Miete

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Blick vom Schauinsland nach Süden zum Belchen (links) und übers Münstertal am 15.11.2012

 

 

Alle wollen möglich nahe am Zentrum wohnen – mindestens in der Wiehre. Das geht aber nur, wenn entweder dichter gebaut wird (dann gibts die Proteste gegen Nachverdichtung) oder dort hohe Mieten verlangt werden (dann zieht man “freiwillig” raus ins Grüne).

Zwischen 2003 und 2013 stegen die Wohnungskosten an wie folgt:
– 64,3 % für Heizung und Wärme
– 63,4 % für Strom
– 11,7 % für Nettokaltmieten
Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Bleibe dringend gesucht: Wohnungsnot für Studenten spitzt sich zu
Studenten haben große Probleme bei der Wohnungssuche. Vier Südwest-Unistädte sind jetzt unter den Top Ten der Städte mit der größten Wohnungsnot: Stuttgart, Freiburg, Tübingen und Konstanz. ….
Im Südwesten habe sich die Lage vor allem in Stuttgart, Freiburg und Konstanz nachdrücklich verschärft, sagte Stefan Brauckmann vom Moses-Mendelssohn-Institut (MMI), das die Studie im Auftrag von GBI durchführte…..
“Der Bedarf ist riesig”, sagte die Vize-Geschäftsführerin des Studierendenwerkes Freiburg, Renate Heyberger. In Freiburg sind rund 33 000 Studenten eingeschrieben; Wohnheimplätze gibt es 3860. ….
Studenten müssen laut Studie zudem auf dem freien Wohnungsmarkt immer tiefer für die Mieten in die Tasche greifen. Die Preise für WG-Zimmer auf dem freien Markt erhöhten sich in den Top-Ten-Städten durchschnittlich um knapp 14 Prozent auf 436 Euro. …
Alles vom 26.9.2016 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/bleibe-dringend-gesucht-wohnungsnot-fuer-studenten-spitzt-sich-zu–127681751.html

 

 

Nebenkosten-Erstattung für Hartz-IV-Empfänger

Hartz-IV-Empfänger haben Anspruch auf folgende Wohnungsgrößen:
30-45 qm (Single), bis 60 qm (2-Personenhaushalt), 75 qm (3-Pers.). 90 qm (4-Pers), weiter 15 qm je Person.

Folgende monatlichen Abschlagszahlungen gelten Anfang 2014 als angemessen:
1.20 Euro/qm für Betriebskosten und 1.- Euro/qm für Heizungskosten, also 2.20 Euro/qm Nebenkosten.
Also 220 Euro/Monat für eine 100 qm-Wohnung. 33 Euro/Monat für ein 15 qm-Zimmer
Haus + Grund 1/2014, S. 18, www.haus-grund-freiburg.de , www.hausundgrund.de

 

Mieter blockieren Studentenwohnheimplätze
Ich kenne etliche Studenten, die seit 4, 5, teilweise über 6 Jahren in den Zimmern des Studentenwerks wohnen und somit Plätze für Erstsemester blockieren. Vorrangiges Ziel der Wohnheime sollte es doch sein, Neuankömmlingen eine Unterkunft zu geben. Wer seit Jahren hier lebt und studiert, hat auf dem freien Wohnungs/WG-Markt deutlich bessere Chancen und ist nicht mehr auf die Wohnheimplätze angewiesen. Normal ist vom Studentenwerk für die Zimmer eine Mietdauer von bis zu 6 Semestern vorgesehen. Die können aber durch alles mögliche verlängert werden: z.B. sinnlose und oft kaum in Anspruch genommene Wohnheims-“Tutorate” wie z.B. Küchengeräteverleih 2x die Woche. Es ist ein kleiner Skandal, dass diese Zimmer von Alteingesessenen belagert werden, zumal für den vergleichsweise sehr geringen Mietpreis. Solidarität sieht ganz anders aus!
17.10.2013, Tom Lubliner

