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Hausarztpraxis Dr. Martin Gerner in Freiburg-Littenweiler
Nach einer 6-wöchigen Renovierungsphase hat Dr. Martin Gerner seine Hausarztpraxis in Littenweiler nun wieder geöff net. Ein völlig neues Erscheinungsbild bietet sich den Patienten – lichtdurchflutet, modern und funktionell eingerichtet, präsentiert sich die Praxis nun, und erhält durch unterschiedliche Grüntöne eine frische, freundliche Note.
Dr. Martin Gerner, der die Hausarztpraxis im Januar dieses Jahres von Dr. Wolfgang Pohle übernommen hat, hat den Räumen mit der Komplettrenovierung ein neues Gesicht gegeben und freut sich, nach der doch langen Phase der Praxisschließung nun wieder für seine Patienten da sein zu können. „Es war keine leichte Entscheidung die Praxis kurz nach der Übernahme gleich wieder für sechs Wochen zu schließen“, sagt Dr. Gerner, der während dieser Zeit in der Corona-Ambulanz tätig war, „doch die Patienten waren zum Glück sehr verständnisvoll“. Dankbar ist Martin Gerner, dass der Zeitplan trotz den Coronabedingten Einschränkungen eingehalten werden konnte, und die beteiligten Firmen und Facharbeiter sehr kooperativ und motiviert waren und erfolgreich Hand in Hand gearbeitet haben.
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„Ich habe mich zuvor auch in der Praxis von Dr. Pohle wohl gefühlt“, betont Martin Gerner, der von August 2018 bis März 2019 bereits in der Praxis mitgearbeitet hatte. „Doch nachdem Dr. Pohle beinahe 40 Jahre hier sehr erfolgreich gewirkt hat, war nun einfach die Zeit gekommen, ihr nach der Praxisübergabe ein neues Erscheinungsbild zu geben und sie nach meinen Vorstellungen zu gestalten“. Praxisübernahme im Januar dieses Jahres Schon während seiner ersten Tätigkeit in der Praxis Dr. Pohle bestand für Martin Gerner die Option die Hausarztpraxis nach dem altersbedingten Ausscheiden von Wolfgang Pohle zu übernehmen, doch Dr. Gerner, Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Allgemeinmedizin, wollte sich zuvor noch in der chirurgischen Ambulanz in der Helios-Klinik Titisee-Neustadt weiterbilden, nachdem er bereits in Arztpraxen für Kinderheilkunde, Hals-NasenOhren-Heilkunde, Neurologie und Psychiatrie hospitiert hatte.
Seine Medizinische Ausbildung hatte Martin Gerner davor bereits im Bereich der Inneren Medizin im Evangelischen Diakoniekrankenhaus Freiburg, im Nierenzentrum Freiburg und im Universitätszentrum Bad Krozingen absolviert, sowie in Praxen für Allgemeinmedizin im Gesundheitszentrum Todtnau. Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung zum Facharzt für Allgemeinmedizin Ende letzten Jahres, war dann die Zeit für die Praxisübernahme gekommen, und im Januar 2020 hat Dr. Gerner die Praxis von Dr. Wolfgang Pohle schließlich übernommen. Wohnort einen Steinwurf von der Praxis entfernt Aufgewachsen ist Martin Gerner in Ochsenhausen in Oberschwaben. Nach einem Freiwilligendienst in Brasilien führte ihn sein Medizinstudium nach Freiburg, da seine Partnerin aus Littenweiler stammt und zu dieser Zeit ebenfalls in Freiburg studierte. Heute sind die beiden verheiratet, Eltern dreier kleiner Kinder und wohnen nur einen Steinwurf entfernt von der Praxis. Den Kontakt zu Dr. Pohle hergestellt hatte die Großmutter seiner Ehefrau, die selbst langjährige Patientin von Dr. Pohle war, und diesem hin und wieder vom Partner ihre Enkelin, dem jungen, aufstrebenden Facharzt berichtete, worauf sich Eines zum Anderen fügte . . .
„Dass ich hier in meinem Wohnort und der Heimat meiner Frau eine Hausarztpraxis übernehmen konnte, ist ein großes Glück“, weiß Martin Gerner „und ich bin sehr dankbar, dass viele der langjährigen Patienten von Dr. Pohle nun mir ihr Vertrauen schenken“. „Wichtig ist mir, dass für sie alles so bleibt, wie sie es gewohnt waren, auch wenn sich das Erscheinungsbild ihrer Praxis nun deutlich verändert hat“.
Auch das bewährte Praxisteam, die langjährigen Mitarbeiterinnen Gerlinde Ledergerber, Maria Klein und Isabel Steiert hat Dr. Gerner gerne übernommen, „sie waren mir gerade in der turbulenten Anfangszeit eine wichtige und wertvolle Stütze“, und auch sie freuen sich über die neu gestalten Räumlichkeiten und die modernen und funktionellen Arbeitsplätze. Dr. Martin Gerner möchte seine Patienten als Hausarzt langfristig begleiten und ihr erster Ansprechpartner in allen medizinischen Fragestellungen sein. „Die große Mehrzahl der Beratungsanlässe kann ein gut ausgebildeter Hausarzt ohne Facharztüberweisung lösen, in den anderen Fällen werden die Patienten an die richtigen Spezialisten verwiesen“, so Dr. Gerner, „wichtig ist, dass alle gesundheitlichen Informationen beim Hausarzt zusammen laufen. Er behält den ganzen Menschen im Blick und trägt dafür Sorge, dass sich beispielsweise verschiedene Therapieempfehlungen untereinander vertragen“.

