Bluttests auf Chromosomen-Fehler Trisomie 21 freigegeben

Der Bluttest auf den Chromosomen-Fehler Trisomie 21 sollte ursprünglich im Juli auf den Markt kommen. Die Freigabe hatte sich nach Angaben des Unternehmens aber verzögert, … Das Diagnoseverfahren ist umstritten. Vertreter von Behindertenverbänden und Kirchen kritisieren, der Test diene allein dazu, behinderte Kinder abzutreiben. Ein Rechtsgutachten sieht in dem Test eine Verletzung des  Embryonenschutzgesetzes. Die Herstellerfirma argumentiert dagegen, durch den Bluttest könnten für das ungeborene Kind gefährliche Eingriffe wie Fruchtwasseruntersuchungen vermieden werden. …..
Alles vom 2.8.2012 auf http://www.badische-zeitung.de/bluttest-auf-down-syndrom-kommt-auf-den-markt

Dieser Test ist ein großer Schritt in die ganz falsche Richtung
“Erst werden die Babies entsorgt und dann …?” na wir alle, die wir net “passen, werden halt irgendwie zukünftig auch entsorgt! Hauptsache, wir kosten nix! Wir funktionieren ja net + sind nur lästig! Jeder kann täglich z.B einen Unfall erleiden + dann schwerbehindert sein – der muß dann halt entsorgtt werden! Und: ” Aber vielleicht kann das Kind ja lachen, Menschen erfreuen, wahrnehmen, lieben und genießen wie alle anderen auch. Wie kann man sich nur anmaßen, über die Vollkommenheit eines Lebens zu richten, nur weil Menschen mit einem Gendefekt nicht in die Schublade der Schönheits- und Leistungsnorm passen? Dieser Test ist ein großer Schritt in die ganz falsche Richtung” – So ist es, genau!! Vielen Dank!!!
So sehen wir das auch – als Familie eines Menschen, der mit Down-Syndrom auf die Welt kommen durfte – und das Leben mit entsprechender Unterstützung in vollen Zügen genießt! Weil seine Mum (auch noch als Krankenschwester!) so doof war, keine Fruchtwasser-Untersuchung zu machen, weil das nix gebracht hätte, weil sie hätte niemals ein Baby, was halt bißchen anders zusammengesetzt ist, getötet! Er benötigt kein Steuergeld, ist lebensfroh, sehr sozial kompetent, er arbeitet wie jemand ohne Behinderung in der Berufsakademie Himmelreich, während dieser Ausbildung erhält er ein Ausbildungsgeld, er lebt in einer WG, wie seine ältere “nicht-behinderte Schwester es auch tat, allerdings etwas anders – mit nicht-behinderten Studenten, die für die stundenweise Betreuung weniger Miete zahlen ! Er liebt das Leben, hat Höhen + Tiefen – wie jeder junge Mann ohne Down-Syndrom auch!
Ganz bemerkenswert finde ich, dass die “Vielschreiber” dieses Forums sich seit Tagen über ein kleines Stück Haut ihres edelsten Teiles aufregen + ganz viel “Wichtiges” dazu posten, 100te von Mitteilungen! – aber wo sie doch angeblich sooo gesellschaftlich engagiert sind zu dieser Info auch nach Stunden noch nix zu sagen haben!
Gaby Seehaus, 2.8.2012

Das Problem ist nicht dieser Test, sondern die Einstellung der Gesellschaft
Das Problem, Frau Seehaus, ist nicht dieser Test, sondern die Einstellung dieser Gesellschaft diesen Menschen gegenüber. Es ist also sinnlos, auf diese Firma einzudreschen, die nur die ohnehin vorgenommenen und gefährlicheren Fruchtwasseruntersuchungen obsolet macht. Sie schreiben ja selbst, dass heute bereits 90% abgetrieben werden. Da wird sich also nicht viel ändern durch den Test. Die Gesellschaft muss sich ändern, weg vom reinen Leistungsgedanken, vom Menschenwert, der sich Produktivität misst, hin zu einem anthropozentrischen Weltbild. Ich vermisse Ihre Stimme, Frau Seehaus, aber in allen Threads, in denen es um solche gesellschaftlichen Themen geht.
Harald Maierhofer, 2.8.2012

WIR, die Menscheit, brauchen keine Designerbabys
Was wäre aus Stephen W. Hawking geworden, hätten diese Tests schon vor Jahrzenten stattgefunden! Ach, Sie kennen Stephen W. Hawking nicht? http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_W._Hawking
Der hat doch so einen “Groschenroman” geschrieben, wie hieß der nochmal: http://de.wikipedia.org/wiki/Eine_kurze_Geschichte_der_Zeit Die Menschheit hat anscheinend nichts dazugelernt! Die technischen Weiterentwicklungen dienen nur dem Profit, und keinen ethischen Ansprüchen!
Roman Weingardt, 2.8.2012

Dieser Beitrag wurde unter Behinderung, Forschung, Gesund abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.