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Blick vom Feldberggipfel nach Südosten zum Bismarckturm links und zu den Alpen am 8.1.2013

 

 

 

Delvaux de Fenffe – Medienpreis für FG.TV am Friedrich-Gymnasium Freiburg

Ein Jahrzehnt lang war Gregor Delvaux de Fenffe als freier Fernsehjournalist vor allem für WDR und SWR unterwegs. Der Romanist und Historiker machte Filme zu vielem, zum Koran, zur Kurrentschrift, zu Vincent Klink, dem Promikoch, der Genfood ächtet. Am Dienstag nahm Gregor Delvaux de Fenffe in Stuttgart einen Preis für Medienjournalismus entgegen – nicht als Akteur, sondern als Ermöglicher: Am Freiburger Friedrich-Gymnasium hat er die Medienpädagogik so installiert, dass das Land sie mit dem Förderpreis des Wettbewerbs Idee-BW auszeichnet….
Alles vom 19.11.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/er-macht-medienwelten-zugaenglich–94935245.html

http://fg-freiburg.de/?p=10364
www.fg-freiburg.de

 

 

Mobbing von Lehrern im Internet – neue Studie aus England

  • Rund die Hälfte der gemobbten Lehrer sagte, sie wurden online von Schülern beleidigt, ebenfalls 50 Prozent sagten, sie hätten negative Kommentare zu ihrer Leistung als Lehrer entdeckt. Etwa ein Viertel entdeckte Fotos oder Videos, die Schüler heimlich aufgenommen und veröffentlicht hatten.
  • Die Mehrheit der Betroffenen (58 Prozent) zeigte den Vorfall nicht an. Meist glaubten die Lehrer nicht daran, dass eine Anzeige bei der Polizei oder dem Schuldirektor etwas ändern würde.
  • Wenn die Lehrer den pöbelnden Schüler anzeigten, dann reagierte die Schule in 40 Prozent der Fälle tatsächlich nicht. Eltern kamen sogar noch häufiger mit ihren Beleidigungen durch (55 Prozent).

Alles vom 21.4.2014 bitte lesen auf
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/mobbing-in-social-media-viele-lehrer-leiden-unter-boesen-kommentaren-a-965394.html#js-article-comments-box-pager

 

Teachfirst.de – Hochschulabsolventen unterrichten an Brennpunktschulen

Vom Schuljahr 2010/11 an sollen herausragende Universitätsabsolventen an Problemschulen in Baden-Württemberg unterrichten. Sie verzichten auf den frühen Karrierestart, um Vorbilder für Kinder aus bildungsfernen Familien zu sein.
Teach first, zuerst unterrichten, heißt die gemeinnützige Bildungsinitiative aus Berlin, die sich bereits in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin engagiert. 63 junge Fellows, wie die Hochschulabsolventen genannt werden, sind in diesem Schuljahr im Einsatz. Mehr als 700 haben sich für einen Einsatz beworben. Die Idee kommt aus den USA: Dort hat das Programm seit 1990 schon Tausende Eliteabsolventen in die Schulen geschickt, um Bildungsverlierern eine Chance zu geben. US-Studien zeigten, dass die Jungakademiker oft frischen Schwung in die Klassen bringen – und zum Teil bessere Lernergebnisse bei den Schülern erzielen als normale Lehrer.
www.teachfirst.de

 

Lehrer – Facebook – Schüler: Professionale Distanz ist gefragt

Facebook und andere soziale Netzwerke stellen die Schulen vor neue Herausforderungen. Eine von tausend Geschichten, die man erzählen könnte, ist die folgende: Zwei Schülerinnen lassen in Facebook Dampf über eine Lehrerin ab, in der irrigen Meinung, dass niemand mitliest. Dabei fallen Worte wie: “Die bringe ich um.” Oder: “Die überlebt den letzten Schultag nicht.” Diese Sätze werden im Netz kolportiert, bis sie zufällig bei einem Kollegen landen. Dieser zeigt den Dialog der Schülerinnen der Kollegin. Die Angelegenheit wird der Schulleitung vorgetragen. Die Schülerinnen werden in das Büro der Schulleitung zitiert und zeigen sich entsetzt darüber, dass ihr vermeintlich diskreter Chat in der Schule bekannt geworden ist. Sie wollen sich bei der Lehrerin entschuldigen. Diese ist allerdings zusammengebrochen und für einen Monat krankgeschrieben. Das Kollegium fordert eine strenge Bestrafung der beiden Schülerinnen und klagt den Schutz der Lehrenden an der Schule vor Gewalt ein.