Praxis Dr. Martin Gerner, Sonnenbergstr. 15, 79117 Freiburg-Littenweiler,
Tel 0761 / 6 49 49, http://www.hausarzt-littenweiler.de.
Sprechzeiten: Montag bis Freitag, 7.30 – 12.00 Uhr
sowie Dienstag und Donnerstag 17.00 – 19.00 Uhr.
(Infekte derzeit erst ab 11.00 Uhr, bitte mit telefonischer Anmeldung.)
24.6.2020, Gisela Heizler-Ries, http://www.dreisamtaeler.de

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Ärztin mit offenem Brief zu Coronakrise: Zuerst nicht schaden
Kerstin Abe ist Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie mit eigener Praxis im thüringischen Römhild. Sie hat einen Offenen Brief, einen „Aufruf an alle Ärzte, Therapeuten, Berater und alle, die im sozialen Bereich unseres Landes tätig sind“ geschrieben. „Ist die derzeitige Therapie des Lockdowns noch angemessen?“, fragt sie in dem Schreiben, in dem sie ihre Kollegen zum fachkundigen Hinterfragen von Schaden und Nutzen der gegenwärtigen Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen aufruft. „Ich vermisse derzeit, eine kritische Prüfung der bisherigen Therapien an der Gesellschaft bzw. der erfolgten Maßnahmen, eine klare Kommunikation zwischen den einzelnen Wissenschaftszweigen, einen achtsamen wertschätzenden Diskurs von verschiedenen Experten über die Grundsätze des Handels. […] Kommen wir unserer Pflicht nach, über Nebenwirkungen aufzuklären und bei schadenden Therapien, die Beendigung zu fordern.“
Sie hat ihren Aufruf via E-Mail etc. verbreitet. Da es sich um einen Offenen Brief handelt, dokumentieren wir ihn hier:

Primum nihil nocere – Zuerst nicht schaden
Aufruf an alle Ärzte, Therapeuten, Berater und alle, die im sozialen Bereich unseres Landes tätig sind
Primum nihil nocere – dieser Grundsatz der hippokratischen Tradition, der ärztliches Handeln leiten soll, kommt mir in den vergangenen Wochen immer wieder in den Sinn.
Es ist das Hinterfragen meines ärztlichen und therapeutischen Tuns, welches sich nach diesem Grundsatz ausrichtet und auf den noch 2 andere folgen, nämlich zweitens vorsichtig sein und drittens heilen.
Nunmehr, nach der Beobachtung der Entwicklung einer weltweiten Krise, deren Folgen wir derzeit noch überhaupt nicht abschätzen können, möchte ich fragen:
Sind wir Ärzte, Therapeuten und Berater diesem Grundsatz im Verlauf der Krise treu geblieben?
Sind wir unseren ursprünglichen beruflichen Aufgaben und Lehrsätzen, Leitlinien und ethischen Grundregeln gefolgt?
Wenn wir diese Pandemie aus dem Blickwinkel betrachten, als wäre sie unsere Patientin/Klientin.
Wie sollten wir professionell vorgehen?