12 €/m² Kaltmiete  ist realistisch
Als Kapitalinvestor, insbesondere einer Immobilie als Vermögensposten, bezahlt man in FR in “normaler-bürgerlicher” Lage aktuell Ø ca. 3.600 € /m². Eine gut und “normal” geschnittene bzw. aufgeteilte Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Bad, Flur (und ggf. ABS) muss demnach min. 85 m² betragen. 3600 X 85 = abgerundet 300.000 € Vermögenswert.
Ca. 2% beträgt die offizielle Inflationsrate. Will man diese als Nettorendite – rein zum Wertschutz – erzielen, dann benötigt man ca. 4,5% Bruttorendite, um daraus Rücklagen, Zinsen, Risiken und Steuern zu decken. Nebenkosten für den Erwerb (wie Makler, MwSt, Notar, GrErw.St. und Eintragungen), die in der Summe nochmals 9-10% ausmachen können, lasse ich mal weg. Daraus ergibt sich:
300.000 € / 100 x 4,5 = 13.500 € p.a.
=> 13.500 € / 12 Monate = 1.125 € Monatskaltmiete.
1.125 € / 85 m² = ca. 13,23 €/m²

OK, Afa und Verluste aus Vermietung und Verpachtung muss man natürlich gegenrechnen. Aber je nach Alter, Zustand, Ausstattung und ggf. Besonderheiten (z.B. Dachterrasse, Attika etc.) ergibt sich der damit mit aufgebotene Wohnwert. So kann man sagen, dass ca. 12 €/m² Kaltmiete als durchaus realistisch und auch fair anzusehen sind, zumal ein solcher Preis über die Mietgrundlaufzeiten hinweg konstant gilt, was nicht selten min. 3, aber auch bis zu 5 Jahren ausmachen kann, legt man die gängigen Vertragsmodalitäten zugrunde für ein solches Beispielobjekt.
Alles andere, was deutlichst unter diesem so ermittelten Mietzins liegt, ist und bleibt für einen Vermieter ein Zuschussgeschäft.
Mit diesem Aufwand will ich aufzeigen, dass die Mieten in FR keineswegs unfair und überhöht sind. Das eigentliche Problem sind hingegen viel zu niedrigen Einkommen oder Bezüge wie Löhne, Gehälter und Renten. Deswegen muss ggf. politisch an genau DER Stelle angesetzt und Verbesserung erzielt werden.
14.10.2013, Ammar Ulabi

 

Von der Stadt aufs Land – Dörfer neu beleben
Einerseits schrumpfende Bevölkerung, andererseits werden die Mieter aus angesagten Vierteln heraussaniert. Junge Familien finden keinen bezahlbaren Wohnraum. Also, auf in die Offensive. Dörfer neu beleben. Großstadtmüde? Genug von Stau und Stress, überfüllten Bussen und Bahnen? Angst vor horrenden Mieten? Raus aus der Anonymität der Großstadt, ab aufs Land! Hier gibt es genug zu tun für Leute mit Visionen, die Lust haben, was zu bewegen. Mit Aktionen großstadtmüde Menschen fürs Land zu begeistern, etwa durch Probewohnen mit Begleitprogramm.
2.10.2013, Heidi Reiser, Staufen

Deutschland ist ein Land von Wohnungseigentümern, kein Mieterland

In dem von der SPD am 31.5.2013 in Hamburg vorgestellten “Bündnis für moderne Städte und bezahlbares Wohnen” heißt es unter Punkt 4: “Deutschland ist ein Mieterland. Da die Mehrheit der Bevölkerung zur Miete wohnt, ist ein soziales Mietrecht wichtig.”  Über den Schlusssatz der SPD läßt sich diskutieren, über die falsche Prämisse aber nicht. Begründung:
Die häufig verwendete und jüngst vom Statistischen Bundesamt aktualisierte Eigentumsquote auf Haushaltsbasis weist einen Wert von 45.8 Prozent aus.
Gleichwohl wohnen 53 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen in den eigenen vier Wänden, also in ihrem Eigentum.
Entscheidend ist nicht die Anzahl der Eigentümerhaushalte, sondern wie viele Personen im Eigentum leben. Denn je mehr Personen zu einem Haushalt gehören, umso höher ist der Anteil der Hausalte, die Wohnungseigentum bewohnen.
Fazit: Die Mehrheit der Deutschen 53% wohnt nicht zur Miete, sondern im Eigentum.
16.9.2013

