Buecherhaeusle Ebnet – Lesen

Bücher tauschen leicht gemacht – Ebneter Bücherhäusle an der Eschbachbrücke feierlich eingeweiht: Für Barbara Kuntzemüller aus Ebnet war es jedes Mal eine Freude, nach ihrer Gymnastikstunde das Bücherhäusle in Umkirch zu besuchen. Und zu gerne wünschte sie ein solches Angebot auch für Ebnet. Immer wieder berichtete sie ihrem Ehemann Hans davon, bis dieser schließlich fündig wurde, ein ausrangiertes Telefonhäuschen bei Telekom in Potsdam erwerben konnte und die Geschichte ihren Lauf hätte nehmen können . . . doch ganz so einfach gestaltete sich das Ansinnen nicht. Ortsvorsteher Bernhard Sänger war zwar von Beginn an hell begeistert von der Idee, doch die bürokratischen Hürden waren hoch, eine kleine Irrfahrt durch die Ämter musste unternommen werden und „erst als Johannes Hildwein vom Garten- und Tiefbauamt ins Spiel kam, nahm das Vorhaben Fahrt auf“, so der Ortsvorsteher dankbar. Und wie es in Ebnet so üblich ist, halfen viele kostenfrei mit, griffen zahlreiche Rädchen ineinander und als dann an der Eschbachbrücke ein geeigneter Standort gefunden war, konnte das Projekt endlich verwirklicht werden. Die Schreinerei Kleinhans baute die Bücherregale ein, die Schlosserei Markus Hummel installierte eine Solaranlage mit Dämmerungsschalter zur Beleuchtung, Mediendesignerin Nadine Kunzemüller sorgte für die Beschriftung und die Baufirma Sänger für den stabilen Sockel.

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Barbara (links) und Hans Kuntzemüller (rechts), die Initiatoren und Spender des Telefonhäuschens mit Ortsvorsteher Bernhard Sänger (2.v.rechts), Mediendesignerin Nadine Kuntzemüller (2.v.links) und Markus Hummel (Mitte) bei der feierlichen Einweihung des Ebneter Bücherhäusles.

Und zur feierlichen Einweihung des Ebneter Bücherhäusles kamen dann auch zahlreiche Ortschaftsräte, Vereinsvorstände und lesefreudige Bürgerinnen und Bürger und auch der Musikverein spielte und die Musiker freuten sich mit ihrem 1. Vorsitzenden Hans Kuntzemüller über die Verwirklichung des Projektes. Der öffentliche Bücherschrank an der Eschbachbrücke steht nun für alle offen und lebt durch rege Beteiligung. Jeder ist dazu eingeladen, die Bücher in diesem Schrank mitzunehmen und zu lesen und jedem steht völlig frei, ob man das gelesene Buch behält, wieder zurückbringt oder im Tausch ein anderes Buch in den Schrank stellt. Generell beruht der öffentliche Bücherschrank auf dem Tauschprinzip und floriert am besten, wenn ein reges Geben und Nehmen stattfindet. Doch eine Bitte hat der Initiator und Spender der Telefonzelle Hans Kuntzemüller „Bitte legen Sie nicht die Bücher hier ab, die Sie schon lange los werden wollten sondern teilen Sie mit anderen die Bücher, die Sie selbst gerne gelesen haben!“
12.2.2015, Gisela Heizler-Ries

 

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