In vorsintflutlichen Zeiten, als es das Internet noch nicht gab, hätten sich die beiden Schülerinnen vermutlich auf einer Bank im Park getroffen und miteinander über die Lehrerin gelästert. Ihr außerschulischer Diskurs über die Lehrerin wäre in der Schule nie angekommen. Doch das hat sich grundlegend geändert. Die Netzwerke tragen ihren Teil dazu bei, dass die Lebenswelten und Diskurse von Schülern und Schule immer näher aneinander rücken und sich überschneiden. Das führt in grundsätzliche pädagogische Fragestellungen hinein. Sie betreffen nicht nur Fragen des Datenschutzes, wie sie aktuell diskutiert werden, sondern noch viel grundsätzlicher das Verhältnis von Nähe und Distanz zwischen Lehrenden und Lernenden.

Schule ist eine Zwangsinstitution. Auch Schüler, die gerne in die Schule gehen, gehen nicht freiwillig in die Schule. Lehrer und Lehrerinnen als Repräsentanten der Schule stehen den Schülern entsprechend in einem asymmetrischen Machtgefälle gegenüber. Sie haben disziplinarische und andere Kompetenzen gegenüber Schülern. Die jüngsten Enthüllungen über Machtmissbrauch von Lehrern – bis hin zu sexualisierter Gewalt – haben gezeigt, wie anfällig diese Lehrer-Schüler-Beziehung für Gewalt ist. Falsche Nähe von Lehrern zu Schülern erhöht die Anfälligkeit der Beziehung für Machtmissbrauch, richtige Distanz ermöglicht eine Nähe, die ohne diese Distanz nicht möglich wäre und sogar zerstört würde. Die größere Verantwortung für die richtige Ausbalancierung des Verhältnisses von Nähe und Distanz liegt dabei auf der Seite der Lehrenden. Auf Facebook übertragen bedeutet das: Schüler können Lehrer auf Facebook anklicken und ihnen “Freundschaft” anbieten, Lehrer umgekehrt nicht. Es entspricht auch nicht ihrer professionellen Rolle, das Angebot von “Freundschaft” anzunehmen, wenn es kommt. Denn die Asymmetrie im Lehrer-Schüler-Verhältnis prägt die Möglichkeiten und Grenzen in der Beziehung, solange die Schüler Schüler und die Lehrer Lehrer sind. Das “Freundschafts”-Modell vernebelt sie hingegen.
Lehrer können die Vernetzung mit Schülern so gestalten, dass das Private vom Schulischen getrennt wird – um sie ausschließlich in dienstlichen Fragen zu erreichen. Doch diese Trennung ist spätestens dann nicht durchzuhalten, wenn die Schüler ihrerseits den Lehrern gewollt oder ungewollt Informationen kommunizieren – wer geht gerade mit wem; wer mag wen nicht; wo tummelt sich wer in seiner Freizeit herum – , die in Lehrerohren nichts zu suchen haben. In einem Medium, in dem alle Beziehungen egalitär definiert sind, geht das Gespür für die Asymmetrie in der Lehrer-Schüler-Beziehung gerade auch beim Lehrer schnell verloren. Der Verlust der Sensibilität in diesem Bereich ist aber Gift für ein reflektiertes, professionelles Selbstverständnis von Lehrerinnen und Lehrern, gerade auch, was das die Gestaltung von Nähe und Distanz zu Schülern betrifft.
Nicht nur vom Selbstverständnis der Institution her, sondern auch vom Effekt her lohnt es sich nicht, wenn Lehrer den sozialen Vernetzungsformen der Schüler hinterher hetzen. Der Generation Facebook folgt die Generation What’s App, und dieser folgt – jedenfalls in Freiburg – inzwischen die Generation Dreisam: Am besten scheint es schließlich doch zu sein, wenn Schüler nicht über das Netz, sondern gemeinsam an der Dreisam sitzend miteinander sprechen, schwärmen und ablästern. Sie spüren eben selbst: Es ist nicht gut, wenn unsere Lehrer und Lehrer überall dabei sind, weder in Facebook noch an der Dreisam.
26.7.2013, Klaus Mertes, Jesuit und seit 9/2011 Direktor des Kollegs St. Blasien

