt schaffen? Und so weiter. Berechtigte Sorgen, dass muss jeder einsehen. Diese Mitmenschen wünschen sich eine schnellere Lockerung der Maßnahmen, damit noch gerettet werden kann, was zu retten ist. Viele Menschen wollen deshalb wissen, wo wir stehen. Informationen bietet das Fernsehen, die Tageszeitungen oder das Internet. Die Informationen sind dort unterschiedlich.
Fernsehen und Tageszeitungen wiederholen und vertiefen die Regierungsmeinung, im Internet sprechen Wissenschaftler, Journalisten, Ärzte und viele andere kritische Worte. Auch sie haben sich informiert und wollen Licht in das Dunkel der Zahlen bringen. Auf beiden Seiten hat man also Experten, die gegeneinander reden, statt miteinander. Und leider wird jede Kritik in den Medien gleich abgestempelt als rechts, Verschwörungstheorie oder was auch immer. Das erweckt bei manchen Mitmenschen ein ungutes Gefühl. Sie sehnen sich nach Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Sie fühlen sich in ihren Anliegen von der Politik nicht ernst genommen, ja sogar überhört und falsch dargestellt. Viele möchten auch weiterhin frei entscheiden, ob und wann sie und ihre Kinder gegen was geimpft werden. Sie machen sich kundig und haben meist sehr viel Wissen über dieses Thema. Oder sie sind selbst betroffen, weil sie Kinder mit Impfschäden haben oder selbst daran leiden. Nun, die Medien sollen schreiben, was sie wollen oder müssen.
Aber jetzt komme ich endlich zu meinem Anliegen an euch alle, liebe Mitmenschen: Viele Gefühle streiten im Moment gegeneinander: Angst und Sorge, Wut und Verzweiflung, Abneigung und Ablehnung. Ich bitte euch, lasst nicht zu, dass eure eigenen Gefühle euch in eurer Einstellung zu einander so sehr beeinflussen, dass wir ein Gegeneinander haben. Ich sehe, wie diese unterschiedlichen Haltungen Menschen voneinander trennen, bis in Freundschaften und Familien hinein. Jeder hat seine Meinung, das soll auch so sein. Aber bitte, hört einander wieder zu. Fragt doch, was den anderen bewegt und woher er sein Wissen hat.
Schaut oder hört es euch dann auch an, ohne Ablehnung. Fragt euch selbst, ob denn da was dran sein könnte. Springt über den Schatten eurer Kritik, Sorgen und Ängste! Wir brauchen einander doch so sehr! Haltet zusammen – dieser Corona-Slogan, ist draußen nicht mehr zu spüren. In den Geschäften herrschen strenge Kontrollen und jeder, der irgendwo seine Maske nicht aufsetzt oder den Abstand nicht einhält, wird böse angeschaut und streng zur Einhaltung der Regeln aufgefordert – oft in einem harrschen Ton!
Das macht mich traurig. Denn die Mehrheit hält sich an alles, und ab und an kann einem eine Unachtsamkeit unterlaufen. Das geht doch jedem so. Mit Freundlichkeit und einem Lächeln ginge vieles leichter. Nur dass jeder Mitmensch als „gefährliche Virenschleuder“ angesehen wird und nicht mehr als ganz normaler, meist netter Mitmensch, das ist besorgniserregend. Dabei ist die Ansteckungsgefahr doch deutlich niedriger als noch im März! Wir dürfen nicht zulassen, dass uns dieses Virus entzweit!
Unsere Gesellschaft leidet am Corona-Syndrom. Nicht an der
Krankheit, sondern an einer unschönen, spaltenden, oft schon feindlichen Art und Weise, wie wir einander sehen. Das ist die neue Normalität, aber das darf es nicht sein! Wir brauchen einander, gerade in der kommenden Zeit, in der es große, vor allem auch wirtschaftliche Herausforderungen geben wird. Die Welt nach Corona ist eine andere. Bauen wir jetzt schon daran, dass sie eine heilere sein wird, nicht voller Misstrauen, Zwietracht und Feindseligkeit erfüllt, sondern mit Zuhören, Verstehen und Aufeinander Zugehen. Wir Menschen können nur zusammen überleben. Helfen wir uns gegenseitig, diese Welt wieder mit Lebensfreude, Freundlichkeit und Lachen zu erfüllen. Das macht uns
stark und auch gesünder!
27.5.2020 , Tonia Kimmig, Freiburg

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Kommentare zu Corona vom 20.5.2020

Betr.: Leserbrief von Prof. Dr. H. Wieland im Dreisamtäler vom 13.5.
Lieber Herr Prof. Wieland, herzlichen Dank für den ausgezeichneten Beitrag zur Corona-Diskussion, der in hervorragender Weise zur Entmystifizierung der Zahlen und Begriffe und damit zur Versachlichung der Diskussion führen könnte – wenn die Menschen ihn denn auch lesen, sich überzeugen lassen und weiterreichen würden! Ich wünsche mir, dass Sie diesen
Text auch in großen Tageszeitungen („Mainstream“) veröffentlicht bekommen, denn das Hauptproblem ist ja, dass dort (noch) niemand die Zahlen erklärt und relativiert, v.a. die Reproduktionszahl, auf die zig-Millionen Medienkonsumenten täglich gebannt starren:
moderne Magie und gewaltiges Manipulationsinstrument!
Auch der schwammige Begriff „Neuinfektion“ (Erkrankung an Covid19 oder „positives“ Testergebnis?), der NIE in Zusammenhang mit der schwankenden Anzahl durchgeführter Tests gebracht wird, sowie die Aussagefähigkeit der Tests wurden endlich klar und deutlich von einem Insider dargelegt. Wer es noch nicht gelesen hat, möge nochmal den Dreisamtäler auf S. 16 aufschlagen! Hier wird Einwänden, auch der Leserschaft, auf gut verständliche Weise der Boden entzogen. Zwei Ergänzungen:
1. Zur Aussagefähigkeit der Tests: Der Staatspräsident von Tansania war so frei und ließ Proben von u.a. Ziegen und Papayas mit menschlichen Namen versehen und testen: https://www.heute.at/s/papayawurde-auf-corona-getestet-ergebnis-positiv-52786149…2.
Zum weltweiten Rückgang der Epidemie schreiben Sie: „… ist sehr wahrscheinlich unabhängig von in diesen Ländern getroffenen Maßnahmen.“ Bestes Beispiel (eigentlich ein Beweis!) ist hier ja Schweden, was auf den Shutdown verzichtet hat und auch genau denselben kurzen Peak an Todesfällen zeigt wie die anderen Länder: https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps. Diese Beobachtung ist sehr wichtig, wenn jetzt überall tönt, dass wir so glimpflich davongekommen sind WEGEN der
rigiden Maßnahmen! Danke, Herr Wieland; danke, Herr Schweizer, für dieses Forum!
20.5.2020, Sabine Miehe, Dreisamtäler
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Hallo Herr Schweizer,
Sie sind mit dem Dreisamtäler ein ausgesprochener Licht-Blick für mich in der mir bekannten Medienlandschaft – das gallische Dorf fiel mir heut früh dazu ein, ich sehe gerade, jemand hat es in den letzten Leserbriefen bereits erwähnt! Und ich stöhne in diesen Tagen immer wieder: “Wenn sich die Menschen nur umfassend informieren würden, ehe sie reden und schreiben!” Frau Voßler habe ich schon persönlich meinen Dank für ihren Mut ausgedrückt, und Ihnen gegenüber möchte ich es hier schriftlich tun: Was für eine Erleichterung, dass es Sie gibt mit Ihrem Mut und Ihrer Energie, natürlich auch Ihrem Humor! Es lebe der Dreisamtäler!
20.5.2020, Marianne Kürschner, Stegen, Dreisamtäler
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Zur Anzeige von Dr. Krimmel am 14.5.2020
@Dr.Krimmel: An diesen Ihren Sätzen werden Sie als Arzt sich messen lassen müssen:
“Genauso natürlich ist der Wert (R) innerhalb weniger Tage aufgrund der angekündigten Lockerungen und der nicht zu übersehenden Unvernunft mancher weniger Bürger bereits heute von 0,8 auf über 1,1 gestiegen. Damit kommt die Pandemie-Infektion wieder “ins Rollen […] Ich gehe davon aus, dass die Bevölkerung und Leute wie Sie erst dann verstehen werden, wenn die Pandemie zum zweiten Mal explodiert…”

