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Freiburg im WInter: Blick vom Lorettoberg nach Norden zum Schloßberg (rechts), Freiburger Münster und Herdern (dahinter) am 1.3.2006

Rathausspitze und Stadträte müssen sich darauf einstellen, gute Pläne haben und überzeugende Argumente.
Auf der anderen Seite darf nicht eine Allianz der Neinsager die Stadtentwicklung lahmlegen.
Der goldene Mittelweg wird kein leichter sein – aber es gibt keinen anderen.
Uwe Mauch am 16.12.2011 in der BZ zu Bürgerinitiativen gegen Bauprojekte 

Quartier, Wohngebiet, Nachverdichtung, ….

 

Kaffee-Kiste in der Wiehre Urachstrasse am 2.6.2012

 

Quartiersarbeit in FR: Sachliche Diskussion notwendig
In dem Artikel “Gutachten zu Quartiersarbeit entzweit den Gemeinderat” verurteilen die Stadträte von UL und SPD das Gutachten aufs Schärfste, obwohl sie es selbst beauftragt haben. Es entsteht der Eindruck, dass das Gutachten – für die besagten Fraktionen – nicht die “richtigen” Ergebnisse geliefert hat. Allerdings bestätigen die Ereignisse der letzten Jahre das Ergebnis der Gutachter: Vor etwa einem Jahr lasen wir, dass die Stadtverwaltung beispielsweise versuchte, durch einen Fördervertrag mit Forum Weingarten dessen Aufgabenbereiche eindeutiger abzustecken, nachdem es zu Konflikten mit Ehrenamtlichen gekommen war. Dieser Versuch, den Quartiersarbeitern einen klareren Rahmen zu geben, wurde von selbigen (auch von den Fraktionen UL und SPD) als “Maulkorb” abgetan. Die Konsequenz, die die Stadtverwaltung nun zieht, ist nachvollziehbar: Wenn es ihr nicht erlaubt wird, auch nur minimalen Einfluss auf die eigens bezuschusste Arbeit zu nehmen, muss diese Arbeit eben in die eigene Hand zurückgeführt werden. Dabei kann es der Verwaltung gar nicht darum gehen, Kosten zu sparen: In seinem Artikel “Quartiersarbeit vor radikaler Wende?” (BZ vom 15. September) schrieb Joachim Röderer, die Stadt rechne langfristig mit Mehrausgaben durch die Kommunalisierung.
Und auch das Argument, ehrenamtliches Engagement würde so unmöglich, entbehrt für mich jeder Grundlage: Auch in einem kommunalisierten Quartiersarbeitssystem kann Ehrenamt doch gefördert werden. Andersherum gesagt sind die Ehrenamtlichen doch nicht auf die Quartiersarbeit als “Kontrolleur” angewiesen.
Mit Keulenargumenten “Tritt in den Hintern” (Frau Vogel) wird es kaum möglich sein, eine sachliche Diskussion zu führen, die jetzt allerdings dringend notwendig wäre.
26.9.2016, Christiane Boll-Hösch, Freiburg

Gutachter kritisieren Quartiersarbeit in Freiburg und fordern Übernahme durch die Stadt
Externe Gutachter kritisieren, dass bei der Freiburger Quartiersarbeit Standards nicht erfüllt werden. Sie empfehlen die Übernahme durch die Stadtverwaltung. Dies wäre eine radikale Kehrtwende. …..
Alles vom 15.9.2016 AUF
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/gutachter-kritisieren-quartiersarbeit-in-freiburg–127221874.html

Quartiersarbeit: Den Gutachtern nicht von vornherein Kompetenz absprechen
Der empörte Ton der Debatte um das Gutachten zur Quartiersarbeit erstaunt mich. Grundlage der Empörung ist dabei stets die Unterstellung, die Stadtverwaltung sei nicht an einer Optimierung der Quartiersarbeit interessiert, sondern nur an Kosteneinsparungen oder einer möglichst hohen Kontrolle der Quartiersarbeiter.
Was aber, wenn diese Prämisse nicht stimmt? Wäre es nicht viel logischer, wenn gerade die Stadtverwaltung eine möglichst gute Quartiersarbeit anstreben würde, da diese positiv auf alle Quartiersbewohner und damit das Stadtklima niederstrahlt? Nimmt man sich dieser Prämisse an, erscheint das gerade veröffentlichte und schon so kritisierte Gutachten in einem veränderten Licht: als ein völlig legitimer Vorschlag zur Optimierung von Prozessen und der Effektivität der Quartiersarbeit. Als Verbesserungskonzept, wie es durch Unternehmensberater oder andere Externe in jeder anderen Branche ebenso üblich ist. Dass einige den Status quo beibehalten wollen, kommt natürlich immer vor – aber es muss erlaubt sein, das Gutachten inhaltlich zu diskutieren, statt immer nur die Gutachter selbst zu verteufeln. Momentan stellt jeder die Frage, was einen Hamburger dazu legitimiere, Freiburger Verhältnisse zu evaluieren. Oder was einen Nicht-Quartiersarbeiter dazu legitimiere, die komplexe Arbeit selbiger prüfen zu wollen. Abgesehen davon, dass dies absurde Argumentationsstränge sind (ist es nicht eher von Vorteil, dass Gutachter nicht aus derselben Stadt wie Begutachtete stammen, um Unabhängigkeit zu gewährleisten? Und sind Gutachter nicht gerade dazu ausgebildet, komplexe Zusammenhänge zu evaluieren?), lässt dies eine andere, viel wichtigere Frage in den Hintergrund treten: Was von dem, das die Gutachter kritisieren, ist denn nun tatsächlich wahr? Muss vielleicht wirklich etwas geändert werden?
Sich mit den Ansätzen der Gutachter ernsthaft auseinanderzusetzen, statt ihnen von vornherein die Kompetenz abzusprechen, wäre ein guter Anfang.
26.9.2016. Dr. Ursula Busch, Freiburg

 

 

Bürgerinitiativen gegen Bauprojekte in Freiburg vernetzten sich

Mehrere Bürgerinitiativen, die sich gegen Bauprojekte in ihrer Nachbarschaft wehren, wollen sich zusammenschließen. Erste Treffen haben bereits stattgefunden. “Es ist gut, nicht nur den eigenen Stadtteil zu sehen”, sagt Kerstin Langosch von der “BI für den Erhalt der Pferdewiesen” in Herdern. Die etablierten Bürgervereine indes sehen die neue Kooperation durchaus mit Skepsis. Es handle sich um kleine Gruppen mit speziellen Interessen, sagt Ernst Lavori vom Dachverband. Und Baubürgermeister Martin Haag erwartet erhöhten Aufwand für seine Verwaltung
Alles vom 16.12.2011 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/vernetzter-widerstand–53569709.html

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