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Architektur neu - alt an der Oberrieder Strasse in Freiburg-Waldsee 22.8.2014

Architektur neu – alt an der Oberrieder Strasse in Freiburg-Waldsee 22.8.2014

 

 

fichte140109                       fichte-grenzstein140109          nachbarschaft-durchgang140129
(1) Fichte 9.1.2014                                  (2) Grenzstein  Rost                               (3) Holz-Grenze Durchgang 29.1.14

nachbarschaft140330          grenze1-1405603                       grenze2-1405603
(4) Nachbarschaft 4.5.2014                    (5) 29.5.2014 – südwärts                         (6) Socke l- Blick nordwärts

grenze3-1405603          grenze4-1405603          grenze-sockel150325
(7) Schalsteine                                        (8) Grenzstein mittig                                (9) 28.3.2015: Grenz-Sockel

 

Sich im den Nachbarn kümmern – keine Einmischung und Besserwisserei

Ein Zweijähriger verdurstet in Leipzig neben toter Mutter”,  23. Juni: Mich macht die Vorstellung, dass ein Zweijähriger in einem “bürgerlichen und bei Familien beliebten Stadtteil” neben seiner toten Mutter verdurstet, wütend und betroffen. Die Mutter war den Behörden als drogenabhängig bekannt und vielleicht hätten diese früher eingreifen sollen. Der Ruf nach den Behörden ist in einem solchen Fall immer naheliegend und sehr einfach. Aber: Was hat die Nachbarschaft gemacht? Die hat sich gemeldet, als der Verwesungsgeruch aus der Wohnung nicht mehr ignoriert werden konnte! Ein Zweijähriger, der Hunger und Durst hat, macht sich bemerkbar. Und auch im Stadtteil Gohlis sind die Wohnungen sicher nicht schalldicht. Ich fordere unsere Gesellschaft auf, sich lieber einmal zu viel als zu wenig um die Angelegenheiten anderer Menschen zu kümmern! Das muss ja nicht immer in Form von Einmischung, Übergriffigkeit und Besserwisserei geschehen. Manchmal können ein freundlicher Plausch im Flur, unverbindliche, nachbarschaftliche Unterstützungsangebote oder ein Klingeln, wenn man jemanden schon länger nicht gesehen hat, Leben retten. Es heißt, um ein Kind aufzuziehen benötigt man ein ganzes Dorf. Wie allein muss diese Frau gewesen sein. Und wie allein war dieses Kind in der Stunde seines Todes. Das ist unsere Verantwortung! Es ist zum Heulen!
Sarah Scherrer, Freiburg, 29.6.2012

 

Geht das Sozialkapital immer weiter zurück?

Das Sozialkapital umfasst alles das, was Menschen mit Menschen den lieben langen Tag miteinander und füreinander tun. In Deutschland ist es immer weiter zurückgegangen – von den 15 wichtigsten Freizeitaktivitäten erfordern nur noch zwei den leibhaftigen zwischenmenschlichen Kontakt: Die Familie und der Partner. Sozialforscher sprechen von Cocooning 4.0, also der Isolation in der kleinen eigenen Welt. Auch das Internet hilft da nichts. In ihrem Buch “Verloren unter 100 Freunden” zitiert die Autorin Sherry Turkle einen vom Tippen müden Facebook-Nutzer: “Es muß schön gewesen sein, als man Menschen einfach kennenlernen konnte, indem man mit ihnen sprach”.

Jedes Jahr gehen 9000 Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht. Gleichzeitig beschweren sich die Bürger über zunehmende soziale Kälte. Laut Awo-Umfrage stellen 84% eine zunehmende Ich-Bezogenheit fest.

Jörg Schindler: Die Rüpel-Republik – Warum sind wir so unsozial?
Schwerz-Verlag 2012, 253 S., 14,99 Euro
“Wir Asozialen” in www.spiegel.de 34/2012, S. 28/29,
22.8.2012

 

Nachbarschaftswerk e.V. in Freiburg

Das Nachbarschaftswerk e.V. ist ein gemeinnütziger Träger sozialer Dienstleistungen in Freiburg. Wir leisten sozial-kulturelle Arbeit in Wohngebieten und unterstützen die Vernetzung im Stadtteil.

Nachbarschaftswerk e.V.
c/o Mathias Staenke M.A., Geschäftsführer
Auggener Weg 73m, 79114 Freiburg, Tel0761 / 47 99 99 ? 0
www.nachbarschaftswerk.de

Spendenkonto: Sparkasse Freiburg, BLZ 680 501 01, Konto-Nr.: 201 34 59

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