20.5.2020, Moritz Hummel, Dreisamtäler
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Zu “Offener Brief – Warum lassen wir uns das gefallen” von Sandra Voßler
Welch bewundernswerter Mut einer einzelnen Person sich zu unserem eingeschränkten und vor allem existenzbedrohten Leben so ehrlich und klar zu äußern. Warum haben nicht auch jene diesen Mut, das fragt sie sich zurecht, die jetzt erleben müssen, wie ihre hart erarbeitete Existenz nach und nach vernichtet wird, zumal das RKI schon jetzt eine mögliche
zweite Welle verlautbaren lässt? Wenn man sich ein Gespür für die Wahrheit erhalten hat, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Super-Gefährlichkeit dieses Grippevirus nur in den Köpfen regierungstreuer Wissenschaftler existiert.
Jeder, der lesen kann und im Internet sucht, wird unabhängige Einschätzungen nommierter Wissenschaftler finden, wie auch die von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, einem anerkannten Infektionsepidemiologen. Man kann sich nur wünschen, dass die Stimme der Vernunft nicht
überhört wird. Sich zu informieren und in Gesprächen auszutauschen hilft die reglementierte Isolation zu durchbrechen. Das muss jeder nur wollen, wenn er nicht bereitwillig seine Existenz und seine Grundrechte aufgeben will, auch wenn Bespitzelung und Denunziation beängstigend sein können. Ich hoffe, dass dieser mutige und
aussagekräftige Offene Brief auch denen zu denken gibt, die sich mit den Hintergründen dieser restriktiven Politik bisher nicht beschäftigt haben. Es lohnt sich, und sich zu wehren allemal. Dank an die mutige Verfasserin des Offenen Briefes.
20.5.2020, Gisela Ruthmann, Hofsgrund, Dreisamtäler

(Selbst-)Heroisierung
Die (Selbst-)Heroisierung 1) des Dreisamtälers durch seinen Herausgeber und einige Leser nervt. In Deutschland gibt es keine Zensur 2), jeder darf veröffentlichen, was er will. Meines Wissens haben Herr Schweizer als Herausgeber und der Dreisamtäler trotz der Veröffentlichung teilweiser abstruser Thesen 3) keinerlei Druck von irgendwelchen Seiten hinnehmen müssen und die Zeitung erscheint unverändert weiter.
Anders als behauptet wurden „alternativen Experten“ wie Sucharit Bhakdi 4), Wolfgang Wodarg 5) mit ihren Behauptungen und Thesen in Zeitungen und Zeitschriften im
Fernsehen und im Radio genannt und diskutiert. Allerdings machen seriöse Medien einen Faktencheck und prüfen wissenschaftliche Aussagen auf Plausibilität. Deshalb wird
beispielsweise kein seriöses Medienunternehmen die Behauptung veröffentlichen, die Erde wäre eine Scheibe um die die Sonne kreist, selbst wenn dies ein emeritierter Professor der Geologie behaupten würde. Wenn Unsicherheiten und unterschiedliche Thesen und Theorien bei naturwissenschaftlichen Ereignissen bestehen, wie beim SARSCoV-2 Virus, werden immer auch andere Meinungen veröffentlicht, aber eben auch wissenschaftlich
bewertet. Und deren Vertreter müssen damit leben, dass ihre Aussagen „zerlegt“ werden, wenn sie den vorhandenen Erkenntnissen widersprechen. Jeder, der über den Tellerrand
des kleinen Dreisamtals hinausschaut, wird sofort sehen, dass COVID-19 keine harmlose Erkrankung ist. Ich habe Bekannte und Geschäftspartner in Mulhouse, Bergamo, Madrid und New York. Was die über erlebte Krankheitsverläufe erzählen erzeugt Gänsehaut. „Die Grippe 2017/2018 war aber doch schlimmer!“ 6) Die Grippe des angesprochenen Winters traf auf eine Bevölkerung mit geringem Immunitätslevel, da die Schutzimpfung gegen diese Virusmutation teilweise nicht wirkte. Gerade diese Grippewelle zeigt, wie gefährlich es ist, wenn ein Virus auf eine ungeschützte Bevölkerung trifft. Sie ist der Beweis dafür, dass
Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten notwendig waren und sind.
„Aber war es notwendig, solche massiven Einschränkungen durchzuführen? Schweden hat
das doch ganz anders gemacht!“ Ja Schweden setzte anfänglich auf die Vernunft der Menschen und verzichtete auf Verbote. Das Ergebnis: die Sterblichkeitsrate in Schweden liegt bezogen auf 100.000 Einwohner bei 34,16, in Deutschland dagegen bei 9,44.
(Stand 15.05.2020). Dies obwohl die Bevölkerungsdichte, ein wichtiger Faktor bei der Virusverbreitung, deutlich niedriger ist als in Deutschland 7). Man muss die Verbote und Maßnahmen diskutieren. Man muss mögliche Fehler und Alternativen besprechen? Aber bitte sachlich und fundiert. Ja man kann vieles hinterfragen und das wird auch gemacht. Aber mit Fakten und auf wissenschaftlicher Grundlage 8). Das gilt zumindest für seriösen Journalismus. Zum Thema „Gesichtsmasken“ 9), die für manche der Horror zu sein scheinen, die ich aber für sinnvoll halte, verwiese ich auf die beigefügte (nicht von mir stammende) Karikatur.
20.5.2020, Bernd Engesser, Kirchzarten-Zarten, Dreisamtäler
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Neun Anmerkungen 1)-9) zum o.a. Leserbrief “(Selbst-)Heroisierung”:
1) Jede Meinungsäußerung ist – sofern sie ehrlich ist – eine Selbst-Darstellung. Diese als “Selbst-Heroisierung” zu bezeichnen, beinhaltet einen Affront bzw. eine Aufforderung zum Unterlassen der Meinungsäußerung, also zum Schweigen. Demokratie jedoch lebt von den gerne unterschiedlichen Meinungen seiner Bürger.
2) In D gibt es eine Zensur in zweierlei Hinsicht: a) Sachautoren wie auch Bürgern (Leserbriefe, Online-Kommentare) wird der Zugang zu den reichweitenstarken Medien verwehrt – nicht etwa aus dem Grund, daß die Meinungsäußerung gegen das Grundgesetz verstieße, sondern von der jeweiligen Redaktion als “abweichende Meinung” eingestuft wird. b) Bürger halten sich mit ihrer Meinungsäußerung zurück (lt Umfrage zur Meinungsfreiheit 71 %) aus Sorge, Nachteile zu erleiden (Ausgrenzung, Mobbing, Beförderung, berufliche Karriere).
3) In der Wissenschaftstherie gibt es keine “abstrusen Thesen”, sondern allenfalls wissenschaftlich falsifizierte Thesen. Jede These gilt solange als wahr, bis sie falsifiziert wurde.
4) Bis dato wurden zwei Video-Interviews von Prof Bhakdi in den sozialen Medien wieder gelöscht.
5) Dr. Wodarg wird in den GEZ-Medien nicht (mehr) eingeladen und in den Mainstream-Medien (wie: Faz, Focus, Spiegel, Süddeutsche, Welt, Zeit) abgelehnt.
6) Dies ist korrekt hinsichtlich der Todeszahlen in D.
7) Hier wird der Faktor der Herdenimmunität verschiegen: Die Zahlen von Schweden und Deutschland lassen sich erst nach ungefähr einem Jahr vergleichen.
8) Stephan Kohn im BMI wurde für seine wissenschaftliche Expertise zum Lockdown nicht mit Faktencheck und Diskussion belohnt, sondern mit Entlassung durch Minister Seehofer.
9) Masken wurden bis Ende Februar 2020 von der Bundesregierung abgelehnt. Ihr Nutzen ist nach wie vor nicht belegt.
20.5.2020