 

 

BGH: Schüler dürfen Lehrer auf spickmich.de weiter benoten

Spickmich: ganz billige Methode, Minderjährige als Kunden zu fangen
BZ: Herr Kügele, hatten Sie sich ein anderes Urteil erhofft?
Kügele: Ja. Eines für mehr Persönlichkeitsschutz. Das geht ja Schülern genauso, wenn auf SchülerVZ Hässliches über sie steht. Zu wissen, dass das da steht und man es nicht wegbekommt, ist eine Qual. …
Mehr vom 25.6.2009 von Rainer Kügele Oberstudienrat am Freiburger Rotteck-Gymnasium
auf http://www.badische-zeitung.de/spickmich-de-ein-freiburger-oberstudienrat-zum-urteil

Spickmich ist nicht die Oase der Meinungsfreiheit
Das Portal darf sich nicht als Oase der Meinungsfreiheit für eine ansonsten geknebelte Schülerschaft darstellen. Schüler wurden auch schon vor Erfindung des Internets als Menschen ernst genommen, und die Meinungsfreiheit ist ihnen seit Jahrzehnten garantiert. Er spricht ja nichts dagegen , wenn auch Schüler am Ende eines Schuljahrs ihren Lehrern ein Zeugnis überreichen. Aber dann sollten sie höchstpersönlich zu ihrer Meinung stehen.
24.6.2009, Neue Osnabrücker Zeitung

Am Kern des Streits – das Miteinander zu verbessern – geht das Urteil vorbei
Statt übereinander zu urteilen, sollten Schüler, Lehrer und Eltern miteinander reden. Zum Erwachsenwerden gehört nun auch mal der Mut, hinzustehen und seine Kritik zu äußeren. Die anonyme Lehrerbewertung im Internet hilft nicht weiter. Sie unterstützt nur die Feiglinge und die Allzubequemen, die vor allem keinen Ärger haben wollen.
Alles von Petra Kistler vom 24.6.2009 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/meinung/kommentare/tagesspiegel-spickmich-urteil-diese-kritik-nuetzt-nichts–16329147.html

Bewertungsportale im Internet nicht von vornherein verboten
Kein Grundsatzurteil, aber das spickmich-Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 23.6.2009 gibt diese Richtung vor: Bewertungsportale im Internet sind nicht von vornherein verboten – zumindest dann, wenn die Betreiber Vorsicht walten lassen. Das Urteil dürfte also nicht das letzte Urteil zum Thema Bewertungsportale sein – wie beim Dauerstreit um Promi-Fotos in den Medien wird der BGH seine Leitlinien erst nach und nach entwickeln. Es gibt aber deutliche Hinweise für die boomende Branche der zahllosen Bewertungsportale – Reisen, Gastronomie, Ärzte, Anwälte, Handwerker, Bücher, Kosmetik, …, kaum etwas bleibt unbenotet. So hat die Krankenkasse AOK angekündigt, auch ihre 24 Mio Versicherten sollten ihre Ärzte benoten dürfen.
23.6.2009

