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Blumen und Maske unter badischer Sonne am 10. August 2012

  • http://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/export-euros-bildung-migration/ (10.2.2017)
  • Deutscher Exportüberschuß nur mit Pleitestaaten (7.5.2016)
  • Hans-Werner Sinn: D als zweitgrößte Nettogläubiger der Welt verliert seine Forderungen (3.3.2016)
  • Deutsche Exporte führen zu Investition und Wachstum (21.2.2015)
  • Deutscher Export bricht im Juli 20114 alle Rekorde (9.9.2014)
  • Deutsche Wertarbeit – Exportschlager (12.7.2014)
  • Regionales Handwerk hat großen Anteil am deutschen Exporterfolg (8.7.2013)
  • http://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/multis-im-inland-steuerfrei/ (1.12.2012)
  • Deutschland muss Exporterlöse langfristig abschreiben (11.8.2012)
  • Exportgüter den eigenen Bürgern schenken, nicht den EU-Südländern (9.8.2012)

 

Deutscher Exportüberschuß nur mit Pleitestaaten
Deutschland fährt zur Zeit einen Handelbilanzüberschuss von 6%, v.a. eben nicht mit wachstumsstarken asiatischen Ländern, sondern mit den Pleitestaaten der Eurozone, Grossbritannien, USA mit einem chronischen Defizit. Das heisst wir arbeiten wie die Verrückten, üben immer mehr Druck auf die Arbeitenden aus, und bekommen im Gegenzug nur Schuldscheine von Ländern die überhaupt nicht die Leistungskraft haben,diese zurückzuzahlen. Dazu zahlt Deutschland Netto 12 Milliaren an die EU, das allein ist ein Viertel des Handelsüberschusses mit der Eurozone, den wir einfach so verschenken.
Auf gut Deutsch: wir arbeiten wie die Hamster im Hamsterrad umsonst, anstatt mal auf Binnennachfrage, Investitionen und Einräumen der Zeit für dringend benötigten Nachwuchs zu setzen. Die Japaner sind in diesem Wahnsinn schon weiter, Ergebnis: Vergreisung, Verarmung der Mittelschicht. Nur das Zuwanderungsproblem mit Massen an Geringqualifizierten haben sie nicht an der Backe.
Mehr Freihandel bedeutet steigende Produktivität ,d.h. noch mehr wirtschaftlichen und Wettbewerbsdruck auf die Arbeitenden, die Landwirtschaft, der Zwang zur Durchökonomisierung, mehr Wegrationalisierung und Verlagerung.
7.5.2016, Andreas Setzer

 

D als zweitgrößte Nettogläubiger der Welt verliert seine Forderungen
Es hat vor allem für Deutschland erhebliche Konsequenzen, weil Deutschland der zweitgrößte Nettogläubiger der Welt ist. Für unser Auslandsvermögen erhalten wir immer weniger Zinsen, und vielleicht müssen wir dafür in Bälde sogar selbst Zinsen zahlen. Die Schuldnerländer werden auf diese Weise von ganz alleine entschuldet, und vielleicht werden die Schulden auch noch zusätzlich durch eine Inflation reduziert, wie sie von der EZB offen angestrebt wird. Die Deutschen denken, dass sie später, wenn sie in Rente gehen, das Geld zurückbekommen, das sie ans Ausland verliehen haben. Aber die Schuldner haben bei der EZB das Sagen und versuchen, ihre Schulden mit deren Hilfe erträglicher zu machen, wenn nicht gar zu verringern. …
Alles von Hans-Werner Sinn zu “Es ist Aufgabe der Kanzlerin, Staatsgebiet zu schützen” in DIE WELT vom 3.3.2016 bitte lesen auf
http://www.welt.de/wirtschaft/article152864656/Es-ist-Aufgabe-der-Kanzlerin-Staatsgebiet-zu-schuetzen.html

 

Deutsche Exporte führen zu Investition und Wachstum
Deutschland exportiert neben Pkws hauptsächlich Maschinen, Maschinenteile und Chemieprodukte, also Investitionsgüter. Diese Produkte werden benötigt, um Fabriken zu bauen und um weiter verarbeitet zu werden (Chemie). Wenn wir Exportüberschüsse erwirtschaften, wird in den Defizitländern produziert und die Produktionskapazitäten erweitert oder modernisiert. Deutsche Exporte führen in den Exportländern somit zu Investitionen und Wachstum. Die Empfänger unserer Waren können damit neue Produkte herstellen, mit denen sie Geld verdienen und ihre Kredite zurückbezahlen können. Die These, der deutsche Exportüberschuß bzw. positive deutsche Aussenbeitrag würde die Importländer knebeln bzw. zu deren Lasten erfolgen, ist somit falsch.