 

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Dreimonats-Rückblick eines nicht erkrankten Corona-Geschädigten
Wenn ich morgens meine regionale Badische Zeitung anfasse, tue ich es am besten nach dem Desinfizieren der Hände oder mit Handschuhen, damit ich von der verbreiteten Dramatik der Corona – „Pandemie“ nicht angesteckt werde. Und mit ausgestreckten Armen, weil schließlich der empfohlene Mundschutz selbst bei eineinhalb Metern Abstand nichts helfen soll. Meine Frau liest die Zeitung erst zwei Stunden später – weil der Zeitungsvirus dann seine schlimmste Wirkung verloren hat? Aber nun zum Ernst der Sache und wie ich in meinem persönlichen Umfeld Corona erlebte, bzw. den Umgang der Politik damit.

Meine Schwägerin stattete ihrer Heimat Thailand im Februar einen Besuch ab. Am dortigen Flughafen wurde bei allen eine kontaktlose Temperaturmessung vorgenommen, ein kleiner aber billiger Corona-Test. Nach drei Wochen in Frankfurt zurück, nichts dergleichen, obwohl die Infektionen weiter fortgeschritten waren. So wie sie, reisten unzählige andere aus allen „Herren Ländern“ hier ein. Die deutsche Führung noch im Tiefschlaf. Die spinnen, dachte ich.

Schon sehr viele Corona-Fälle mit Toten waren im Elsass bekannt, als eine deutsche Französischlehrerin beschloss, mit ihrer Schulklasse genau dorthin zu pilgern. Von dort zurück wurde die ganze Klasse für zwei Wochen in Hausquarantäne geschickt. Doch meine Enkelin hat einen Bruder, und dieser potenzielle Virenträger musste trotzdem in die Schule gehen – in eine andere. Die spinnen, dachte ich; tatsächlich war es so und die Schule wurde geschlossen.

Doch dann holte das besserwisserische Berlin die große Keule heraus. Fast alles wurde dichtgemacht, abgewürgt, verboten. Nicht nur Gaststätten und Hotels, sondern auch Ferienwohnungen durften nicht mehr vermietet werden, obwohl solche Gäste die gleiche Zusammensetzung haben wie zu Hause und es keine Ansteckungsgefahr mit Personal gibt. Mein Antrag auf Minderung der Grundsteuer wegen des Vermietungsverbots blieb von der Schwarzwaldgemeinde Schönwald unbeantwortet. Die spinnen alle, dachte ich und verkaufte meine Ferienwohnung. Doch dieselben Spinner machen nun ein doppeltes Geschäft, indem sie den Wertzuwachs der Immobilie besteuern und zusätzlich vom Käufer erneut die fünf Prozent Grunderwerbsteuer kassieren, die bereits ich schon bezahlt hatte. Die Finanzmafia sitzt nicht nur in den Banken, denke ich. Vielleicht spinnen die doch nicht, wenn sie die Nutznießer sind?

Dann kam der „normale“ Tod meiner 96jährigen Schwiegermutter. Der Herrgott hat es arrangiert, dass meine Frau in den letzten Stunden bei ihrer Mutter sein durfte. Tags darauf wurde das Heim dicht gemacht und in der Folgewoche verfügt, dass die Verstorbenen nur noch von höchstens zehn Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet werden durften. Obwohl der große Friedhof trotz eines Mindestabstandes die zehnfache Zahl an Trauergästen erlaubt hätte. Die spinnen, denke ich noch immer.
Im April war mein runder Geburtstag. Die Einladungskarten waren fertig, das Lokal bestellt und meine vielen Gäste freuten sich schon auf die Feier. Zu essen und zu trinken gibt es bei unseren Geburtstagsfeiern immer reichlich, und meine Verwandten und Freunde können danach regelmäßig ein sattes Plus auf der Waage bringen – bei entsprechendem Minus auf meinem Konto. Doch haben wir diese Rechnung zwar nicht ohne den Wirt, aber ohne die Politik gemacht. Die verbot auch die Bewirtung von geschlossenen Gesellschaften. Die spinnen, dachte auch der Wirt, nicht nur ich. Ich sitze nun auf den zweitausend Euro, und dem Wirt fehlt das Geld.
Dann wollte ich wie gewohnt in den sonntäglichen Gottesdienst, doch die Kretschmann-Regierung verbot solche kurzerhand, obwohl die Kirchen so spärlich besucht sind, dass die Abstandsregeln locker eingehalten werden konnten. Weil man den Muslimen den Rest vom Ramadan nicht vermiesen wollte, hat man nun wohl oder übel auch die Kirchen wieder freigegeben. Doch man höre und staune, die Kirchenoberen verfügten einen noch größeren Abstand voneinander als der Staat, und das trotz des Tragens von Mundschutz. Die spinnen alle, denke ich. Warum wollen die Bischöfe noch päpstlicher sein als die deutsche Päpstin? Ohne mich!
Dann wollte ich unser nächstes Klassentreffen organisieren, wie ich es als ehemaliger Klassensprecher immer tue. Die Gaststätten machen ja demnächst wieder auf. Doch höre ich vom Wirt, er wisse nicht, wie er in seinem Lokal einen zweiten Ausgang schaffen könne, was die Politik ihm vorschreibe. Die spinnen, denke ich, und suchte eine Gartenwirtschaft aus. Doch ich erkenne meine Klassenkameraden/innen nicht wieder: Alle bis auf eine haben „Schiss“. Die wochenlange (Des)Informationspolitik der Regierungen und ihrer Hofberichterstatter mehrere Stunden täglich schürte eine solche Angst sogar bei gestandenen Männern, dass ich alleine beim Klassentreffen wäre. Spinnen die auch, frage ich mich?

Und jetzt bekam ich ein Schreiben vom Reiseveranstalter, dass unsere organisierte Bus-/Radreise von Wien nach Budapest wegen Corona abgesagt wird, obwohl sie erst nach der Reisesperre bis Mitte Juni stattfinden sollte. Spinnen jetzt alle, auch die Österreicher und Ungarn? Nein, Österreich macht auf und Ungarn wird folgen. Der Veranstalter schickte mir einen „Gutschein“, aber gut finde ich diesen Schein nicht. Obwohl ich bisher für die Gutscheinlösung plädierte, sehe ich nach Aufhebung der Maßnahmen nicht ein, dass sich Unternehmer zurücklehnen und sich vom Staat aushalten lassen.

Bleibt also nichts anderes übrig als im heimischen Schwimmbad Urlaub zu machen. Aber Kretschmann hat die Schließung der Bäder erneut verlängert, obwohl Wasser laut Robert-Koch-Institut kein höheres Ansteckungsrisiko birgt. Und der Badbetreiber macht keine Anstalten, die eine bevorstehende Badöffnung erkennen ließe. Der Vorverkauf von Jahreskarten fällt dieses Jahr ins nicht vorhandene Wasser. Spinnen auch die Macher vor Ort?

