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Architektur neu - alt an der Oberrieder Strasse in Freiburg-Waldsee 22.8.2014

Architektur neu – alt an der Oberrieder Strasse in Freiburg-Waldsee 22.8.2014

 

Blick nach Osten übers Einsiedel ins Jostal bei Titisee-Neustadt am 5.10.2006

Im Bild oben passt einfach alles: Eine schöne, ausgewogene Landschaft mit behäbig breiten Bauernhäusern, die sich darin wohl fühlen. Die Architektur der Schwarzwaldhöfe scheint erhaben zu sein über jegliche Form der Diskussion und Kritik ….. Im Bild unten passt einfach nichts?

Blick nach Nordosten im Dreisamtal zu den neuen Personalhäusern an der Kartaus am 9.1.2014 - links auf der Gartenmauer die Regenfrau von Thomas Rees

Blick nach Nordosten im Dreisamtal zu den neuen Personalhäusern an der Kartaus am 9.1.2014 – links auf der Gartenmauer die Regenfrau von Thomas Rees

“Architektenhaus zu verkaufen” – sicher haben Sie schon Immobilienanzeigen mit diesem Aufmacher gelesen. Und festgestellt, daß ein solches Haus zumindest interessant gestaltet ist, in jedem Fall aber komfortabel und angenehm bewohnbar ist: Ruhige, sonnige Lage, filigrane Erker, Detaillösungen, ….
Woran liegt es, dass immer weniger Gebäude das Prädikat “Architektenhaus” verdienen?
Die folgenden Fotos zeigen von Bauten, in denen kein Architekt wohnen würde, die aber gleichwohl von ebensolchen gebaut wurden.

          fahnenbergplatz1955
(1) Heinrich-Heine-Strasse 23.12.13    (2) Fahnenbergplatz 1955                     (3) Fahnenbergplatz 2014

architektur-neu-alt140822          hotel-national-freiburg1910
(4) Oberrieder Strasse 22.8.2014           (5) Hotel National 1910 – an dieser Stelle heute das Novotel neben Konzerthaus

(1) Heinrich-Heine-Strasse in FR-Littenweiler am 23.12.13: Seelenlose Wohnungshäuser-Zeile gegenüber dem Seniorenstift Kreuzsteiäcker
(4) Warum gilt diese Gleichung so oft: alt=schön und neu=hässlich

 

Wohnhochhaus Gutleutmatten

gutleutmatten-hochhaus140727

An der Eschholzstrasse entsteht ein neungeschossiges Hochhaus mit 23 Wohnungen. Architektin Jórunn Ragnarsdóttir, Vorsitzende des Preisgerichts:
„Der Siegerentwurf besticht durch die Definition des Baukörpers als Solitär und die konsequente turmartige Ausbildung  durch eine klare Stapelung der Geschosse. Das Volumen entwickelt eine gute Fernwirkung und stellt ein identitätsstiftendes Element für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers dar.“
Diesen Satz möge man bitte mehrmals lesen und wirken lassen.

 

 

Heinrich-von-Stephan-Strasse zwischen Hauptbahnhof und Basler Strasse – Betonklötze

                   
(1) Südwärts am Hbf 6.11.2012             (2) Heinrich-von-Stephan-Strasse am 23.4.2013 – Blick nordwestwärts

                   
(4) Blick südwaärts am 23.4.2013         (5) Dreisam durchs Brückengeländer  (6) Dreisambrücke – wie schön!

                  
(7) Blick nordwärts traurig                        (8) Senovum am 23.402013                 (9) Heinrich-von-Stephan-Strasse

Die Heinrich-von-Stephan-Strasse ist ein Paradebeispiel für nachhaltig-seelenlose Horror-Zweckarchitektur. So wird Freiburg verschandelt mit Betonklötzen, deren Fassaden zwar wärmegedämmt sind, aber in 5 Jahren schon wieder unansehnlich und zu renovieren sein werden. Was hätte man aus dieser wichtigen Verbindungsstrasse architektonisch machen können – ohne finanziellen Mehraufwand.

 

Heinrich von Stephan Businessmile
Architektonische Albträume werden endlich war. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Gebäude an der westlichen Bahnhofsachse städtebauliche Zeitbomben welche in ihrer Ausstrahlung den unwürdigen Hochhaussiedlungen der 70er und 80er Jahre gefährlich nahe kommen. Hauptsache wir haben eine schöne Märklin Innenstadt mit Bimmelbähnchen und im Sommer mit unnützen Palmen für die Touristen. Außen herum und entlang den Einfuhrschneisen zu den Parkhäusern reicht ja der gute Zweckbau von Moser, Unmüssig etc. 
Schaut denn niemand von den Stadtplanern und Architekten an den misslungenen Allerweltsfassaden die hier in den letzten Jahren hochgezogen wurden hoch? Von den architektonischen Verbrechen der sog. Westarkaden will ich jetzt gar nicht erst anfangen.
17.4.2015, Martin Schumacher

 

 

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