Wagenburg

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Flohmarkt auf dem Parkplatz am Bahnhof Littenweiler am 7.9.2013 – Wagenburg “Sand im Getriebe” rechts

 

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(1) Freiburg-Littenweiler 9.11.2013       (2) Rauch am 7.1.2014                        (3) 11.4.2014 Oberrieder Strasse

wagengruppe140414          wagenburg2demo140419           wagenburg1demo140419
(4) 14.4.2014 Oberrieder Strasse          (5) Demo 19.4.2014 am Hauptbahnhof   (6) 19.4.2014 – jedem sein Laster

(1) Die Wagenburg “Sand im Getriebe” auf dem Parkplatz am Littenweiler Bahnhof
(2) Leider so oft in der kalten Jahreszeit: Beißender Rauch über der Wagenburg – was wäre, wenn alle alles verfeuern würden, was irgendwie brennt?

 

Linke Wagenburgler können richtig spießig sein  – gegen Flüchtlinge
Auf 8000 Quadratmetern leben 20 Linksradikale in Wohn- und Gemeinschaftswagen. Nun sollen sie zusammenrücken, damit Flüchtlinge unterkommen – und rebellieren. Die Politik ärgert sich über Doppelmoral. …. Alles vom 30.3.2016 bitte lesen auf
http://www.welt.de/politik/deutschland/article153728556/Linke-Wagenburgler-koennen-richtig-spiessig-sein.html
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Links-Wagenburgler gehören zum Wohlstandsmüll unserer Gesellschaft. Ihnen wurde beigebracht, daß der Andersdenkende reich ist, reich = faschistisch und somit zu enteignen. In diesen “Aktivistenkreisen” leben die besseren, an Weisheit vollkommenen Menschen, nur sie haben das Recht und die Fähigkeit zu bestimmen, was richtig ist. Natürlich sind die nicht mit den (Flüchtlings-)Neulingen kompatibel, obwohl viele eine ähnliche Weltanschauung vertreten dürften, nur wird bei den Muslimen das Wort “faschistisch” durch “ungläubig” ersetzt. Zu viele Nehmer an einem Ort führt zu Futterneid.
30.3.2016, Dr.Hans

Ich dachte bisher, in “Gated Communities” würden nur reiche Ausbeuter wohnen :-) Von den 20 Teilen werden auch 20 HartzIV beantragt haben. Das ist aber jetzt verwunderlich, denn das sind doch die Willkommensaktivisten der ersten Stunde. Wahrscheinlich nur, wenn das die anderen ausbaden dürfen.
1000 Euro Miete für 8000 m² Mitten in Berlin? Das ist Veruntreuung öffentlichen Eigentums. Die Existenz dieses Hippieparadises hat null Mehrwert für die Gesellschaft. … Das sehen Sie vermutlich etwas zu eng – Dank Länderfinanzausgleich, kann man solche Experimente natürlich wagen.
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Linke Flüchtlingsaktivisten sind die wahren Flüchtlingshasser
Man könnte es für Satire halten. 8.000 qm für 20 Leute fast umsonst – allein das ist schon ein Ding. Dass diese Leute, obwohl offenbar zumindest zum Teil selbst Migranten und natürlich absolut “solidarisch” mit allen “refugees”, tatsächlich glauben, sich und ihrem Biotop einem Zuzug genau dieser ach so geschätzten Menschen widersetzen zu können, schlägt dem Fass den Boden aus. Und die Bezirksbürgermeisterin bittet quasi auch noch um Kooperation, und sei es noch so wenig. Denen würde ich was husten. Das ganze Drumrum-Gerede ist doch absurd: Entweder sie SIND solidarisch, dann würden sie aktiv dafür sorgen, dass der Plan klappt und über die Konditionen verhandeln. Oder sie sind eben in Wahrheit NICHT solidarisch und damit nicht nur nicht besser als die Leute, die sich gegen Asylbewerber-Unterkünfte (gewaltlos) wehren, sondern im Grunde noch schlimmer, weil sie vorgeben, etwas anderes zu sein als sie sind.
30.3.2016, Jana Molsner

 