Nach den ersten rettenden Notmaßnahmen ist es doch unsere Aufgabe die Diagnose kritisch zu prüfen, unsere Hypothesen zu hinterfragen, differentialdiagnostisch abzuwägen, sich in den interdisziplinären Austausch und Disput zu begeben, Interaktionen und Kontextbedingungen anzuschauen, neue Zusammenhänge herzustellen, Quer zu denken, die neusten Studien und Forschungsergebnisse einzuarbeiten, um dann daraus eine weitere Therapie/Beratung abzuleiten.

Haben wir dann angemessene Informationen und dazu gut überlegt und abgewogen, können wir uns zu einer weiteren Therapie entschließen.

Auch hier gilt wieder – Primum nihil nocere – Zuerst nicht schaden
Wir müssen die Wirkungen und die Nebenwirkungen der Therapie abwägen und immer wieder prüfen, ob die Wirkungen gegenüber den Nebenwirkungen das Primat haben.
Als Berater, insbesondere den Systemen verpflichtet, müssen wir unsere Hypothesen prüfen, unvoreingenommen neugierig sein und die Neutralität und Allparteilichkeit wahren.
Ich frage mich nun, haben wir bei dieser Art der derzeitigen Therapie des Lockdowns unsere professionelle Arbeit getan?
Haben wir Ärzte und Berater aller Richtungen, unsere Erfahrungen, unsere ethischen Prinzipien, unser Wissen, unsere Intuition allen Menschen zur Verfügung gestellt?
Wann haben wir angefangen, nur an die Zahlen, die medial kommunizierten Lösungen, die politisch verordneten Maßnahmen zu glauben und uns in kleinteilige Auseinandersetzungen um Schutzkleidung, Abrechnungsnummern, Öffnungs- oder Schließungszeiten, Ab- oder Zusage von Lehrveranstaltungen verwickeln zu lassen?
Wo sind die vielen Ethikkommissionen, die beratend zur Seite stehen sollen, wenn einem multimorbiden Menschen eine Maximaltherapie oder gar eine schädliche Therapie angeboten werden soll?
Haben wir genügend Fragen gestellt, um herauszufinden, ob der Grundsatz, nicht zu schaden, geprüft wird und wurde?
Gerade als Neuropsychiaterin und systemische Therapeutin schaue ich auf die Nebenwirkungen im Bereich meines Fachgebietes der derzeitigen Therapie, die unseren Menschen übergestülpt wurde.
Ich sehe da Depressionen, Angst- und, Zwangsstörungen, wahnhafte Störungen, Folgen häuslicher Gewalt und sozialen Ruins, Einsamkeit bis hin zur Isolation, Alkoholmissbrauch, Zunahme der Krankheitssymptome durch fehlende Regelmäßigkeit von Heilmittelanwendungen bis hin zum Steigen der Suizidalität und transgenerationalen Traumatisierung.

Jeder Kollege, jede Kollegin sollten sich fragen, welche Nebenwirkungen in seinem/ihrem Fachgebiet entstehen und wir sollten alle zusammen, die schadenden Bestandteile der Therapie Lockdown klar benennen und uns für die Beendigung einer solchen Therapie stark machen.

Wir sind allen bedürftigen Menschen verpflichtet, nicht Szenarien, nicht Zahlenspielen, keinen einzelnen Statistiken. Unser ärztliches und beraterisches Verhalten muss geleitet sein von handwerklicher Präzision und ethische-moralischen Prinzipien und niemals von Angst und der damit verbundenen Denkhemmung.

Wem soll zuerst nicht geschadet werden?

Steht es uns zu, einem Urteil blind zu folgen, anstatt unser ganzes fachliches Wissen, unsere Erfahrung, unsere Beobachtungsgabe und unsere Intuition anzuwenden, um laut und offen in einen Disput mit allen Fachbereichen zu treten, um so viele Menschengruppen wie nur möglich in das „Nicht Schaden“ einzubeziehen.

