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St.Peter im Schwarzwald - Blick zum Nebel des Rheintals im Oktober 2018

St.Peter im Schwarzwald – Blick zum Nebel des Rheintals im Oktober 2018

 

 

1. Blockchain-Symposium Freiburg
Samstagnachmittag, Hörsaal 1010 in Uni-Kollegiengebäude I – der Raum ist brechend voll. Die Veranstalter von Freiburgs erstem Blockchain-Symposium mussten bei den Anmeldungen bremsen, denn mehr Zuhörer passten einfach nicht in die Reihen mit zusammen rund 400 Sitzplätzen. … Nach den einzelnen Vorträgen, die jeweils rund 25 Minuten dauernd, kommen sofort Fragen aus dem Publikum.
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“Saving the world – one blockchain at a time!” Diesen Satz lässt Christopher Burgahn bei seinem Auftritt an die große Leinwand werfen. “Die Welt retten – Blockchain für Blockchain!” ließe sich das auf Deutsch übersetzen. Burgahn arbeitet für die Stiftung Share & Charge in Zug in der Schweiz. Die Stiftung arbeitet an einem System, welches das Aufladen von Elektroautos revolutionieren soll – beziehungsweise die Abwicklung der damit verbundenen Bezahlvorgänge. Denn die Ladestationen für Elektroautos werden von vielen verschiedenen Anbietern betrieben, Servicepersonal vor Ort gibt es nicht. Wie kommen nun der Fahrer eines beliebigen Elektroautos und der Anbieter einer beliebigen Ladestation zusammen? Genauer gefragt: Wie schafft man es, dass das Aufladen erlaubt wird und im Gegenzug das entsprechende Entgelt entrichtet wird. “Wir denken, dass die Blockchain hier eine Lösung sein kann – ohne Mittelsmänner, welche sich dazwischenschalten”, erklärt Burghan. Wenn er von dem Projekt erzählt, klingt viel Idealismus mit. “Wir wollen einen Schritt in die richtige Richtung tun, um die Welt besser zu machen”, sagt der junge Mann, der in Ulm nachhaltige Unternehmensführung studiert hat. Ähnliches klingt auch beim Referat von Titusz Pan durch. Der IT-Experte ist Vorstand der im Jahr 2000 gegründeten Craft AG in Freiburg. Das Unternehmen war Teil eines Entwicklungsprojekts, bei dem es um die Nutzung der Blockchain für die Vermarktung von Medieninhalten ging. Der IT-Konzern Google hat das mit 400.000 Euro gefördert – was zeigt, dass auch Profitpotenzial in der Technik steckt. “Mir ist dabei klar geworden, dass die Blockchain-Technik komplexer und tiefer ist, als es zunächst scheint, aber dass sie tatsächlich das Potenzial hat, die Welt zu verändern”, so Titusz Pan.
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Angesprochen wurden beim Symposium auch die Grenzen und Probleme – etwa der hohe Energieverbrauch. “Ich habe hier einiges gelernt”, sagt Alex Giurca, der zu den Besuchern des Symposiums gehört. Er ist Doktorand im Bereich Forst- und Umweltpolitik an der Uni Freiburg: “Für mich ist interessant, ob und wie man die Blockchain zum Beispiel bei Umweltzertifikaten nutzen kann. Da könnte die Technik vielleicht mehr Transparenz für Verbraucher schaffen, die umweltfreundliche und nachhaltige Produkte suchen.”
… Alles vom 3.12.2018 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/das-erste-blockchain-symposium-in-freiburg-war-gut-besucht–161318428.html
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Studentische Initiative zur Blockchain an der Uni Freiburg
Bekannt geworden ist die Blockchain vor allem als technische Basis für die Kryptowährung Bitcoin. Und auch viele anderen Kryptowährungen wie etwa Ripple und Ethereum nutzen sie als Grundlage. Doch die denkbaren Anwendungen gehen darüber weit hinaus. So könnte die Blockchain künftig öffentliche Verzeichnisse wie das Grundbuch und das Handelsregister überflüssig machen. Es wäre keine Behörde mehr nötig, welche das Verzeichnis führt und für seine Verlässlichkeit einsteht. Die offene und zugleich fälschungssichere Blockchain würde dies stattdessen leisten. “Letztlich kann die Blockchain die meisten Intermediäre ersetzen, also Dritte, die bei Geschäften als neutrale Stelle für eine verlässliche Ausführung sorgen”, erläutert Informatikstudent Philipp George, ebenfalls Mitorganisator des Symposiums. Dies könnte etwa auch Banken zu schaffen machen.
Träger des Events sind drei universitäre Initiativen: der Verein der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler, der Foundersclub Freiburg und der Börsenverein Freiburg. “Die Resonanz auf unser Projekt, das wir im April begonnen haben, ist riesig”, freut sich David Gelantia. Die Stadt Freiburg unterstütze das Projekt ebenfalls. “Es haben sich auch Unternehmensvertreter aus der Region angemeldet”, so der Student weiter. “Ein Viertel der bereits Angemeldeten sind übrigens Frauen”, fügt Pia Kohler vom Orga-Team hinzu, “das finde ich gut, denn es handelt sich ja um eine Zukunftstechnik.”
Das Blockchain-Symposium findet am Samstag, 1. Dezember 2018, von 12 bis 19 Uhr statt – mit anschließendem lockerem Get-together. Treffpunkt ist im Hörsaal 1010 im Uni-Kollegiengebäude I. Geplant sind neun Vorträge und zwei Workshops. Der Eintritt ist frei. Informationen und Anmeldung unter www.blockchain-freiburg.de.
…. Alles von Holger Schindler vom 22.11.2018 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/studentische-initiative-will-ueber-die-blockchain-informieren