Sand im Getriebe lehnt Angebot der Stadt ab
Ein Vorschlag, die problematische Lage in Sachen Wagenburg zu lösen, ist gescheitert: 400 Quadratmeter Fläche hatte im Oktober die Stadt Freiburg der Wagenburg “Sand im Getriebe” angeboten – am Eselwinkel, in direkter Nachbarschaft zur Wagenburg der “Schattenparker”. Die Schattenparker hatten sich bis Mitte der ersten Novemberwoche Bedenkzeit ausgebeten – und lehnen nun das Angebot ganz offiziell ab.
Auf einem Möbelhausparkplatz hatte die Gruppe zu einer Art Pressekonferenz mit Praxistest eingeladen: Dort nämlich war ein 400 Quadratmeter großes Dreieck abgesteckt, auf dem sie mit den 20 Lastwagen, Bussen und Anhängern der Wagenburg auffuhr. Auch die Vertreterinnen und Vertreter des Amtes für Liegenschaften hätten sich so vor Ort von der Unzulänglichkeit dieser Fläche überzeugen können, so die Wagenburgler in ihrer Mitteilung. Die Fläche sei zu klein.
Damit scheint der Konflikt um einen neuen selbstverwalteten Wagenplatz in Freiburg weiterhin ungelöst. Die seit September mit dem Liegenschaftsamt verhandelte Anmietung dieser Fläche beinhaltete zunächst noch die Option, ein direkt angrenzendes Grundstück dazuzumieten, um die Fläche zu erweitern. Diese Möglichkeit konnte nicht verwirklicht werden, da das Areal als Ausgleichsfläche zur Versickerung von Regenwasser benötigt wird. Mit der Ablehnung der angebotenen 400 Quadratmeterfläche startet die Wagenburg nun die Kampagne “Freiburg sucht den Wagenplatz”.
5.11.2014

 Kein Recht auf privilegierte Bevorzugung
Mit welchem Recht erwartet diese Gruppierung einen Stellplatz im Stadtgebiet Freiburg? Wenn unsereins Wohnraum für die Familie sucht und im Stadtgebiet Freiburg bei Größe und Bezahlbarkeit nicht fündig wird, der geht auch nicht zur Stadt Freiburg und stellt den Anspruch auf ein angemessenes Areal. Unsereins legt den Fokus dann auf die Umlandgemeinden, welche meist günstigere Angebote haben als das Stadtgebiet. Verkehrstechnisch sind diese Orte sehr gut an die Stadt angebunden. Sand im Getriebe hat ein Recht auf ihre alternative Lebensform, das ist unbestritten, sie haben aber kein Recht privilegierte Bevorzugung gegenüber allen anderen Gruppierungen von Lebensformen. 10.11.2014, Rüdiger Schilling, Freiburg

 

Wagenburg “Sand im Getriebe” blockiert Freiburger Rathausplatz

http://www.badische-zeitung.de/wagenburg-hat-freiburger-rathausplatz-blockiert

Endlich neue innenstadtnahe Parkplaetze. Dann park ich Morgen auch da und fordere vom Gemeindevollzugsdienst ein Gespraech auf Augenhoehe.
28.7.2014, Christian Wetzel

Vom Hotel Mama zum Campingplatz Allgemeinheit: Selbstverwirklichung ohne Selbstverantwortung
Das Paradox liegt darin, dass diejenigen, die den spießigen Staat mit seinen Regeln weitestgehend ablehnen, eben von diesem Unterstützung fordern. Das Problem, das die Herrschaften haben, ist, dass sie offensichtlich in der “Privatwirtschaft” nicht vertrauenswürdig genug erscheinen, als dass  selbst wenn es eine, den Verordnungen entsprechende Stelle gäbe, sich kaum jemand findet, der in eine Geschäftsbeziehung mit den Leuten treten will. Also soll die Stadt ran. Gelände her, innenstadtnah, billig. Selbstverwaltet und abseits des Establishments. Und natürlich 1000m² aufwärts. Bei Grundstückspreisen für Bauland von 300-700€ pro qm eine nicht unbeachtliche Forderung.
Selbstverwaltet soll es sein. Selbstverantwortlich nicht. Die soll die Allgemeinheit subventionieren. Das hat nichts mit Neid zu tun, das ist einfach nur verlogen. Es wird niemand in unserer Gesellschaft gehindert, seinen Lebensentwurf zu leben. Jeder muss sich nur selbst darum kümmern. Es wird auch keine Gruppe daran gehindert, sich irgendwo einen Platz zu mieten oder zu kaufen, um sich dort zu verwirklichen. Es gibt genügend Menschen, die ein solches Konzept leben. Gruppen die autonom einen Bauernhof bewirtschaften etc. Aber hier soll’s ja in der Stadt sein.
Und dafür sorgen sollen die Anderen. Quasi die Erweiterung von Hotel Mama zum Campingplatz Allgemeinheit.
Jeder eigentlich für sich alleine und bei Bedarf kann man ja mit Lagerfeuerromantik eine bierselig, kuschelige Atmosphäre schaffen, ein Tannenzäpfle-Kibbuz quasi. Ich bringe es einfach nicht unter einen Hut, Selbstverwirklichung ohne Selbstverantwortung.
28.7.2014, Wendelin Meier