Es kommt doch darauf an, in welchem Bereich die Schueler-/Lehrerbewertung stattfindet
Hier sehe ich die Urteile ueber Lehrer einer breiten Oeffentlichkeit zugaenglich gemacht. Wer mit seinen Noten nicht einverstanden ist oder einen Lehrer nicht leiden kann, kann sich anonym verstecken und seine Launen zum Ausdruck bringen. In der Schule hat sich aber ein Lehrer einem Schueler gegenueber zu rechtfertigen i.d.S., dass er begruenden kann. Das Urteil ist schlichtweg weltfremd, unausgewogen, da die Auseinandersetzung auf verschiedenen Feldern stattfindet. Sie sollte nur dort stattfinden, wo Schueler und Lehrer sich begegnen. Leider kann man solche “Lehrerbeurteilungen” mittlerweile auf der ganzen Welt verfolgen, “rate my teachers ” z.B. und was man da zu lesen bekommt,ist haarstreubend, unfair und eine Zurschaustellung erster Guete (das Internet macht`s moeglich – Google hilft dabei ). Ich bedaure diejenigen Schueler, die den Weg der oeffentlichen Kritik in der Weise beschreiten. Wie soll da Vertrauen zwischen Lernenden und Lehrenden bestehen oder geschaffen werden ? – Traurig!
23.6.2009, Eberhard Froehlich

 

 

Die besten Köpfe für die Schulen gewinnen

Kommentar vom 24.2.2009 von Petra Kistler zu Schavan’s Vorschlag, Experten an die Schulen:
www.badische-zeitung.de/meinung/kommentare/tagesspiegel-kein-ersatz-fuer-paedagogen