Bleibt das Golfspielen, das jetzt freigegeben wurde. Das Dumme ist nur, dass ich kein Golf spiele. Also überlegte ich mir, ein neues Auto zu kaufen, weil das ganze eingesparte Geld, das ich sonst für Reisen, Gaststättenbesuche, Kultur usw. ausgab, nutzlos auf meinem Konto herum liegt. Aber auf einem Werbeprospekt waren alle technischen Daten der vielen Autos angegeben, nur nicht die Maße. Aber diese sind wichtig, weil die Parkplätze und meine Garage nicht größer wurden. Also auf ging’s ins Autohaus, um die Karossen nachzumessen. Aber auch dort herrschte Corona-Hysterie. LmaA denke ich, es spinnen wirklich alle.

Rentner leben selten von ihrer Rente allein, auch ich nicht. Ich investierte einmal in einen Windpark und hoffte, auch im Alter davon zehren zu können – wie andere vom Windstrom. Schon bisher lebte der Windpark „von der Hand in den Mund“ und lieferte außer Strom überhaupt nichts, jedenfalls keinen finanziellen Ertrag. Und nun kommen unsere Bundes- und Landesregierungen und würgen unter dem Vorwand „Corona“ die Wirtschaft ab. Der Strombedarf sank, die Verkaufserlöse an der Strombörse verfallen und die Gesellschaft wird wohl Insolvenz anmelden müssen. Ob noch Geld übrig sein wird, die Windräder einmal zu verschrotten, wird sich zeigen. Wie viele Corona-Ruinen werden einmal in der Landschaft herumstehen, ohne Strom zu liefern? Spinnen wir jetzt alle?

Es bleibt spannend, was sich die Herrschaften in Berlin noch alles zusammenspinnen werden, um die Corona-Krise und somit ihre guten Umfragewerte in den nächsten Bundestagswahlkampf hinüber zu retten. Apropos Meinungsumfrage: Ich bin nun 70 Jahre alt und wurde noch nie im Rahmen einer der tausendfachen „repräsentativen“ Meinungsumfrage ausgewählt. Ich denke nicht nur aus diesem Grund, dass diejenigen ebenfalls spinnen, die Meinungsforschern noch Glauben schenken, obwohl auch sie so wenig gefragt wurden wie ich. Und welche Rolle spielen die Medien, die solche Umfrageergebnisse noch lieber präsentieren und kommentieren als Wahlergebnisse? Die spinnen natürlich erst recht!
15.5.2020, Albrecht Künstle, Herbolzheim,
kuenstle.a@gmx.de

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Kommentare zu Corona

Hier dokumentieren wir Beiträge und Leserbriefe zu:
– Warum lassen wir uns das gefallen? – Offener Brief zur Coronakrise (6.5.2020) – siehe unten
– Hanspeter Schweizer: Coronavirus – sind die Maßnahmen gerechtfertigt? (29.4.2020)
– Dreisamtäler: Politik + Medien: Corona-Angst (22.4.2020)
13.5.2020

 

Die Epidemie ist vorbei – es wird keine zweite Welle geben
Um eine Epidemie an die Wand zu malen, wurden uns über mehrere Wochen von den Medien die täglich zunehmenden Neuinfektionen präsentiert. Dabei war nie klar, wobei es sich bei den “Infektionen” handelte. War es nur der Nachweis eines 100 milliardenfach vermehrten Ribonukleinsäureteilchens des Virus oder war dieses auch noch von Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion begleitet, die nicht auf andere Erreger als SARSCoV-2 zurückzuführen ist? Dies sind die ersten Unklarheiten.
Die nächste Unklarheit ist die Richtigkeit der Zahlen. Ich verstehe nicht, wie man die Anzahl der täglich gemeldeten “Neuinfektionen” als zuverlässige Nachricht bezeichnen kann (Badische Zeitung vom 05.05.2020), denn sie ist abhängig von der Anzahl der getesteten Personen und den Gründen, warum diese getestet wurden. So lange es noch eine unbekannte Menge möglicher Test-Positiver gibt, korrelieren die gemeldeten Neuinfektionen mit der Menge der durchgeführten Tests. Sie sind also nur tägliche Neuentdeckungen. Um den Verlauf der wie auch immer defi nierten Neuinfektionen vergleichen zu können, muss man die berichtete Zahl durch die Zahl der durchgeführten Tests teilen und mit 100 multiplizieren, dann erhält man den Prozentsatz der “Infizierten” an den an diesem Tag durchgeführten Bestimmungen. Die hierfür benötigte Information wird von Zeit zu Zeit vom Robert-Koch-Institut bekannt gegeben. Die Zahlen sind: bis einschließlich KW 10: 3,1%, KW 11: 5,9%, KW 12: 6,8%, KW 13 8,7%, KW 14: 9,0%, KW 15: 8,1%, KW 16: 6,7%, KW 17: 5,0%).
Der wöchentliche Anstieg bei den untersuchten Personen zwischen 14.03 ( Ende KW 11) und 5. April (Ende KW 14) ist also 0,9%, 1,9% und 0,3%.
Das ist nicht das Kennzeichen einer Epidemie mit exponentiellem Anstieg der Krankheitsfälle.
Danach geht der Anstieg zurück und ist heute (Mitte KW 19) bei höchstens 3,9%. Also gibt es kaum mehr Neuinfektionen, deren zukünftiges Auftreten man durch das Tragen von Masken und “social distancing” dringend vermeiden muss. Die Darstellung der “Infizierten” als Prozentsatz der Getesteten beseitigt wenigstens die Abhängigkeit der Anzahl der Neuinfektionen von der Zahl der Untersuchten.
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Ein anderes Problem ist die Abhängigkeit der Testergebnisse von der Zusammensetzung des Kollektivs. Diese könnte man nur beseitigen, wenn man fortwährend eine repräsentative Stichprobe aus der Bevölkerung vollständig untersuchen würde. Dann könnte man feststellen, wie viele noch Gesunde täglich zu “Infizierten” werden. Die Kriterien für die Auswahl der getesteten Personen gehen zurzeit von stark symptomatisch bis leichte Symptome plus dem Verdacht der Ansteckung in den letzten 14 Tagen. Entsprechend variiert, die Wahrscheinlichkeit, daß ein Test positiv ausfällt mit der Zusammensetzung des untersuchten Kollektivs.
Es kommt noch ein weiteres gravierendes unlösbares Problem hinzu, nämlich, daß die Richtigkeit des Tests nicht überprüft werden kann, weil es ohne den Test die Krankheit nicht gibt, die man auf andere Weise eben nicht diagnostizieren will. In Wuhan wurde der Test bei über 1000 Patienten mit Symptomen und entsprechendem Röntgenbild auf seine Fähigkeit, diese zu entdecken, überprüft. Er hat weniger als 70% dieser Patienten identifizieren können. Dies liegt an der Art der Probennahme durch Stecken eines langen Q-Tips in Nase und Rachen, die zuweilen nicht ausreichend Material liefert. Wenn der Test bei einer Person ohne Symptome positiv ist, weiß man andererseits nicht, ob er tatsächlich jemanden gefunden hat, der die Krankheit hat, aber es nicht merkt, oder aber ob der Test nicht auch aus anderen Gründen positiv ausfällt. So wurden in Südkorea 500 000 Personen getestet, davon waren 20 000 Test-Positiv. Die dortigen Behörden ordneten aber nur die Hälfte dieser Personen als “infiziert” ein. Es ist fraglich, ob man schwerwiegende Maßnahmen, auf einen solchen Test gründen kann.
Da Personen, die im Grunde nichts mit dem Virus zu tun haben, also aus heiterem Himmel heraus, als positiv getestet werden können, liegt die Vermutung nahe, daß hierauf die Überzeugung weiter Kreise beruht, daß das Virus extrem ansteckend sei, und man seine Verbreitung nur durch das Tragen von Masken im Zaum halten kann.
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Ein Israelischer Physiker und Mathematiker hat berechnet, wie sich täglich der Prozentsatz der Neuinfizierten an allen bisher bekannten Infi zierten verändert. In allen Ländern geht er innerhalb von 7 Wochen bis auf 5 bis 10% zurück. Unter den untersuchten Ländern sind Italien, Frankreich, Österreich, Deutschland, Schweden, Großbritannien, USA und Israel. Der Rückgang ist sehr wahrscheinlich unabhängig von in diesen Ländern getroffenen Maßnahmen.
Die Epidemie ist vorbei, und man hat sie nicht verhindern können. Sie ist vorbei, weil es immer weniger empfängliche Personen gibt. Die meisten davon hatten mit dem Virus Kontakt, ohne es besonders zu merken. Das war Impfung in Echtzeit. Wegen der ausreichenden Anzahl an Unempfänglichen wird es auch keine zweite Welle geben.
Ein Impfstoff gegen das Virus, wird kaum auf das SARS-CoV-2 treffen, sondern auf dessen Nachfolger, vor dem er wohl nicht schützen kann. Das macht nichts, denn er ist so nötig wie ein Impfstoff gegen Fußpilz, weil das Severe Acute Respiratory Syndrome, das er auslösen soll, nicht “severe” ist.
13.5.2020, Prof Heinrich Wieland, Der Dreisamtäler, Seite 16