 

Haus aktuell – Kappungsgrenze “bis zu 20% Mieterhöhung innerhalb von 3 Jahren”
Seit Juni 2010 betrug der Mietanstieg bundesweit 1.2% und lag damit deutlich unter der Preissteigerung bzw. Inflationsrate von 2%.
Laut Mietspiegel sind die Kaltmieten in Freiburg um 3.3% gestiegen – die Brutto-Mietsteigerungen wurden vor allem durch die Zunahme der Nebenkosten ausgelöst.
Die Kappungsgrenze “bis zu 20% Mieterhöhung innerhalb von 3 Jahren” soll auf 15% gesenkt werden.
11% der energetischen Sanierungskosten´können auf die Miete umgelegt werden – eine Investition in Heizung und Wärmedämmung und hat sich somit nach 10 Jahren amortisiert.
4.5.2013

Die Kappungsgrenze von 20% über der ortsüblichen Vergleichsmiete gilt nur für Mieter, die sich in einer Notlage befinden. Jeder Vermieter kann diese Grenze dadurch umgehen, dass er nur noch an hochsolvente Mieter vermietet, die auch in angespannten Mietmärkten jederzeit eine Wohnung finden, weil sie genügend verdienen, und einen krisensicheren Job haben. Die Forderung der Mietervereine nach noch mehr Sozialbindung sorgt daher für das Gegenteil dessen was beabsichtigt ist. Die normalen Mieter haben es danach noch schwerer eine Wohnung zu finden als zuvor. Auch die Begrenzung der Mieterhöhungen bei bestehenden Mietverträgen sorgt nur dafür, dass die besserverdienenden Mieter möglichst lange von günstigen Mieten profitieren, und sich nicht entschließen, in ein Eigenheim umzuziehen. Dadurch werden Mietwohnungen künstlich vom Markt ferngehalten, die unter Marktbedingungen längst neu vermietet worden wären. Auch so nimmt die Knappheit zu, und steigen in der Folge die Mieten. Der Staat hat daher die Alternativen die Überregulierung des Mietrechts fortzusetzen, und die fehlenden Wohnungen selbst zu bauen, bzw. den vorhandenen Wohnraum zuzuteilen, oder aber die Bedingungen am freien Wohnungsmarkt so zu verbessern, dass private Investoren genügend Mietwohnungen bauen.
28.5.2013, Rainer Bombach

 

Mieten, Makler, Nebenkosten – wird Wohnen zum Luxusgut?
Hart aber Fair am 12.11.2012
Die Kosten für Heizung und Strom explodieren, Mieten und Wohnungspreise steigen oft schneller als die Einkommen. Und Makler kassieren fette Provisionen. Wird der Wohnungsmarkt zum Haifischbecken? Wer schützt die Bürger vor der Gier der Spekulanten?
Ganz besonders in den großen Universitätsstädten: Studenten finden keine bezahlbaren “Buden”.
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/ oder www.hartaberfair.de

 

Fallbeispiel “Mietobergrenze 250 Euro für ein Studentenzimmer”
Angenommen, der Gemeinderat der Stadt Hamburg würde beschließen “Ein Zimmer für einen Studierenden (sep. Einzelzimmer, in WG, kl. Wohnung) mit einer Wohnfläche zwischen 15 und 25 qm darf  im Stadtgebiet von HH nicht mehr als 250 Euro kosten”. Was wäre die Folge?
1. Noch größeres Hauen und Stechen bei Wohnungsbesichtigung bzw. -vergabe.
2. Vetterleswirtschaft, Fakelaki und Korruption “Hier sind 500 Euro, wenn Du mir dieses Zimmer besorgst”.
3. Keine Problemlösung: Status quo der Wohnraum-Mangelsituation in HH bleibt unverändert.
4. Wohnungsmangel verstärkt sich, da noch mehr Menschen vom Land in die Stadt umziehen wollen.
5. Neben dem offiziellen und reglementierten Wohnungsmarkt bildet sich ein Schwarzmarkt.
Die Lösung des Problems:
a) Wohnungsangebot vergrößern – Neue Wohnungen bauen: Anreize für private Bauherren schaffen. Beschlüsse für kommunale Bauherren im Gemeinderat verabschieden – sozialer Wohnungsbau.
b) Anspruchsniveau der Studierenden hinterfragen – neue Bescheidenheit: Allmorgendlich duschen? Müssen es 20 qm sein? Muß das Zimmer separat und sturmfrei sein? Warum nicht “Wohnen gegen Hilfe?”
12.11.2012, Arno Hild