Primum nihil nocere – Zuerst nicht schaden
Entsteht gerade ein Schaden auf biopsychosozialem Gebiet, welcher uns noch Jahrzehnte begleiten wird?!
Folgen wir einfach den Argumenten von unklaren Testergebnissen, von Computern errechneten Szenarien, von virtuellen Kurven oder schauen wir auf unsere originären Aufgaben, auf die Menschen da draußen.

Wer von den Experten, die derzeitig fast ausschließlich Zahlen melden, Testergebnisse auswerten und Kurvenabflachungen beschwören, schaut auf die vielen Kinderseelen, die Jugendlichen, die Familien, die akut und chronisch nicht an Corona Erkrankten. Hier entstehen Traumatisierungen durch häusliche und seelische Gewalt, finanziellen Ruin, erschöpfte Eltern, Zerrüttung von Partnerschaften, Versäumnisse in Akut- und Langzeittherapien in allen Altersgruppen, Belastungen der betagten Generation, durch Einsamkeit, Isolation und fehlende Anregung, und Vieles mehr, was wir erst viel später oder dann in komplizierten und schwer beeinflussbaren Krankheits- und Entwicklungsbiographien erleben werden.

Sind die uns folgende Generationen genauso gut geschützt, wie die derzeit immer wieder zitierten Risikogruppen?
Wer kann das Leid der traumatisierten Seelen der nachfolgenden Generationen ermessen, in Kurven darstellen oder gar errechnen?

Diese Auswirkungen sind mit keinem kurzfristigem „Rettungsschirm“, keiner finanziellen Soforthilfe, keinem Darlehen, keiner Stundung, keiner Steuererleichterung zu lindern.
Diese Auswirkungen werden sich tief in die Seelen und die Krankheitsbiographien eingraben und evtl. sogar als transgenerationelle Traumatisierung noch an Generationen weitergegeben werden.

Primum nihil nocere – zuerst nicht schaden
Ich frage: Ist die derzeitige Therapie des Lockdowns noch angemessen?
Ich vermisse derzeit, eine kritische Prüfung der bisherigen Therapien an der Gesellschaft bzw. der erfolgten Maßnahmen, eine klare Kommunikation zwischen den einzelnen Wissenschaftszweigen, einen achtsamen wertschätzenden Diskurs von verschiedenen Experten über die Grundsätze des Handels.

Primum nihil nocere – Zuerst nicht schaden
Ich rufe alle therapeutisch tätigen Kollegen auf:
Bleiben wir nicht stumm!
Melden wir uns in unseren Berufsgremien zu Wort
Lassen wir die Politik wissen, dass wir eine therapeutisch-ethische Haltung haben und diese nicht verschweigen werden.
Bieten wir unsere fachliche Hilfe an
Zeigen wir, dass wir aufgeklärte, humanistisch denkende, eigenverantwortliche, kritische und mündige Bürger sind
Setzen wir uns für die Menschen ein, die wir fachgerecht tagtäglich betreuen!
Kommen wir unserer Pflicht nach, über Nebenwirkungen aufzuklären und bei schadenden Therapien, die Beendigung zu fordern.
Fordern wir einen Expertenrat verschiedener Wissenschaften, der den Prinzipien humanistischen, wissenschaftlichem und therapeutischen Handelns folgt.
Der auch in der Lage ist, die Situation unbestechlich, ethisch-humanistisch korrekt, frei von Gruppeninteressen und konkurrenzfrei zu analysieren und daraus ein Handlungskonzept für alle Bürger und die Politik zu entwickeln.
Fordern wir die sofortige Aufhebung der Hindernisse für Therapie sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, in den Schulen, Kindergärten, Tagesstätten und allen sozialen Einrichtungen, die Menschen betreuen.
Es muss gehandelt werden!
Jetzt!
Dipl. med. Kerstin Abe
23.4.2020 https://www.achgut.com/artikel/zuerst_nicht_schaden_der_aufruf_einer_aerztin

Kompetenzprofil von Dr. med Kerstin Abe
https://www.isa-mv.de/freie-dozenten.html