Prof. Dr.med. Heinrich Wieland, ehemaliger Ärztlicher Direktor
der Abteilung Klinische Chemie der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg
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Reproduktionszahl R sank unter 1 – unabhängig vom Shutdown
Sehr geehrte Frau Voßler, zutreffender kann ein offener Brief nicht sein als der, der von Ihnen verfasst wurde. Diesen aufgeführten Punkten und Fakten kann ich in vollem Umfang nur zustimmen. Die Bürger werden schlicht und einfach für unmündig erklärt! Ist doch laut einer Statistik von RKI (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/1720.pdfblob=publicationFile)
die Reproduktionszahl schon seit dem 20 .März auf unter eins. Berücksichtigt man noch die Inkubationszeit von 10 Tagen haben sich die Bürger am 10. März schon so verhalten, dass der Wert die Marke von eins unterschreitet. Selbstständig ohne Anweisungen und Befehle der Politik!
Dass vielleicht der Shutdown trotzdem kam, ist die eine Geschichte, kann ich ja zu diesem Zeitpunkt noch nachvollziehen, wobei Angst ein schlechter Ratgeber ist!…. Jedoch spätestens Anfang April hätte die Politik reagieren müssen. Im Übrigen sieht man in der R-Wert Statistik von RKI, dass der Shutdown unwesentliche Verbesserungen gebracht hat, er blieb im Wesentlichen knapp unter eins.
Warum auch immer, es ist seltsam und befremdend solche Fakten zu kennen, von RKI (Robert-Koch-Institut) bereit gestellt, und dennoch dies zu erleben. Wir werden, so scheint es mir, von Menschen regiert, die ein enorm hohes Sicherheitsbedürfnis haben, und den Bürgern nichts zutrauen….
Außer Steuern zu bezahlen! Ich bin seit 27 Jahren selbstständig, ich weiß, wie sich der freie Fall anfühlt, den nun viele Bürger in dieser Situation erleben… nicht schön…. So werden wohl die Kollateralschäden die eigentlichen Schäden des Virus übersteigen!
13.5.2020, Franz Gremmelspacher, St.Peter, Dreisamtäler, Seite 16
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Kritiker sind keine Verschwörungstheoretiker, Ignoranten oder gar als Nazis
Es ist wirklich wohltuend, wie sich die Berichterstattung des „Dreisamtäler“ von dem Unisonogeblöke der sonstigen MainstreamMedien abhebt. Dies triff t aktuell in ganz besonderem Maß auf die Berichterstattung zum Thema Corona zu. Man gewinnt den Endruck, der Dreisamtäler ist mittlerweile so etwas wie das kleine gallische Dorf inmitten eines Imperiums, das von den Inquisitoren des Wahrheitsministeriums durchsetzt ist, die alle, die sich eine kritische Einstellung erlauben, pauschal als Verschwörungstheoretiker, Ignoranten oder gar als Nazis diffamieren. Man hört oft, gerade in diesen Zeiten sei Solidarität ein hohes Gut. Im „Dreisamtäler“ erleben wir sie derzeit gerade sowohl im redaktionellen Bereich als auch in den Leserbriefen. Von letzteren möchten wir ganz besonders den „offenen Brief“ von Frau Sandra Voßler hervorheben. Dafür dem Team des „Dreisamtäler“ und Frau Voßler ein herzliches Danke und ein aufrichtiges „Weiter so!!“
13.5.2020, Ulrich und Inge Fischer, Kirchzarten, Der Dreisamtäler, Seite 16
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Angst greift um sich, auch in Kirchzarten
Sehr geehrter Herr Schweizer, es ist mir ein Anliegen, Ihnen und Ihrem Team zu danken, dass Sie die Veröff entlichung des OFFENEN BRIEFES von Sarah Voßler ermöglicht haben. Leider mussman hinzufügen, welchen Mutes esbedarf, sich gegen die MainstreamMedien zu stellen. Mit großem Interesse verfolge ich Berichte der unabhängigen Journalisten (Verschwörungstheoretiker), die teilweise sehr gut recherchieren. Doch deren Ergebnisse sollen wir nicht erfahren und werden gelöscht, besonders wenn sie nicht den Richtlinien des RKI oder WHO entsprechen. Es ist eine bedenkliche Entwicklung und es ist nicht zu übersehen, wie sehr die ANGST um sich greift, auch hier in Kirchzarten. Ich kann mir vorstellen, dass Sie viel Gegenwind erfahren, aber sicherlich auch große Zustimmung bekommen haben. Schon bei der vorhergehenden Ausgabe glaubte ich kaum, eine etwas andere Darstellung zu lesen. Ich habe Frau Voßler bereits meine Anerkennung ausgesprochen.
13.5.2020, Monika Prange, Der Dreisamtäler, Seite 17

Endlich eine Zeitung, die nicht alles gläubig nachbetet
Wollte mich herzlich bedanken für die sehr guten und kritischen Beiträge über die Coronakrise durch Herrn Schweizer und vor allem auch durch den Offenen Brief von Frau Sandra Voßler. Endlich eine Zeitung, die nicht alles gläubig nachbetet, was die öffentlich rechtlichen Sender und die meisten Presseorgane verkünden.
Es ist schon traurig, dass in den gängigen Presseorganen kaum kritische Stimmen zu den teils überzogenen und teilweise auch falschen Informationen in der Coronakrise zu lesen sind. Kritische Stimmen wie der Tübinger OB Boris Palmer versucht man sofort möglichst mundtot zu machen oder stellt die Querdenker und Kritiker in die Nähe und in die Ecke der Verschwörungstheoretiker, der Neonazi, Rechtspopulisten oder AFDler. Bleiben Sie bitte weiter so kritisch und mutig, die Leser Ihrer Zeitung mit guten Analysen und Informationen zur Coronakrise und anderen Themen zu versorgen.
13.5.202, Anton Strehler, Der Dreisamtäler, Seite 17
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Was bleibt? Regio und Dorfliebe statt grenzenloses Europa
Sie klingen noch in meinen Ohren, die erhabenen Gesänge der Grundgesetzfeiern. Die eindringlichen Lobeshymnen auf ein grenzenloses Europa. Und jetzt? Was bleibt? Der Dreisamtäler und die Dorfliebe. Immerhin.
13-5-2020, Ulrich Gater, Freiburg, Dreisamtäler, Seite 16