Warum wollen alle in HH, HD, FR, M und TÜ studieren?
Weshalb drängen diese vielen Studenten unbedingt in diese teuren Städte? Es gibt viele kleinere Universitätsstädte, die qualitativ das Gleiche bieten, wo aber die Mietpreise sehr viel niedriger sind.
Jürgen Schneider, 12.11.2012
Info-Portal Energieeinsparung des BBSR
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) berät das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in technisch-wissenschaftlichen Fragen der Energieeinsparung und wirkt kontinuierlich an der Fortschreibung der energiesparrechtlichen Vorschriften mit. Dieses Info-Portal stellt Informationen und Materialien rund um das Energieeinsparungsgesetz und die Energieeinsparverordnung zur Verfügung. Es richtet sich vor allem an Energieberater, Ingenieure, Architekten und Handwerker, die sich professionell mit der Materie befassen – aber auch an betroffene Bürger, die an vertieften Informationen interessiert sind.
http://www.bbsr-energieeinsparung.de
Mietrechtsnovellierung am 13.12.2012

ENERGETISCHE GEBÄUDESANIERUNG: Mieter müssen künftig Lärm, Dreck und Gerüste vor dem Fenster drei Monate lang ertragen – erst wenn das Ganze länger dauert, dürfen sie die Miete mindern. So soll diese Art von Sanierungen und damit das Einsparen von Energie gefördert werden. Jährlich elf Prozent der Sanierungskosten dürfen auf die Miete umgelegt werden.

MIETPREIS-BREMSE: Die Bundesländer bekommen die Möglichkeit, in attraktiven Städten oder Stadtteilen die Mietpreiserhöhung auf maximal 15 Prozent über drei Jahre zu begrenzen. Bisher sind es 20 Prozent. Eine Begrenzung der Erhöhung bei Neuvermietungen ist nicht geplant.

MIETNOMADEN: Vermieter sollen wirksamer gegen “Mietnomaden” vorgehen und rascher Zwangsräumungen ansetzen können. Gerade private Vermieter bringt es in beträchtliche Schwierigkeiten, wenn ausbleibende Mietzahlungen sich auf oft über 10.000 Euro Verlust summieren.
13.12.2012

 

 

Mieterverein Regio Freiburg

Die 1952 als Mieterverein Freiburg/Breisgau und 1998 umbenannte Vereinigung zählt 10 132 Mitglieder. Der Verein beschäftigt mehrere Juristinnen, die auf Mietrecht spezialisiert sind. Mitglieder können ihre Beratung kostenlos in Anspruch nehmen. Weiter ist im Jahresbeitrag von 60 Euro eine Mietrechtsschutzversicherung enthalten. Auch vertritt der Mieterverein die Interessen von Mieterhaushalten im politischen Diskurs auf allen Ebenen.

Vorsitzender Manfred Wolf, Stellvertreter Christel Hoffmann und Alexander Simon, Kassiererin Margaretha Golder, Schriftführer Walter Krögner, Revisoren Uwe Lampe und Ralf Müller.

Ehrungen: Mina Kern, Juliane Kulke, Inge Vomstein, Ingeborg Hartenberger, Rudolf und Theodor Becker (40 Jahre), Angelika Schweiger, Renate Buchen, Marion Negri, Gerda Kasper, Gerhard Bilger und Wilfried Tibussek (25 Jahre).

Mieterverein Regio Freiurg, Tel 0761/202700, montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr. Außenstellen in Emmendingen, Müllheim, Titisee-Neustadt und Waldkirch.
http://www.mieterverein-regio-freiburg.de 

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