Kommentare:
Heute, ganz großes Kino! Die Presse berichtet,
Merkel spricht mit „gebrochener Stimme“ vor dem Bundestag, wenn sie an die armen, isolierten Alten in Seniorenheimen und Krankenhäuser denkt, die jetzt einsam sterben werden, weil ihnen der Besuch von Angehörigen durch ihre schwachsinnige Dilettantenpolitik verwehrt wird und wurde. Eine machtgeile Propagandistin gibt ihr Letztes. Mit plötzlicher Trauer, Merkelscher Anteilnahme (hahaha), ein Paradoxon an sich, setzt Muddi zum großen Showdown an, zur NACHHALTIGEN Verknechtung der Bevölkerung. Keiner verläßt den Raum, Kontaktsperre all over, bevor nicht ALLE geimpft und ´verapptˋ sind. Das werden wir mal sehen! Muddi in Hochform, die Frisur sitzt, die Pillen wirken! Deutschland begibt sich auf TALFAHRT. Finde es WELTKLASSE, daß eine Ärtzin zum Nachdenken aufruft, etwas unternimmt! Natürlich wird sich deshalb erst einmal nicht viel ändern, aber wer nichts tut, ändert gar nichts. Und eine kleine Made kann in einem bereits überreifen Apfel oftmals mehr bewirken, als sich der später ihn Verzehrende jemals wünschte.
23.4.2020, Sabine SCH. AO
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Ja, die Ärzte sind an diesem Dilemma mitschuldig!
Sie haben ihre “Verwaltung” jahrzehntelang geduldet und mitgetragen! Warum unterwerfen sich ausgebildete Mediziner, die nun wahrhaft lange Ausbildungszeit in Kauf nehmen müssen, einer ausufernden Bürokratie, die auf die Belange der Patienten keinerlei Rücksicht mehr nimmt? Da werden “Behandlungsrichtlinien” ausgegeben, an die sich Ärzte klammern (müssen), weil sie sonst Ärger mit Ärztekammern und Krankenkassen bekommen. Der Patient, der sich vom Arztbesuch Heilung erhofft, bleibt auf der Strecke, vor allem, wenn es sich um chronische Erkrankungen handelt. Oder wenn ein Patient “anders” auf bestimmte Medikamente reagiert (sollte in Medizinerkreisen als “paradoxe Reaktion” bekannt sein). Ich habe in der DDR mitbekommen, wohin die Bestimmung “von oben” führt! Leider ist es im hochgelobten “freien Teil” Deutschlands nicht anders! Und etlichen Ärzten scheint eigenes Denken auch abhanden gekommen zu sein. Wie anders soll ich zum Beispiel die kritiklose und z. T. verharmlosende Massenverordnung von Antidepressiva verstehen? Wirklich helfende Medis werden als “süchtig machend” verteufelt, obwohl das Suchtverhalten ein sehr individueller Faktor ist. Frau Abe stellt in ihrem Artikel in der Tat einige brennende Fragen. Aber ich glaube nicht, dass die Ärzte als Gemeinschaft auftreten können und irgendeine für die Patienten befriedigende Änderung der teilweise schon seit Jahren herrschenden Zustände bewirkt! Jedenfalls hört mir mein Tierarzt besser zu und bemüht sich mehr um meinen Patienten, als es bei allen (noch praktizierenden) Humanmedizinern der Fall war! Gegen die Gockeleien eines Bankkaufmannes und einer sinnlosen Kanzlerin bewirkt dieser Brief jedenfalls nichts! Und die “Kollegen” der Frau Abe tun ganz sicher nichts, um ihre Absichten zu unterstützen!
23.4.2020, R.H.
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Leute, Leute. Transgenerationale Traumatisierung durch ein paar Wochen Lockdown.
Noch eine Nummer grösser geht nun wirklich nicht mehr. Die Kinder, die mit gutem Essen, warmen Betten und Multimedia-Bespassung eine begrenzte Zeit mit ihren gestressten Eltern zusammen verbringen müssen, tragen also ein schweres Trauma davon und vererben ihre psychischen Corona-Schäden dann sogar an nachfolgende Generationen? Fragt doch mal bei den ganz Alten aus den “Risikogruppen” nach, was echte existentielle Not war. Was Hunger, Gewalt und Tod der Liebsten in den Seelen hinterlassen und ob wir uns nicht schämen sollten, das mit “für kurze Zeit mal zu Hause spielen und lernen” zu vergleichen. Mir geht der Missbrauch des Traumatisierungsbegriffes für jede kleine Zumutung wie “ein paar Wochen mit den Eltern zu Hause verbringen” derart auf den Geist!