Grundsätzlich ist beim Export zu unterscheiden, ob Konsum- oder Investitionsgüter ausgeführt werden:
Der Exportweltmeister China  als “Fabrik der Welt” erzielt sine Erlöse im Ausland hauptsächlich durch die Ausfuhr von Konsumgütern – zum Nachteil seiner Kunden. Beispiel Griechenland: Statt weiter Kleidung aus eigener Produktion zu kaufen, auf Elektroartikel zu verzichten oder mehr zu exportieren, haben die Griechen auf Kredit chinesische Produkte gekauft und damit die eigene Produktion ruiniert.
Deutschland ist Exportweltmeister in Sachen Investitionsgüter, die ausgeführten Produkte kurbeln die industrielle Produktion an und sorgen für Wachstum der einheimischen Wirtschaft
21.2.2015

 

Deutscher Export bricht im Juli 20114 alle Rekorde
Das hat es selbst in der Exportnation Deutschland noch nie gegeben: Innerhalb eines Monats hat die deutsche Wirtschaft im Juli Waren im Wert von mehr als 100 Milliarden Euro ins Ausland geliefert.
Alles vom 9.9.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/deutscher-export-bricht-alle-rekorde–90362297.html

exporte-produkte2014
Produktgruppen Warenwerte 1, Halbjahr Januar-Juni 2014

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Anteile am Handelsvolumen 2013 in Prozent – Quelle: Statistisches Bundesamt

 

“Wir verdienen unser Geld im Ausland und die anderen sorgen für die Sicherheit”
Ein Drittel seines Sozialprodukts erwirtschaftet Deutschland aus dem Ausland über seine Exporte. Aus diesem Grunde funktioniert der Slogan “Wir verdienen unser Geld im Ausland und die anderen sorgen für die Sicherheit” immer weniger. Deutschland muß sich an der internationalen Krisenbewältigung beteiligen – ggf. auch mit Militär.

 

Deutsche Wertarbeit – Exportschlager
“Die Deutschen finden, dass der Rest der Welt Sachen baut, die nicht taugen. Wer einmal das Gewicht eines deutschen Fensters gespürt oder den befriedigenden Ton gehört hat, mit dem es zufällt, der weiß: Sie haben einen Punkt.”
Roger Cohen, 58, britischer Journalist,
in einem Kommentar 12.7.2014 der New York Times über deutsche Wertarbeit.

 

 

Regionales Handwerk hat großen Anteil am deutschen Exporterfolg

Der deutsche Exporterfolg gebührt nicht nur der Industrie – auch viele Handwerker aus der Region sind bei der Globalisierung dabei. Die deutsche Wirtschaft ist so stark in den Welthandel eingebunden wie kaum eine andere. Das gilt aber nicht nur für die Großindustrie, sondern auch für Handwerksbetriebe. Es steckt jede Menge Handwerkerleistung in den Fahrzeugen und Anlagen der Auto- und Maschinenbauer. Und es gibt eine Menge deutscher Handwerksbetriebe, die selbst und selbstbewusst mit ihren Leistungen und Produkten weltweit unterwegs sind.
“Wir machen Orgeln für Gott und die Welt”, sagt Wolfgang Brommer aus Waldkirch. Er hat zusammen mit Heinz Jäger vor 25 Jahren eine Orgelbauwerkstatt gegründet. Heute stattet er Kirchen und Konzerthäuser in den USA, Australien, Japan, Korea. Und nach China – wo es nicht nur den Konfuzianismus, sondern auch beide christlichen Konfessionen gibt. Und wo es einst eine deutsche Kolonie gab, tief im Osten in der Provinz Schandong. Der Waldkircher Meisterbetrieb hat für die evangelische und die katholische Kirche sowie das Konzerthaus der Acht-Millionen-Stadt Quingdao Orgeln gebaut. “Es gibt 50 000 Gotteshäuser in China. Wenn wir ein Prozent davon mit Orgeln ausstatten können, reicht’s noch für unsere Enkel”, witzelt Wolfgang Brommer. Er ist auf Absatzmärkte im Ausland angewiesen. In der Heimat ist das Geschäft begrenzt. Eine Orgel ist kein Instrument, das alle paar Jahre gewechselt wird. Sie hält über Generationen.

