Kunzenhof

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Blick nach Osten über den Kunzenhof in Freiburg-Littenweiler am 21.4.2012

 

 

Jugendprojekt am Kunzenhof e.V. – Gemeinnütziger Verein

Lernort Kunzenhof, c/o Gabriele Plappert,
Kunzenhof, Littenweilerstrasse 25A, 79117 Freiburg, Tel 0761/63726
www.kunzenhof.de
lernort.kunzenhof@googlemail.com

Spenden-Konto
IBAN Nr. : DE46 4306 0967 7919 0053 00
BIC Nr. : GENODEM1GLS

Der Lernort Kunzenhof kooperiert mit dem Thaddäushof in Kirchzarten und dem Küferhof in Freiburg-Ebnet, beides Bioland-Vollerwerbsbetriebe.

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Zum Jahreswechsel 2015/2016: Jahr des Bodens – Soja – Tierhaltung
, Das “Jahr des Bodens“ geht zu Ende. Oder war es das „Jahr des Wassers“? Was wäre unser Boden ohne Wasser? Am Kunzenhof waren erstmal die lebensspendenden Quellen völlig ausgetrocknet. So blicken wir einem neuen Jahr entgegen, von den vereinten Nationen als „Jahr der Hülsenfrüchte“ ausgerufen.

Auch Hülsenfrüchte, das ist insbesondere Soja, die Wunderbohne, dürfen uns ein Hinschauen wert sein. Als Haupt- Eiweiß-Futtermittel von Geflügel, Schweinen und Rindern werden 4,5 Millionen Tonnen Soja aus Brasilien und Argentinien jährlich in Deutschland verfüttert.
Dort hat der gigantische Sojaanbau (Argentinien 17 Millionen ha, Brasilien, 22 Millionen ha) nicht nur die Regenwälder zerstört, sondern ebenso die ehemals bäuerlichen Kleinbetriebe.99% des dort für den Export angebauten Sojas stammt aus genverändertem Saatgut und wird mit hohem Pestizideinsatz (Glyphosat) angebaut. In Sichtweite der Felder hungert die einheimische Bevölkerung.
Am diesem Montag, 7.Dezember 2015 steht ein kleiner Bericht in der Zeitung: „Geflügelpest in Bayern? 12 900 Tiere vorsorglich getötet“ Hühner, Enten, Gänse, Puten allesamt von einem einzigen Bauernhof!  Am nächsten Tag, 8.Dezember 2015 lese ich: „Entwarnung bei Geflügelpest-Verdacht“ Laboruntersuchungen haben die harmlose Variante des Erregers haben ergeben. Dennoch wurde das Töten der 12 900 Tiere nicht beendet….
Das geschieht nicht irgendwo, sondern vor unserer Haustüre. Ein Blick in solche Ställe zeigt, dass es dort kein würdevolles Dasein für die Tiere geben kann. Seuchen und Krankheiten sind notwendige Folgen. Vielleicht aber sind auch dieses Mal „Marktbereinigungsgründe“ ausschlaggebend gewesen für das sinnlose Töten, am Sonntag, 6. Dezember 2015, dem 2. Advent!

Vielleicht wollen mehr und Mehr Menschen wissen, wie die Gans gelebt und gestorben ist, die auf dem Weihnachtstisch landet.
Gandhi sagte: „Die Größe einer Nation misst sich daran, wie sie mit den Tieren umgeht“.
Das dürfen wir mit bedenken, wenn wir in diesen Tagen die Schäfchen, Ochs und Esel an unserer Krippe aufstellen.
Den Dingen wieder ihren eigentlichen Wert zurückgeben, die Folgen des eigenen Handelns in den Blick zu nehmen, das ist das große Anliegen unseres „Bildungsauftrags“ am Lernort Kunzenhof.
Mit großer Dankbarkeit schauen wir auf das zu Ende gehende Jahr zurück, auf die zahlreichen Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene, die vielen positiven Rückmeldungen, die zahlreichen ehrenamtlichen HelferInnen, die zum Gelingen beigetragen haben, die vielen SpenderInnen und Spender, sowie das große Geschenk, selbst einen Lebensstil „ganz nah dran“ leben zu dürfen.
Im Namen aller MitarbeiterInnen,
Gabriele Plappert, 14.12.2015      

 

 

 

 

 

Kunzenhof FR-Littenweiler: Naturpädagogischer Lernort als Unesco-Projekt

Zum dritten Mal in Folge zeichnet die Deutsche Unesco-Kommission den von einem Verein getragenen “Lernort Kunzenhof” in Littenweiler für sein vorbildliches Bildungskonzept aus. Es gilt damit für weitere zwei Jahre als Projekt der Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” (BNE) der Vereinten Nationen. Das Ziel dieser Bildungsoffensive: Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln. Die Auszeichnung ist von rein ideellem Wert und nicht mit einem Preisgeld verbunden. Die Unesco ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. “Hinschauen, anfassen, mitmachen und mitreden stehen bei den Projekten am Kunzenhof auf der Tagesordnung”, sagt Kunzenhof-Bäuerin Gabriele Plappert. Das “Jugendprojekt am Kunzenhof” wird vom gleichnamigen Verein getragen. Die zentralen Fragen, um die sich dabei alles drehe, seien gerade in unserer modernen, konsumorientierten Gesellschaft von großer Bedeutung: Wo kommt unser Essen her? Woraus und wie entstehen die Fasern unserer Kleidung? Wie wird Energie gewonnen?
Durch aktive und praktische Beschäftigung mit diesen Themen auf dem traditionsreichen Bauernhof an der Littenweilerstraße werde in den Projekten eine Verbundenheit mit der Herkunft unserer Nahrung, Kleidung und Energie gewonnen, die den Teilnehmern eine neue Perspektive auf den Wert jener Dinge eröffne. “Hätte die jugendliche Teilnehmerin nicht ihre Scheu überwunden und sich nicht beim Melken der Ziege versucht, dann wäre für sie zeitlebens die Vorstellung eines kalten und glitschigen Euters in Erinnerung geblieben”, so Plappert, “die warme, weiche Quelle unserer Milch ist ihr im eigenen Handeln zu einem bleibenden Erlebnis geworden.” Auch das BNE-Jahresthema “Ernährung” renne beim Lernort Kunzenhof offene Hoftore ein: Seit diesem Schuljahr sind die beiden Bioland-Vollerwerbsbetriebe Küferhof in Ebnet und Thaddäushof in Kirchzarten mit 30 Halbtagesprojekten mit den Schülerinnen und Schülern der 7.Klassen des Angell-Gymnasiums in diese zukunftweisende Bildungsarbeit eingestiegen. Der gemeinnützige Verein “Jugendprojekt am Kunzenhof” wird außer durch Teilnehmerbeiträge aus den Veranstaltungen überwiegend durch Spenden finanziert. Seit Herbst 2011 unterstützt auch die Stadt Freiburg das Bildungsprojekt.
7.2.2012, Gisela Heizler-Ries, www.dreisamtaeler.de

 

                   
(1) Blick ostwärts am 11.10.2013          (2) Gegakker                                              (3) Hühner fressen aus der Hand

                                esel-kunzenhof160521
(4) 11.10.2012                                            (5) Esel am 20.10.2013                            (6) 21.5.2016 Lindenmatte

 

(1) Kunzenhof 11.10.2012 – Blick nach Osten
(2) Kunzenhof 11.10.2012 – Glückliche Hühner samt Hahn

 

 

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