23.4.2020, M.H.
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Großen Dank an die mutige Frau Abe.
Ich hoffe, die Mediziner werden sich ihrer Verantwortung bewußt und reagieren jetzt massiv im Geiste von Hippokrates, auf den sie ihren Berufseid abgelegt haben, machen ihren Mund auf und wehren sich gegen die Gockeleien eines Bankkaufmanns und einer Kanzlerin, die ihnen, den Ärzten, nicht im Geringsten das Wasser reichen können. Ich füge dem Gesagten hinzu, was die Aufgeklärten unter uns schon wissen. 1. Angst macht unfrei und unfähig, Fakten aufzunehmen und zu verarbeiten. 2. Prof. Ioannidis sprach von einer 50 bis 80mal höheren Dunkelziffer derer, die schon Covid19 durchgemacht haben ohne es bemerkt zu haben. Woraus 3. folgt, daß die Sterberate bei 0,2 Prozent liegen könnte, in der Mehrheit Patienten über 80 mit schweren Vorerkrankungen und deswegen zusammengebrochenem bzw. zusammenbrechenden Immunsystem, sodaß intensivmedizinische Behandlung nichts Positives mehr bringen konnte. Was in den geringen Fällen auch auf die jüngeren Verstorbenen zutrifft. 4. Falls immer noch einer die Bilder von Italien als Argument benutzt, dem sei Folgendes zur Überlegung mitgegeben: Als 2015 beim Ansturm der Flüchtlinge die deutsche Grenze nicht geschlossen wurde, redete sich die Regierung (de Maizière) mit schlechten Bildern heraus, die man keineswegs zulassen dürfe… Soviel zur Suggestionskraft von Bildern. 5. Wir sollten jetzt massiv von der Regierung einen flächendeckenden Antikörpertest fordern (möglichst alle, anstatt Maskenzwang), um belastbare Zahlen der tatsächlich überstandenen Erkranktenzahlen zu haben, um endlich wieder RUHE in die Bevölkerung zu bringen. Damit wir uns 6. wieder der Existenzsicherung widmen können. 7. Die Merkel-Regierung und Spahn haben zum Gegenteil beigetragen, deswegen muß deren sofortiger Rücktritt gefordert werden.
23.4.2020, Gudrun D.
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Was gewaltig schief gelaufen ist in dieser Krise: Die Balance ist verlorengegangen.
Welche Balance? Die Balance zwischen Ermöglichen und Erzwingen, zwischen Individueller Vorsorge und erzwungenem kollektivem Altruismus. Während man durch Lügen die individuelle Vorsorge behindert, ja sie durch Versäumnisse bei Warnungen, Verhaltenshinweisen, Bevorratung und Beschaffung nahezu unmöglich gemacht hat, zwingt man den Einzelnen in kollektive Brachialmaßnahmen, die für keine individuelle Abwägung mehr offen sind. Höchst selektiv werden Lebensentwürfe zerstört, Existenzen vernichtet, Unternehmen kleiner Geschäftsleute ruiniert. Keiner kann mehr selbst entscheiden, ob er sein Restaurant öffnen will, oder ob er eines besuchen möchte. Niemand darf mehr sein persönliches Risiko wägen und nach seinen Präferenzen entscheiden. Niemand hat mehr das Recht, sich in Gefahr zu begeben. Immer wird darauf verwiesen, er könne andere gefährden, weshalb ihm eine eigene Entscheidung verboten ist. Dieses Prinzip führt direkt in die Knechtschaft in Armut. Man stelle sich nur vor, im Gefolge dieses Virus komme ein neues, gleichfalls unbekanntes, und es gehe so weiter. Wo landen wir dann? Natürlich ist es richtig, sich zu schützen, und selbstverständlich ist es eine gesellschaftliche Aufgabe, das Gesundheitssystem zu rüsten und nachzubessern, wo erforderlich. Aber wenn letzteres erfolgt ist, wenn Masken und Desinfektionsmittel ausreichend zur Hand sind, ist es an der Zeit, vom Zwang zurückzukehren zu dem, was unsere Gesellschaft ausmacht: individuelle Handlungsfreiheit. Es lebe die Freiheit!
23.4.2020, A.P.

 

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