Bewundernswert
Eigentlich bewunderswert, für wie kulturell wichtig und erhaltenswert sich diese Randgruppe im Todeskampf wähnt… Ebenso bewundernswert: die Geduld der Stadt.
29.7.2014, Mattias Tribianti

 

Stadtverwaltung bleibt bei seinem Nein
Die Verwaltung will keinen neuen Standort für einen Wagenplatz ausweisen. Die vorhandenen Standorte Eselswinkel (31 Stellplätze), Vormoos (20) und die der Schattenparker (45) reichen ihrer Meinung nach aus; Übergangsplätze seien aus den genannten Gründen nicht möglich. Bislang habe auch niemand eine private Fläche benannt, die als Wagenburg-Standort dienen könnte, obwohl die Verwaltung die Zulässigkeit einer solchen Fläche “wohlwollend prüfen” werde. …. Alles vom 29.4.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/stadtverwaltung-will-wagenburg-keinen-platz-zur-pacht-zuweisen–83933953.html

 

Wagenburg an Oberrieder Strasse geräumt
Auch an der Oberrieder Straße war kein dauerhaftes Campieren möglich: Die Wagenburg hatte sich auf einem Grünstreifen neben der Straße niedergelassen, auf städtischem – also nicht auf privatem – Terrain. Noch am Montagmorgen waren nach BZ-Informationen Vertreter der Stadtverwaltung zu letzten Verhandlungen in der Wagenburg. Diese führten offenbar zu keinem Ergebnis – das Amt für öffentliche Ordnung verfügte die Räumung. ….
Alles vom 14.4.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburg-stadtverwaltung-laesst-wagenburg-raeumen
http://sandimgetriebe.noblogs.org/
https://linksunten.indymedia.org/de/user/2006/blog
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Ideologie
Den Forderungskatalog der “Eigentumskritiker” für genau die Seite der Gesellschaft, von der sie sich eigentlich befreien und abgrenzen wollen, empfinde ich persönlich als absurd. Mir geht es hier nicht um persönliche Anti- oder Sympathien, sondern darum, ob Ideen, Ideologien und Überzeugungen schützens- und unterstützenswert sind. Diese absurde Freiburger Hausbesetzer- und Wagenburgszene ist jedoch schmerzhaft weit weg vom Gut und Böse des gesunden Menschenverstandes, dass es mich jedes Mal ratlos zurück lässt. Jegliche Gespräche, die ich geführt habe, um diese Ideologie zu verstehen, hat mich mit immer mehr kompromissloser Verblendung konfrontiert, die mit einer real existierenden Gesellschaft einfach nicht in Einklang zu bringen sind. Und genau darum geht es… Realität! Und diese wird beharrlich ignoriert, das erinnert mich an Erich Honecker, der hat die Realität auch ausgeblendet und wurde von der Geschichte aufgefressen.
Kurz und bündig: Wenn mir jemand offen ins Gesicht sagt, dass er mich Kacke findet, aber dennoch darauf besteht meine Toilette und meinen Garten zu benutzen… Dann stelle ich ihm sicher nicht auf meine Kosten noch einen Sonnenschirm auf, sondern mache den Rasensprenger an.
14.4.2014, Mattias Tribianti
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Ortswechsel
In Deutschland herrscht glücklicherweise Meinungsfreiheit. Auch Demonstrationen, mit denen Gruppen und Personen ihre Meinung öffentlich kundtun, sind besonders geschützt. In der Freiburger Innenstadt kann man fast täglich kleine oder größere Menschenansammlungen dabei beobachten, wie sie versuchen, auf sich und ihren Standpunkt aufmerksam zu machen. Ein inzwischen häufig angewandtes Mittel, um für noch mehr Aufmerksamkeit zu sorgen, ist die Blockade des Bertoldsbrunnens. Es braucht keine Hundertschaften, um so Freiburgs Straßenbahnbetrieb zu lähmen. Das sorgt selten für Verständnis, meist – wie am  Dienstagabend durch die Wagenburgler – aber für Ärger und verpasste Termine. Hier kann man sich nur mehr Kreativität wünschen – und einen Ortswechsel…
17.4.2014, Nils Kickert, www.stadtkurier.de
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Selbst einen Wohncontainer kaufen?
So, nun mache ich mir ernsthafte Gedanken, einen Wohncontainer zu kaufen. Sollten nämlich die 14 Stadträte aus dem linken Lager recht bekommen und die Wagenburgler dürfen bald in der Wiehre ihre Zelte aufschlagen, stelle ich mich dazu und lebe dann günstig sehr zentral in unserer schönen Stadt. Natürlich stellen sich noch ein paar Fragen, wie z.B.: muss ich den Wohncontainer eigentlich selbst bezahlen oder wird mir dieser von der Gesellschaft zur Verfügung gestellt! Naja, ich denke das sind alles Kleinigkeiten, die man auf der ein oder anderen Demo noch klären kann.
Eines ist mir aber klar: wieso sollte sich noch ein Bürger um seine Zukunft kümmern, wenn es auch anders geht?
Keine Gebühren, keine Bauauflagen, kein Gedanke an Umweltschutz-Auflagen, an die man sich halten muss.
Umverteilung vom kleinen Bürger zum Aussteiger: Die einen suchen bezahlbaren Wohnraum und die anderen suchen Wohnraum in Spitzenlagen, der ihnen zur Verfügung gestellt wird. Verrückte Welt. Ich würde sagen: so lässt es sich leben. Ironie aus!
19.4.2014, Martin Braun