Alle Medien sind im Corona Wahn – wirklich Alle?
Nein – ein kleines Blatt leistet Widerstand, in Form einer neutralen Berichterstattung und der Veröffentlichung von mehr als dem üblicherweise erwünschten Prozentsatz kritischer Leserbriefe.
DANKE Dreisamtäler. Die aus meiner Sicht überwiegend gleichgeschaltete Medienlandschaft erinnert mittlerweile in fataler Weise an die Agenda der DDR-Propaganda – da fügt sich auch das teils staatlich geforderte Denunziantentum an Mitbürgern gut ein. Zu Sozialisten-Zeiten nannte man solche Zeitgenossen übrigens schlicht Spitzel. Die Corona-Tracking App ist ebenso ein weiterer Baustein auf dem Weg zu chinesischen Zustän den. Einen großen Dank für die vielen kritischen Leserzuschriften und stellvertretend für viele sicher auch das mutige Statement im Offenen Brief von Frau Voßler- “Warum lassen wir uns das gefallen?” ein echter Lichtblick. Der zunehmende Widerstand kritischer Bürger bei bundesweiten Demonstrationen oder auch neuen Bewegungen oder Parteien wie Widerstand 2020 lässt hoff en… Es sieht hoff entlich nur so aus, als sei der Bürger dem Willen des Staates völlig ausgeliefert. erschreck end dabei nur, in welchem Maß die Beeinfl ussung durch die einseitige mediale Berichterstattung doch sehr viele Menschen derart verunsichern kann, dass sie dieser radikalen Beschneidung unserer Freiheitsrechte auch noch freiwillig und in großer Schar zustimmen…
13.5.2020, Matthias Wülfing, Dreisamtäler. Seite 16
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Grundrechte aufgeben – es lohnt sich zu wehren
Welch bewundernswerter Mut einer einzelnen Person sich zu unserem eingeschränkten und existenzbedrohten Leben so ehrlich und klar zu äußern. Warum haben nicht auch jene diesen Mut, die jetzt erleben müssen, wie ihre hart erarbeitete Existenz nach und nach vernichtet wird, zumal das RKI schon jetzt eine mögliche zweite Welle verlautbaren lässt? Wenn man sich ein Gespür für die Wahrheit erhalten hat, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die SuperGefährlichkeit des Grippevirus nur in den Köpfen regierungstreuer Wissenschaftler existiert. Jeder der lesen kann und im Internet sucht, wird unabhängige Einschätzungen renommierter Wissenschaftler finden, wie auch die von Dr. Sucharit Bhakdi, einem anerkannten Infektionsepidemiologen.
Man kann sich nur wünschen, dass die Stimme der Vernunft nicht überhört wird. Sich zu informieren und in Gesprächen auszutauschen hilft die reglementierte Isolation zu durchbrechen. Dass muss jeder nur wollen, wenn er nicht bereitwillig seine Existenz und seine Grundrechte aufgeben will, auch wenn Bespitzelung und Denunziation beängstigend sein können. Ich hoffe, dass dieser mutige und aussagekräftige offene Brief auch denen zu denken gibt, die ich mit den Hintergründen dieser restriktiven Politiker bisher nicht beschäftigt haben. Es lohnt sich und sich zu wehren allemal. Dank an die mutige Verfasserin des offenen Briefs.
13.5.2020, Gisela Ruthmann, Oberried-Hofsgrund, Dreisamtäler, Seite 16

 

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Wir brauchen einen Expertenrat zu Corona
Das schwedische Modell, mit der Pandemie umzugehen, mit dem Slogan “Freie Fahrt für freie Bürger” zu vergleichen, ist eine Beleidigung für die Schweden. Während die unbeschränkte Autogeschwindigkeit eindeutig lebensfeindlich ist, ist die Lage bei den Pandemie-Maßnahmen weit weniger eindeutig: Wir wissen tatsächlich noch nicht, wie die relative Gesamtzahl der Corona-Toten am Ende der Pandemie dort wie hier sein wird. Wir wissen auch nicht im Detail, welche unserer Maßnahmen welchen Effekt auf den Verlauf der Pandemie hat.
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Wir wissen aber, dass die bei uns eingeführten Maßnahmen ganz erhebliche Nebenwirkungen haben und noch über lange Zeit haben werden: ruinierte Existenzen, Zunahme an häuslicher Gewalt, Einbruch der Weltwirtschaft, Benachteiligung von Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen, Entwicklungsstörungen bei Jugendlichen, denen der Kontakt zu ihresgleichen fehlt, menschenunwürdiges Leben und Sterben einsamer alter Menschen, gravierende Einschnitte in die Trauerarbeit, fehlende Aufmerksamkeit für andere drängende Probleme wie Klima, Kriege, Flüchtlinge et cetera. Und all dies wird sich mit Sicherheit auch in einer höheren Mortalität auswirken. Ähnliche Auswirkungen wird es allein durch den wirtschaftlichen Einbruch weltweit geben. Wenn wir dies alles berücksichtigen: Könnte es dann sein, dass Schweden doch die menschlichere, liebevollere Strategie verfolgt?
Wir brauchen einen Expertenrat, in dem auch Epidemiologen, Pathologen, Soziologen und Volkswirte eine Stimme haben, damit Politiker in der Lage sind, gute Entscheidungen zu treffen. Für die gravierenden Grundrechtseinschränkungen, die wir sechs Wochen nach den ersten Maßnahmen immer noch erleben, sind die bisherigen Begründungen meiner Meinung nach viel zu wenig fundiert.
9.5.2020, Reinhard Hahn, Ettenheim, BZ

 

 