 

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Was ist eine Blockchain
Die Blockchain ist einer Computerdatenbank, bei der die Daten dezentral und redundant, also identisch auf einer Vielzahl von Rechnern, in einem Computernetz gespeichert sind. Jeder neue Datensatz wird mit bisherigen über kryptografischer Verfahren verkettet (chain). Dadurch sind die Daten in der Blockchain gegen Manipulation geschützt sind. Weil alle Beteiligten die Daten sozusagen ständig im Auge haben, kann niemand heimlich daran rumbasteln, ohne dass es die anderen alle bemerken.
Die Blockchain wurde als Basistechnologie de Kryptowährung Bitcoin bekannt. Anwendbar ist sie aber im Prinzip überall dort, wo bisher Vermittler (Makler, Mittelsmänner, Vertreter, Notare, Bankdienstleister) zum Einsatz kommen, um Vertrauen herzustellen zwischen der Vertragspartnern, etwa bei einem Kreditgeschäft (Bank als Vermittler zwischen dem Kunden und der Hypotheken-Darlehensgeber). Diese Vermittleraufgabe könnte auch die Blockchain übernehmen.
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Beispiel: ‘
Sie haben drei Eigentumswohnungen (ETWs) gekauft, von einem Privatmann, einem Bauträger und einer Immobiliengesellschaft. Drei Kaufverträge incl aller Daten (Baubeschreibung, Grundbuch, Finanzierung, Belastungen, Preis, …)  dokumentieren den Kauf der drei ETWs.
Die drei Verträge sind in einer Blockchain verkettet, wobei alle Vertragsinhalte in allen drei Verträgen bei allen vier Beteiligten identisch gespeichert sind, also 3*4 = 12 mal.
Der Speicheraufwand ist aufgrund dieser Datenredundanz groß, aber: Ein Betrüger, der in einem Vertrag herumtrickst, verrät sich sofort, da zu anderen drei Vertragskopien der Blockchain keine Identität mehr herrscht.
Als Eigentümer der drei ETWs haben Sie Zugriff auf alle ihre drei eigenen Verträge – ihre Vertragspartner hingegen nicht, sondern nur für ihre jeweils eigenen Verträge.
Durch diese Blockchain (im  Beispiel sindes vier Blocks) werden die Jobs des Grundbuchamtes und der Notars hinfällig – die Vermittler werden irgendwann einmal arbeitslos bzw. das Grundbuchamt aufgelöst (es besteht allenfalls als Archiv). 

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