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Wagenburg “Sand im Getriebe” darf bis Ende März 2014 an der PH bleiben
Die Wagenburg auf dem Parkplatz vor der Pädagogischen Hochschule (PH) in Littenweiler darf nun doch länger bleiben. Ursprünglich war mit PH-Rektor Ulrich Druwe vereinbart gewesen, dass sie Ende September das Gelände verlässt. Nun hat Druwe zugestimmt, dass neun Wagen bis Ende März 2014 bleiben können. Derzeit stehen auf dem Parkplatz 13 Wagen. Von diesen 13 seien vier jedoch nur zu Besuch, sagte Druwe. Besucher habe er für ein oder zwei Tage erlaubt. Der “Runde Tisch Wagenplätze Freiburg” hatte sich beim PH-Rektor ebenso für einen Verbleib der Wagenburg eingesetzt wie die PH-Studierenvertretung Usta. Druwe machte aber auch deutlich, dass eine nochmalige Verlängerung nicht in Frage komme.
28.9.2013
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Wagenburg “Sand im Getriebe” beim Hauptfriedhof – noch kein fester Standort
Die Wagenburg “Sand im Getriebe” hat zwölf ihrer Fahrzeuge vorerst in der Hartmannstraße nahe dem Hauptfriedhof am Straßenrand abgestellt. Polizei und städtischem Ordnungsamt ist der neue Standort bekannt, beide haben dagegen derzeit nichts einzuwenden. “Das sind öffentliche Parkplätze”, sagt Rathaussprecherin Edith Lamersdorf. Man wolle erst einmal schauen, was passiert, aber solange man nicht den Eindruck habe, dass die Wagenburg sich dort dauerhaft zum Wohnen niederlasse, sei es in Ordnung. Die Wagenburg hatte eine Abmachung mit dem Rektor der Pädagogischen Hochschule, Ulrich Druwe, dass sie bis Ende März auf dem Parkplatz vor der PH stehen kann, eingehalten und am vergangenen Wochenende nach acht Monaten den Standort verlassen. Einen neuen festen Platz hat sie bislang nicht gefunden, Gespräche über einen Standort hat die Stadt abgelehnt. Die drei offiziell ausgewiesenen Wagenburgplätze sind derzeit belegt
3.4.2014
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Wollen sie unsere Kinder aus der Stadt verjagen, nur weil der Lebensstil noch sehr unbekannt ist?
Als Mutter einer Bewohnerin der Wagengruppe “Sand im Getriebe” möchte ich mich kritisch mahnend an den Gemeinderat, den OB und die Öffentlichkeit wenden. “Diese Kinder” der Stadt Freiburg suchen nun schon seit über einem Jahr nach einem geeigneten Grundstück für das Leben, für das sie sich entschieden haben, eine Bleibe. Bisher wurden ihnen von der Stadt nur Steine in den Weg gelegt. Vielen Dank an den Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg, Professor Druwe, für sein Verständnis. Er ließ die Wagengruppe bis zum 31. März in Littenweiler verweilen. Meines Wissens wurde durch die Wagengruppe dort niemand gestört oder behindert. Kann es denn so schwer sein, diesen jungen Leuten entgegenzukommen, sie haben nicht aus Not oder Wohnungslosigkeit diese Lebensform gewählt. Dahinter steckt ein Lebensformkonzept, das Unabhängigkeit im eigenen Wagen und gleichzeitige Gemeinschaft umsetzen will. Wenn wir uns an unsere eigene Jugend zurückerinnern, hatten auch wir mit unseren WGs ganz ähnliche Wünsche und wie salonfähig sind diese heute geworden. Heute verdient ein Vermieter mehr durch eine WG als durch Familien. Meine Tochter hat ganz freiwillig ihr WG-Zimmer zugunsten des Wagenplatzes aufgegeben. Sie wollte am Kühlschrank keine Zettel mehr finden wie: “Wer hat von meiner Milch getrunken?” Das Konzept der Wagenburg basiert auf Teilen und Nachhaltigkeit durch Ressourcenschonung. Und genau das sind doch die “Zauberworte” unser aller Zukunft!
Wer sonst in Freiburg hat so einen kleinen ökologischen Fußabdruck wie diese 15 jungen Leute, die jetzt am Straßenrand, neben einer 24-Stunden-Baustelle und Güterverkehr im Minutentakt, stehen müssen. Sie verbrauchen die wenigste Energie und die wenigste Fläche, das müsste doch gerade der “Ökostadt” Freiburg mit modernen und ökologischen Zukunftsideen sehr entsprechen.
Ich gebe zu, dass auch ich anfangs diese Wohnform meiner Tochter nicht nachvollziehen konnte. Aber konnten das früher unsere Eltern? Es werden auch vermutlich nicht allzu viele Menschen mit so viel Verzicht leben wollen, aber soll man nicht denen, die es eben möchten, diese Wohnform ermöglichen, auch in der Stadt Freiburg? Ich habe besonders Angst davor, dass die Gruppe aus Freiburg vertrieben wird, wenn die Stadt weiter so stur auf ihren Prinzipien bestehen bleibt. Wollen sie unsere Kinder aus der Stadt verjagen? Sollen sie nach Leipzig oder Magdeburg abwandern, weil es dort noch Brachflächen zur Genüge gibt? Ich möchte, dass meine Tochter, die Freiburg liebt und als Lebensmittelpunkt behalten will, bleiben kann und sich nicht “unerwünscht” und “vertrieben” fühlen muss, nur weil sie einen Lebensstil führt, der noch sehr unbekannt ist und nicht so recht zu einer modernen aufstrebenden Einkaufstadt passen will .
8.4.2014, Barbara Lindenthal-Sachs, Waldkirch