Die Daten lassen diese Unterstellung nicht zu
Mit Bedauern stellt Petra Kistler fest, es werde unter den gegenwärtigen Bedingungen – vergleichsweise niedrige Gehälter, schlechtes Ansehen – “nicht gelingen, die besten Köpfe für die Schule zu gewinnen”. Vermutlich versteht sie dies als gut gemeinte Forderung, diese Bedingungen zu verbessern. Aber leider unterstellt sie damit zugleich, dass tatsächlich vor allem unterdurchschnittliche Abiturienten sich für den Lehrerberuf entschieden. Bei näherem Hinsehen lassen jedoch die Daten aus der Studie des ifo-Instituts diese Unterstellung nicht zu: Insbesondere Gymnasiallehrer mit einer durchschnittlichen Abi-Note von 2,11 finden sich dort an zweiter Stelle unter den aufgelisteten Kategorien von Hochschulabsolventen. Vor ihnen liegen mit 2,04 nur noch die Absolventen anderer Staatsexamina, überwiegend also Juristen und Mediziner. Dies ist jedoch aufgrund des Numerus clausus in diesen Studiengängen nicht verwunderlich. Aber auch für die übrigen Lehrkräfte gilt: Wie aussagekräftig ist denn, dass die durchschnittlichen Abi-Noten von Grundschullehrern (2,52) sowie von Haupt- und Realschullehrern (2,55) um weniger als zwei Zehntel von Magister-Absolventen (2,36) oder Inhabern von FH-Diplomen (2,39) abweichen? Würde man denn ernsthaft behaupten wollen, von zwei Abiturienten, zwischen deren Notendurchschnitten es eine Differenz von 0,2 gibt, sei zwangsläufig nur der bessere für den Lehrerberuf geeignet? Es ist jedoch nicht nur absurd, angesichts der Vergleichswerte anderer Studienabsolventen von angehenden Lehrern einen Abiturdurchschnitt von 2,0 oder besser zu verlangen; der Vorschlag von Thomas Volk (CDU) geht auch angesichts von Lehrermangel und Abwerbekampagnen völlig an der Realität vorbei. Ein rein notenbasierter NC kann, da er Motivation und fachspezifische Qualifikation ausblendet, nie mehr sein als ein Mittel, bei einem Überangebot an Bewerbern anhand eines objektiven, wenn auch willkürlich gesetzten Kriteriums eine Auswahl zu treffen. Von einem solchen Überangebot kann jedoch keine Rede sein. Aber selbst wenn Statistik und Stammtisch sich scheinbar einig sind, dass vor allem unterdurchschnittlich Begabte den Lehrerberuf ergreifen – es soll Menschen geben, die dies unabhängig von ihrem Notendurchschnitt einfach aus Interesse an ihren jeweiligen Fächern und an der Arbeit mit jungen Menschen tun. Allerdings stößt jemand, der mit einem Einser-Abitur “bloß” auf Lehramt studiert beziehungsweise “bloß” Lehrer geworden ist, oft genug auf Unverständnis: “Warum studierst du denn nicht Medizin oder Jura?” Hier kommt ein Schubladendenken zum Ausdruck, gegen das es anzugehen gilt, will man den Lehrerberuf attraktiver machen. Aber bitte nicht, indem man nur die Schubladen etwas anders einräumt: Ein Einserabitur ist keine Garantie dafür, ein guter Arzt oder Rechtsanwalt zu werden (deshalb werden entsprechende NC-Regelungen derzeit durch fachspezifische Auswahlverfahren ersetzt bzw. ergänzt). Natürlich gilt für Lehrer das Gleiche. Und deshalb fordert auch niemand ernsthaft einen NC für Politiker.
Leserbrief vom 7.3.2009 von Dr. Patrick Thalacker, Freiburg
Die Qualität misst sich nicht am Notendurchschnitt
Die Qualität der Lehrer an einem Notendurchschnitt zu messen, ist für mich völlig unsinnig. Wer von uns weiß nicht, dass Abiturienten und Akademiker mit einem Super-Durchschnitt in der Berufswelt lebensuntüchtig sind. Umgekehrt weisen erfolgreiche Manager und gestandene Politiker oft eine abgebrochene Schulkarriere auf. Von einem guten Lehrer erwarte ich: Liebe zu dem Beruf, Begeisterungsfähigkeit, Empathie und ein guter und konsequenter Zugang zu unseren sicher schwierigen, oft verwöhnten und leistungsunwilligen Jugendlichen, sprich pädagogisches Können. Daraus folgt: Sicher können Praktiker aus der Wirtschaft keinen Schulunterricht übernehmen. Umgekehrt könnten aber Jugendliche zum Beispiel in den für mich als zwangsweise berufstätige Mutter sehr häufigen und langen Ferien regelmäßig und verpflichtend in Betriebe gehen und dort Berufserfahrungen und vor allem Lebenserfahrungen machen. (Nach meinen Erfahrungen wissen Schüler nach solchen Praktika erst, wie gut sie es in der Schule haben!) Ansatzweise wird dies ja schon in Form des Sozial- und Berufspraktika durchgeführt. Ein Ausbau dieser Praktika mit anschließenden Erfahrungsberichten würde sicher einer intensiveren weiteren Vernetzung von Schule und Berufswelt dienen.
BZ-Leserbrief vom 7.3.2009 von Petra Fischbach, Hartheim
Die pädagogische Kompetenz ist maßgebend
Unerträglich ist die Aussage von CDU-Landesvorstandsmitglied Volk, es könne nicht angehen, dass Menschen mit eher schlechtem Abitur-Schnitt unseren Nachwuchs unterrichteten. Die sonst gerne beschworenen pädagogischen Kompetenzen eines Menschen sind kaum anhand unseres schulischen Benotungssystems definierbar; und oft sind es gerade nicht diejenigen, denen in der Schule alles leicht gefallen ist, die die besseren Lehrer werden – wem alles zufällt, der muss sich zum Beispiel wenig bewusste Gedanken über Lernprozesse machen, wohingegen Schüler, die sich in ihren Fähigkeiten unverstanden oder schlecht gefördert fühlen (was oft mit schlechteren Zensuren einhergeht), verbreiteter eine Motivation entwickeln, es später bei zukünftigen Schülern anders und besser zu machen.
BZ-Leserbrief vom 7.3.2009 von  Daniel Roos, Freiburg

Es geht doch um die Eignung der Lehrkräfte
Lieber Herr Volk, nach ihrer Aussage müsste ich mich (derzeit Gymnasiallehrer mit einem Abi-Schnitt von 2,2) also nach einem neuen Job umsehen. Vielleicht sollte ich mich als Politiker bewerben, denn dort gibt es ja noch keinen Numerus clausus. Wie man die Abiturdurchschnittsnote als Maß für ein erfolgreiches Lehrerdasein nehmen kann, ist mir ein absolutes Rätsel. Viel mehr sollte man meiner Meinung nach die Persönlichkeiten der angehenden Lehrkräfte auf ihre Eignung für den Beruf untersuchen, so wie es seriöse Wissenschaftler schon seit langem fordern. Darüber hinaus ist das Studium Maß genug für die fachliche Eignung.
BZ-Leserbrief vom 7.3.2009 von Mathias Radke, Offenburg

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