International wurden die Waldkircher Orgelmeister, nachdem sie ein EU-Förderprogramm für Mittelständler entdeckt hatten, das ihnen das Reisen und die Kontaktaufnahme auf fremden Märkten erleichterte. Wer raus will in die weite Welt kann auch eine staatliche Organisation nutzen, die sich als “Servicestelle und Türöffner für die deutsche Wirtschaft” versteht. Das sagt Volker Berresheim, Leiter des Referats für Außenwirtschaftsförderung, über die mehr als 200 deutschen Botschaften im Ausland. “Wir sind vor Ort, immer. Wir kennen die politische Lage, wir kennen die Leute, wir haben ein Netzwerk”, sagte Berresheim jüngst bei einem Außenwirtschaftsworkshop, den die Handwerkskammer Freiburg in den Räumen der Orgelwerkstatt Jäger und Brommer in Waldkirch durchführte. Es gibt auch andere Helfer und Ratgeber für Exportwillige, es gibt die deutsche Außenhandelskammer, die Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern. Deutschland genieße in der Welt gerade wegen des wirtschaftlichen Potenzials hohes Ansehen und großes Vertrauen.

50 000 Handwerksfirmen sind im Export tätig
Die deutsche Handwerkerleistung werde auf den großen Märkten der Welt als Premiummarke geschätzt – nicht nur im Orgelbau. Bundesweit sind 50 000 Handwerksbetriebe im Export tätig. Das sind fünf Prozent aller registrierten Kammerbetriebe. “In Baden-Württemberg sind 6000 bis 8000 Handwerksbetriebe international tätig. Sie machen drei Milliarden Euro Umsatz”, sagt Jürgen Schäfer, Geschäftsführer der Handwerkskammer des Landes für den internationalen Bereich. Das sind drei Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Auch Schäfers Abteilung hilft dabei, im Ausland Kontakte anzubahnen und Aufträge einzuwerben. Es gibt Netzwerke für das Bauhandwerk (BW-Construction und Ena) und die Schreiner (Schreiner International). Es gibt Kooperationsbörsen und Reisen zu Messen im Ausland und Handwerker können bei Regierungsdelegationen dabei sein.

“Das Handwerk steht für das Qualitätssiegel made in Germany”, sagt Johannes Burger, Hauptgeschäftsführer der Freiburger Kammer. Er erinnert daran, dass Handwerker immer schon auf der Walz waren. Es geht immer um solide Werkstücke:
die edlen Möbel von Becherer aus Elzach für Hotels und Vorstandsetagen;
die Stahlkonstruktion für Pfeiler einer Hängeseilbrücke in Nigeria von Belle in Wyhl;
die luxuriösen Ladeneinrichtungen von Ganter Interior aus Waldkirch;
die Brennereianlagen von Müller in Oberkirch.
Familienbetriebe sind es meist und oft mehr als 100 Jahre alt.

Manche Projekte sind spektakulär. Die größte solarbetriebene Turmuhr der Welt – 43 Meter im Durchmesser, mit 22 und 17 Meter langen und tonnenschweren Zeigern – ist von dem Calwer Familienunternehmen Perrot Turmuhren gebaut worden. Auf dem 600 Meter hohen Turm eines Einkaufszentrums in der saudi-arabischen Pilgerstadt Mekka. Noch in acht Kilometern Entfernung kann man das Zifferblatt lesen. Den Einbau von Uhrwerk, Zifferblatt und Zeigern mussten die Christen aus dem Nordschwarzwald aber den Muslimen an ihrem heiligsten Ort überlassen. Die Turmuhrspezialisten aus Calw waren per Videokonferenz dabei.
8.7.2013, Heinz Siebold

 

 

Deutschland muss Exporterlöse langfristig abschreiben
“Im Übrigen ist Deutschland auch nicht der Gewinner des Euro. Das ist ein politisches Märchen zur Beruhigung der Bevölkerung. Unser Exportmodell beruht in der Peripherie auf Krediten, die unsere Volkswirtschaft langfristig größtenteils abschreiben muss. Für die Exportwirtschaft positiv, für die Gesamtwirtschaft fatal, da wir Geschenke ohne Gegenwert produzieren.”
Georg Milbrad, Ministerpräsident Sachsen, 11.8.2012, www.zeit.de

 

Exportgüter den eigenen Bürgern schenken, nicht den EU-Südländern

Wenn eine junge Politikerin wie die demnächst 33-jährige Franziska Brantner (Die Grünen) schreibt: “Wir müssen in einer Haftungsgemeinschaft für die Schulden der anderen Euroländer einstehen”, dann staune ich nicht schlecht. Angeblich muß es Deutschland tun, damit es seinen Export und Arbeitsplätze rettet. Deutschland soll also für die Südländer zahlen, damit die Menschen dort deutsche Produkte kaufen. Außer der banalen Frage, was denn ein Export nutzt, den das exportierende Land selbst bezahlt, gibt es eine viel kniffligere Frage: Wäre es dann nicht besser, das, was sonst exportiert wird, den Bürgern des eigenen Landes zu schenken statt denen des fremden Landes”.
Richard Sulik, bis zur EFSF-Abstimmung Okt. 2011  Parlamentspräsident der Slowakei, 9.8.2012, www.zeit.de

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