Wagenburgler als elitäte Gruppe fordert Sonderrechte ein
Das Anliegen und die Sorge der Mutter einer Wagenburglerin von “Sand im Getriebe” verstehe ich, trotzdem ist ihre Argumentation falsch: Würde die Stadt Freiburg den Forderungen der Mutter nachgeben und  Flächen im öffentlichen Raum für die Wohnform “Wagenburg”  zur Verfügung stellen bzw. reservieren, dann würde sie gegen bestehende Rechtsvorschriften und das Prinzip “Gleiches Recht für alle” verstoßen.
a) Sofort würden Gruppen wie Roma, Wohnungslose, Studenten ohne Bude, Penner, usw. angezogen. Einerseits wissen sich die Wagenburgler von diesen Randgruppen sehr gut und auch mit Gewalt abzuschotten. Andererseits müsste hier die Polizei nach der Maxime “Guter Wagenburgler darf bleiben, böser alkoholisierte Penner muß weg” handeln.
b) Der ökologische Fußabdruck ist gar nicht so gut: Im Winter erzeugten die vielen Öfen der Wagenburgler einen beißenden Rauch, der bis abends lange über dem Gelände stand (siehe Bild oben). Gelten hier die normalen Kaminfegervorschriften nicht?
c) WCs und Duschen der PH wurden mitbenutzt, obwohl die Wagenburgler nicht an der PH eingeschrieben sind.
d) Warum wurde ein Ehepaar aus Hamburg, das mit dem Camper neben der Wagenburg übernachten wollte, harsch abgewiesen?
Die Beispiele zeigen, dass die Wagenburgler eine sehr elitäre Gruppe ist, die vom Staat Sonderrechte einfordert, deren Gewährung andere Gruppen der Bevölkerung diskriminieren. Warum suchen sich Wagenburgler keinen privaten Grundstückseigentümer, der ihren Wünschen entgegenkommt?
9.4.2014, Ann Hildebrandt

