Berufliche-Schulen

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Blick vom Schauinsland nach Süden zu Belchen (links) und Hochblauen (rechts) am 15.11.2012

 

 

Berufliche Schulen in Freiburg

Freiburgs größte Schulform sind die Beruflichen Schulen mit 14 000 Schüler. Alle anderen Schulen der Stadt – von der Grundschule bis zum Gymnasium – haben rund 19 000 Schüler.

Zwei Drittel der beruflichen Schüler kommen aus dem Freiburger Umland. Von den insgesamt 14000 Schülern kommen jeden Tag etwa 8000 Schüler in die acht öffentlichen beruflichen Schulen – duales Ausbildungssystem, also teils im Betrieb, teils im Unterricht. Hans Lehmann. der Rektor der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule ist gelernter Maschinenbauingenieur.
Die Schulen sind gegliedert nach Schularten (wie Berufsgymnasium, Berufsfachschule, Berufskolleg, Berufsschule, Meisterklasse – es gibt 24 verschiedene) und Berufen.
Die Schulen lassen sich in drei Typen gliedern:
– den gewerblich-technischen Typ (Friedrich-Weinbrenner-, Walther-Rathenau-, Richard-Fehrenbach- und
Gertrud-Luckner-Gewerbeschule),
– den kaufmännischen Typ (Max-Weber-Schule und Walter-Eucken-Gymnasium mit Kaufmännischer Schule)
– den Typ mit Agrar-, Hauswirtschaft, Ernährungs-, Sozialwissenschaft und Biotech (Merian- und Edith-Stein-Schule).
Das Angebot an Bildungswegen ist breit  – von der kompletten Lehre über den höheren Schulabschluss bis hin zur beruflichen Weiterbildung
In Baden-Württemberg kommen 53 % der Hochschulzugänge von Beruflichen Schulen.
Den acht Schulen fehlen 56 Klassenräume – und dem Berufsschulzentrum an der Bissierstraße seit 30 Jahren die Sporthalle. Und sie klagen, dass sie mehr Lehrer bräuchten.

Berufliche Schulen in Freiburg – Infos des Schulträgers:
http://www.freiburg.de/pb/,Lde/231131.html


(1) Gewerbeschulen Friedrichsstrasse

(1) Blick nach Norden am 22.12.2012 zur Richard-Fehrenbach-gewerbeschule sowie Walther-Ratheau-Gewerbeschule in Freiburg

 

Was spricht eigentlich gegen die Ausbildung an einer beruflichen Schule?
Herr Stoch sagt: “Wenn wir so weiter machen, wird es weiterführende Schulen nur noch in großen Gemeinden geben”, und “man müsse vom angestrebten Abschluss her denken”. Was spricht gegen den Besuch einer Hauptschule am Wohnort und die Mittlere Reife, Fachhochschulreife oder Abitur über die beruflichen Schulen? Das ist alles schon heute möglich, wird nur zu wenig bekannt gemacht. Die beruflichen Schulen sind räumlich gut ausgestattet, viele der Lehrer haben eine Ausbildung als Gymnasiallehrer und dürfen Abitur abnehmen und mit zweijährigen Berufsfachschulen, Berufskollegs und beruflichen Gymnasien können höhere Bildungsabschlüsse erworben werden.
So gibt es in Emmendingen mehr Abschlussklassen an beruflichen Gymnasien als am allgemeinbildenden Gymnasium. Es ist also niemandem, der nach der Grundschule nicht aufs Gymnasium geht, verwehrt, höhere Abschlüsse zu erwerben. Man kann aber länger eine Schule am Wohnort besuchen, manche Schüler werden nicht überfordert und Spätentwickler können mit 15 Jahren an einer beruflichen Schule eine neue Chance haben. Ich selbst war Volksschüler und habe an der Universität studiert.
27.4.2013, Wolfgang Siegert, Emmendingen

 

Berufliche Schulen in Baden-Wüttemberg hervorragend aufgestellt
Leider gibt die Bertelsmann-Studie über die Anzahl der Schulformwechsler nur Auskunft über die Wechsler in Klasse 5 bis 10 und lässt völlig die beruflichen Schulen und deren Erfolgsbilanz außer Acht. Gerade hier ist Baden-Württemberg aber hervorragend aufgestellt. So erreichten im Jahre 2011 an den beruflichen Schulen 36 569 Absolventen eine Studienzugangsberechtigung, während an den allgemein bildenden Gymnasien “nur” 35 686 Abiturienten erfolgreich ihre Schullaufbahn beendeten. Bundesweit einmalig ist diese Quote von über 50 Prozent an beruflichen Schulen erworbener Studienzugangsberechtigungen.
Viele dieser Schüler sind ehemalige “Absteiger”, beziehungsweise haben bewusst zunächst einen “niedrigeren” Bildungsabschluss an Haupt-, Werkreal- oder Realschule angesteuert, um später über zweijährige Berufsfachschule, Berufskollegs und oder berufliches Gymnasium aufzusteigen. Berufliche Schulen stellen sicher, dass gilt: kein Abschluss ohne Anschluss. Wie nachgefragt dieser Weg ist, zeigt sich im aktuellen Schuljahr. Ersten Schätzungen zufolge besuchen landesweit 10 000 Schüler mehr die beruflichen Schulen als prognostiziert. Man muss wohl feststellen, dass Baden-Württemberg dank dieser Erfolgsgeschichte im bundesweiten Vergleich noch besser dasteht, als es der Bertelsmann-Studien zu entnehmen ist.
23.11.2012, Kersten Schröder, Lörrach

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