In unserer badischen „Einheitspressewelt“ eine Ausnahme
Der Hauptartikel auf der ersten Seite des Dreisamtälers (Nr. 10 vom 22. 4. 20) hat mir gut gefallen. In unserer badischen „Einheitspressewelt“ eine Ausnahme, zumindest wie ich es wahrnehme. Das wollte ich Ihnen – wenn auch verspätet – zumindest mitteilen.
6.5.2020, Dieter Ilg, Freiburg, Dreisamtäler
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Wo ist meine Freiheit geblieben?
Als Anfang März der Lockdown beschlossen wurde, konnte ich das erst gar nicht glauben. Sofort hatte ich ein komisches Gefühl. Wo führt das hin? Gab es das nicht schon einmal in unserer Geschichte? Viren gab es immer, sie halfen uns bei unserer Entwicklung Mensch“ zu werden und wer weiß, in wie weit sie uns bei der Bekämpfung des MRSA (Multiresistenter Keim) noch helfen können
https://kenfm.de/am-telefon-zurcorona-virologie-karin-moellingpodcast/ .
Nie hatte ich Angst vor dem Corona-Virus. Ich selbst bin seit 37 Jahren im Gesundheitswesen tätig und auch der Tod gehört zu meinem berufl ichen Alltag. Wie sich nun herausstellte hatte Dr. Wolfgang Wodag Recht behalten als er sagte und – jetzt benutze ich meine Worte: Der Corona-Virus ist anders und schneller als die Infl uenza Viren, aber nicht schlimmer.
https://kenfm.de/am-telefon-zurcorona-krise-dr-wolfgang-wodarg/.
Es fragt sich, wer hier die Fake News verbreitet hat. Ein Gefühl der Ohnmacht begleitete mich von Anfang an, aber was tun? Es werden uns ja durch das Notstandsgesetz sämtliche Möglichkeiten der Demokratie genommen, selbst die Kirchen wurden geschlossen, unglaublich! Und die Menschen? Die Panikmache hat gewirkt, viele haben immer noch Angst. Seit ca. 2 Wochen hat sich für mich mit Dr. Bodo Schiffmann eine neue Hoffnung aufgetan
https://www.kenfm.de/dr-bodo-schiffmann/
Er gründete mit zwei weiteren Menschen, Victoria Hamm und Ralf Ludwig, eine neue Partei:  http://www.widerstand2020.de
Diese Partei ist weder links noch rechts, noch kann man sie sonst irgendwie einordnen. Jedes Mitglied hat eine Stimme und soll sich einbringen. Es geht um die Wiederherstellung unseres Grundgesetzes und eine weitere klare Aussage ist: „Es wird mit uns keine Impfpflicht geben“. Dazu möchte ich auf einen weiteren Artikel hinweisen: https://www.rubikon.news/artikel/dieimpfkampagne
Aktuell hat diese Partei 101.141 Mitglieder, doch nirgendwo hört man davon. Weder in den Zeitungen, noch im Fernsehen, schon komisch.
6.5.2020, Elke Hackenberg, Oberried,
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Mehr Mut
Sehr geehrter Herr Schweizer, wir möchten Ihnen danken und gratulieren zu Ihrem Artikel „Coronavirus: Über den Einfluss von Politik und Medien“. Endlich einmal eine angemessene, journalistisch seriöse Darstellung der Realität. Sie haben mehr Mut als viele Ihrer Kolleg*innen in den sog. „Qualitätsmedien“. Wir wünschen uns, mehr solch differenzierte Artikel lesen zu können.Wir wünschen Ihnen alles Gute für die weitere Arbeit!
6.5.2020, Victoria und Klaus Jensen, Kirchzarten
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Warum lassen wir uns das gefallen? – Offener Brief zur Coronakrise
Liebe Kirchzartener, liebe Kunden, liebe Freunde, liebe „Selbstdenkende“!
Schreibe ich dies jetzt oder lasse ich es?
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NEIN, ich möchte mir nicht vorhalten müssen, nichts gesagt zu haben.
Seit mehreren Wochen werden wir durch Corona mehr und mehr in unseren Freiheitsrechten beschränkt. Zuletzt kam für uns alle die Maskenpflicht, die vorher alle „Experten“ als unnötig/unnütz dargestellt haben! Die Maske wurde sogar als Viren- und Bakterienfänger bezeichnet, wenn sie nicht ständig gewechselt wird. Warum also jetzt, wenn die Infektionszahlen massiv zurückgehen?
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Frage: Wird die Maskenpflicht gegen die Impfpflicht eingetauscht ?
Zu Beginn der Epidemie, war alles plausibel und es war dringend Vorsicht geboten. Hier hatte die Politik schwierige und nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen. (Krankenhausbetten- und Beatmungskapazitäten müssen ausreichen)
Es ist sicher nicht der Zeitpunkt Covid-19 zu verharmlosen, so wie andere Grippewellen auch nicht.
2017/18 Schwerste Grippe seit 30 Jahren mit 25 000 Toten in Deutschland
1968 Hongkong-Grippe mit 40 000 Toten in Deutschland und bis zu 1-2 Millionen Toten weltweit (Wikipedia)
1957 Asiatische Grippe mit 30 000 Toten in Deutschland und bis zu 1-2 Millionen Toten weltweit (Wikipedia)
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Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die weiteren Einschränkungen unserer Freiheitsrechte und die absehbare wirtschaftliche Zerstörung unseres Landes,
in die vermeintlich richtige Verhältnismäßigkeit zu setzen. Politik der Angst-und Panikmache ist nicht korrekt, gesundheitsschädlich, ruinierend und nicht zielführend.
Tag ein Tag aus wird uns von den Medien als „Sprachrohr“ der Politik eingetrichtert „es geht um unsere Gesundheit“.
NEIN, es geht nicht um unsere Gesundheit!
Würde es genau um DIESE gehen, müsste der Staat:
• Antibiotika in der Massentierhaltung verbieten (jährlich 20 000 Tote durch resistente Keime in deutschen Krankenhäusern mit zunehmender Tendenz).
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Frontal21 vom 21.04.2020: „bis zum Jahr 2050 geht man weltweit von bis zu 10 Millionen Toten aus.“
• Die drohende Massen-bzw. „Pflichtimpfung“ ? gegen Covid-19 nicht anordnen. Wehrt Euch!
Schon bei der Schweinegrippe hat man uns 1 Million Tote vorausgesagt, die damalige Impfung und das Grippemittel Tamiflu erwiesen sich als gesundheitsschädlich.
Bitte lesen: Impfpflicht durch die Hintertür –
http://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/impfpflicht-durch-die-hintertuer-li.82643
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NEIN, es geht nicht um unsere Gesundheit!
Sehenswert: Profiteure der Angst – arte Dokumentation 2009 – http://www.youtube.com
JA, zum freien Meinungsaustausch und freier Meinungsbildung.
Meine Frage:
Werden kritische Stimmen zum Thema Corona von unseren öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern, für die wir bezahlen, angemessen gehört und wird sich mit deren Thesen konstruktiv-kritisch aber auch fair und vorurteilsfrei auseinander gesetzt? Ich sage NEIN!
Im Gegenteil, alle die nicht dem Mainstream folgen sind Verschwörer, Verharmloser, Populisten, Ewiggestrige, AFD-Wähler oder gleich Nazis.
Die Medien unterscheiden nicht mehr. Alle Andersdenkenden werden in einen Sack geschmissen oder werden öffentlich medial „geschlachtet“.
Sehenswert: Servus TV Talk Spezial mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Corona-Wahn ohne Ende? – http://www.servustv.com/videos/aa-23ud73pbh1w12/
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Ich habe reagiert und aus Protest über die sehr einseitige Berichterstattung in unserer Tageszeitung, mein langjähriges Abo gekündigt. ARD und ZDF kann ich leider nicht kündigen, nur meiden. Mir ist es wichtig Zeichen zu setzen – auch wenn sie noch so klein sind! Man hat den Eindruck, dass die Tageszeitung ähnlich wie das Bundespresseamt, das Sprachrohr der Regierung ist und weniger als neutrale Zeitung fungiert. Der nicht sachliche Bericht über Prof. Dr. Hockertz aus Bollschweil ist hier nur ein Beispiel dafür.
Warum gibt es seit Wochen in der Tageszeitung so gut wie keine Leserbriefe zum Thema Corona?
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NEIN ZUR ZENSUR!
Zuletzt noch eine Frage: Wo ist unsere Opposition?
Grüne Politik stand für mich für Rebellion, Hinterfragung, unbequem sein und für die Verteidigung unserer Grundrechte.
Wo seid ihr?
Vielleicht ist die Angst zu groß, dass man medial jeden Corona Toten auf die Schulter gesetzt bekommt, als sich mutig für diese Menschen einzusetzen, die im Moment alles verlieren oder die, die durch Kollateralschäden der Corona Krise sterben werden. Werden wir diese Särge auch sehen? – Es trifft wieder die Ärmsten der Armen.
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Liebe Leser,
die Regieanweisungen aus der Regierung überzeugen mich nicht mehr, diese zu kritisieren muss erlaubt sein. Schutzmasken als Maulkörbe sind nicht die Lösung!
Wir müssen nicht alle gleicher Meinung sein, wir sollten dennoch hinterfragen, kritisch bleiben und die Möglichkeit eines fairen Austausches haben.
Dies muss Demokratie aushalten können!
Bleiben Sie gesund und bringen Sie sich ein, schreiben Sie doch z.B. einen Leserbrief an den Dreisamtäler oder eventuell Ihre Meinung an die Tageszeitung.
Eure Meinung ist wichtig!
Sandra Voßler
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Bahnhofstraße 2, 79199 Kirchzarten Telefon 07661 9894224, http://www.dorfliebe.de
6.5.2020, in: http://www.dreisamtaeler.de , Seite 9

 