Öffentlichen Raum für private Zwecke
Ich denke nicht die Wohnform ist das Problem, sondern die resolute Anspruchshaltung, öffentlichen Raum für private Zwecke zu bekommen. Mit “Vertreibung” hat das überhaupt nichts zu tun, eher mit dem Kalkül, sich als Opfer zu inszenieren.
9.4.2014, Karl Alfred Wolpert

Ökologie?
Und zum Thema “Ökologie und Nachhaltigkeit”: ich will lieber nicht wissen, was die alten LKW an Dreck ausstoßen. Werden die eigentlich auch vom GVD auf Feinstaubplaketten kontrolliert? Und woher beziehen die Herrschaften eigentlich ihren Strom? Dieselgeneratoren? Sehr ökologisch…
9.4.2014, Philipp Schmidt

Fussabdruck?
Kleiner ökologischer Fussabdruck? Sie belieben zu scherzen. Wenn ich mich recht erinnere konnte man das Erdreich aus dem Vauban nach der Räumung als Schadstoff entsorgen. Ausgelaufenes Öl und sonstige Betriebsstoffe der lustigen Wellblechbaracken auf Rädern. Wie diese Dinger eine gültige HU-Plakette bekommen, entzieht sich meinem Verständnis.
9.4.2014, Michael Kern
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Wer anders leben will, braucht Mut, denn er muss es alleine schaffen
Die Mutter einer jungen Frau, die gerne unabhängig im eigenen Wagen mit einer Gruppe Gleichgesinnter ein neues Lebensformkonzept leben will, mahnt kritisch, die Stadt, der Oberbürgermeister und die Öffentlichkeit möge dies doch ermöglichen.
Die Kolonne der unabhängigen Wagen fuhr gestern Nacht an mir vorbei, und ich konnte feststellen, dass überwiegend fremde Kennzeichen darunter waren. Hatte überhaupt eines von diesen Fahrzeugen eine grüne Plakette, denn das Atmen fiel schwer aufgrund der Masse der alten Dieselmotoren. Kommen diese Fahrzeuge aus Gegenden, wo man ohne grüne Plakette in Städte fahren darf, wo es freie Flächen zum Bewohnen gibt? Wo dann nur noch die neue Lebensform und die Gleichgesinnten sind und sonst wenig bis nichts? Auf jeden Fall ist dort keine Stadt Freiburg, die sich von einer kleinen Gruppe bedrängen lässt. Meines Wissens hat sich die Stadt sehr um Lösungen bemüht und verschiedene Vorschläge gemacht, die aber allesamt zu unbequem waren. Wenn sich eine kleine Gruppe von Menschen entschließt, ein unkonventionelles Leben zu führen, kann es nicht sein, dass sie dazu die Hilfe der Allgemeinheit einfordert, von deren Lebensform sie sich distanziert.
Wir leben in einer sesshaften Gesellschaft, mit all ihren Vor- und Nachteilen. Wer anders leben will und gegen den Strom schwimmen will, der braucht Energie und Mut, denn er muss es alleine schaffen. Was nichts kostet, ist auch nichts wert.
Wer das kostbare Rundumversorgungssystem einer Stadt beansprucht, der ist nicht unabhängig, muss also die Lebensbedingungen akzeptieren und sich zum Beispiel auf dem Campingplatz einquartieren.
14.4.2014, Ulrike Müller, Freiburg

 

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