Corona-Tracking-App: PRO & CONTRA
„Ja“ – aber in Kombination mit mehr Tests!
Das Virus ist da und es wird uns noch lange begleiten. Das Problem ist, dass es neuartig ist, die In zierung ohne Begrenzungsmaßnahmen exponentiell verläuft, in der Bevölkerung keine Rrundimmunisierung besteht und Infizierte, ohne Symptome zu haben, ansteckend sind. Hinzu kommt, dass es schwerste Krankheitsverläufe hervorrufen kann. Wegen der hohen Ansteckungsgeschwindigkeit waren Länder wie Italien, Spanien und Frankreich schlagartig mit sehr hohen Fallzahlen und mit entsprechend vielen Todesfällen konfrontiert. Ihre Gesundheitssysteme wurden überrollt und waren komplett überlastet. Dass bei uns in Deutschland die Katastrophe nicht in diesem Maße ausbrach, hatte damit zu tun, dass wir von den Erfahrungen und Erkenntnissen unserer Nachbarländer lernen und einen Tick früher reagieren konnten: mit dem Shutdown. Kitas, Schulen, Geschäfte, Betriebe, Hotels, Restaurants mussten schließen, wochenlang.
Dieser Shutdown war richtig und notwendig.
Er hat jedoch das Infektionsgeschehen nur verlangsamt. Jede Öffnung, jede Lockerung kann zu einer zweiten Welle führen, die heftiger ausfallen könnte als die erste. Klar ist jedoch auch, dass wir nicht im Shutdown bleiben können, bis ein Impfstoff oder wirksame Medikamente entwickelt sind. Gesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass das noch zwei Jahre dauern kann. Deshalb müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, die Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Das war zwar von Anfang an das erklärte Ziel. Doch die Gesundheitsämter waren – wie der Presse mehrfach zu entnehmen war – überfordert, weil personell nicht ausreichend ausgestattet. Wenn also Manpower nicht ausreicht, warum dann nicht auf technologische Möglichkeiten wie die einer App zurückgreifen? Wir sind ein Hochtechnologieland, da muss die Entwicklung einer App, die auch dem Datenschutz Rechnung trägt, möglich sein. Ich gehe davon aus, dass das mit der Entscheidung für eine dezentrale Datenspeicherung und mit den von der Bundesregierung nun beauftragten Firmen Telekom und SAP und den beratenden Institutionen Fraunhofer- und Helmholtz-Institut möglich sein wird. Unsere Gesellschaft ist inzwischen derart smartphone-affin, dass ich es für wahrscheinlich halte, dass die anvisierten 60 % Smartphone-Nutzer die App auch herunterladen. Natürlich gehört dann auch dazu, dass die Nutzer ihr Smartphone immer mit dabei haben und bei der Warnung, dass sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, sich in Quarantäne begeben und zeitnah getestet werden. Das ist staatliche Bringschuld. Die App ist ein Baustein, um die Infektionswelle einzudämmen.
Der zweite Baustein: testen, testen, testen, gehört dazu! Im Moment agieren wir jedoch im Blindflug. Wenn wir nun wieder Bereiche öffnen und vermehrt Kontakte stattfinden, wird das unweigerlich zu mehr Infektionen führen. Da dies alles zeitverzögert geschieht, könnten die Zahlen schnell wieder sprunghaft steigen. Das was die Fußball-Proficlubs machen, ist deshalb sinnvoll und logisch: nämlich konsequent zu testen, bevor die Spieler aufs Feld geschickt werden. Das wäre auch sinnvoll für medizinische Einrichtungen, für Schulen – überall dort, wo viele Kontakte stattfinden! Als weitere Bausteine werden uns auch die neuen Abstandsregeln, das Tragen von Mundschutz und gründliche Hygieneregeln noch lange, lange Zeit begleiten.
Es wird das neue „Normal“ werden. Klar ist jedoch: das alles sind nur Bausteine, mit dem Ziel das Virus einzuhegen. Ich gehe von Rückschlägen aus und es wird immer wieder auch zu Shutdowns ommen, allerdings regional begrenzt! Das ist gesellschaftlich und wirtschaftlich jedoch besser zu verkraften als ein nationaler Shutdown. In Südkorea gelang es im Übrigen, die Pandemie mit der App und massenhaften Tests in den Griff zu bekommen. Auch dort gab es im Februar einen kurzen, harten Shutdown. Inzwischen läuft das wirtschaftliche und soziale Leben wieder nahezu normal und die Infektionswelle hat sich enorm abgeschwächt.
Seit April verzeichnen sie dort nur noch täglich Neuinfizierte im einstelligen Bereich. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt bei 10.780 bestätigten COVID-Fällen, Corona Todesfälle gab es 250. Erstaunlich für ein kleines Land, das mit seinen 51,9 Millionen Einwohnern wesentlich dichter besiedelt ist als Deutschland. Doch Südkorea hat aus den SARS- und MERS-Epidemien gelernt und konnte extrem schnell auf die neue Corona-Pandemie reagieren. Wenn wir Lockerungen der Beschränkungen wollen und ein absehbares Ende des weitgehenden Shutdowns, dann brauchen wir die App.
6.5.2020, Dagmar Engesser , http://www.dreisamtaeler.de, Seite 6
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Corona-Tracking-App: PRO & CONTRA
“Nein” – Was soll denn das jetzt bitte?
„Sind die verhängten Maßnahmen noch verhältnismäßig“, diese Frage hört man immer wieder und immer öfter. Man kann den politischen Entscheidern natürlich eine risikobehaftete Unkenntnis unterstellen, keiner konnte so recht wissen, was das Virus mit uns macht. Tatsache (!) ist aber, dass man sich das eine oder andere hätte sparen können und das auch vorher vermuten konnte. Entgegen aller Unkenrufe ist die Zahl der Infizierten lange nicht so stark gestiegen wie prophezeit, während die Zahl der Genesenen geradezu sprunghaft in die Höhe schnellt. Auch der Reproduktionswert, am Beginn der Publikation noch bei über 3, liegt seit drei Wochen unter 1. Was bedeutet, dass ein Infizierter weniger als eine weitere Person ansteckt.
Das Virus ist also bereits auf dem Rückzug. Geduldig haben die meisten Menschen trotzdem alles ertragen, was von politischer Seite angeordnet wurde. Bis jetzt. Die Proteste werden lauter, das Volk erhebt sich. Mehr und mehr wird klar, dass die Maßnahmen sogar gegen das Grundgesetz verstoßen und die Würde der Menschen tangieren. Demokratische Prozesse, die in Jahren und Jahrzehnten erarbeitet wurden und das Leben in unserer Gesellschaft lebenswert machen, wurden ad absurdum geführt. Die Einführung der Maskenpflicht – zu einem Zeitpunkt, als vieles sichtlich ins Leere gelaufen war – mobilisierte selbst ehemalige Spahn-Fans, ihre Meinung zu überdenken. Und nun soll diese App kommen?
Zur Info für die weniger Technik-Begeisterten: Mit dieser App – so sie breitflächig verbreitet wird – werden Infizierte erkannt, die sich über eine gewisse Zeit (wenige Sekunden reichen) in unmittelbarer Nähe von einem selbst befinden. Haben beide die App auf dem Smartphone installiert und der Infizierte seine App über seine Infektion informiert, bekommt der andere, der sich in dessen Nähe aufgehalten hat, eine Message.
Das ist technisch sicher anspruchsvoll – nicht umsonst haben gleich mehrere Entwickler viel Energie in dieses Projekt gesteckt. Aber aus welchem Grund? Was mache ich, wenn mir meine App sagt, ich war letztens mal kurz in der Nähe eines Infi zierten? Muss ich dann sterben? Um es kurz zu machen: ICH WILL ES NICHT WISSEN !!!
Die Chance, dass man – gerade nachdem die Menschen wieder ungebremst einkaufen dürfen – einem Infi zierten begegnet, sind hoch. Ähnlich hoch wie die Chance, nach einer Infektion fast oder ganz symptomfrei zu sein. Also, ihr Entwickler, steckt eure Energie in was anderes. Aber nicht in diese App. Die braucht kein Mensch.
6.5.2020, Hanspeter Schweizer, http://www.dreisamtaeler.de, Seite 6

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