Hochschulen-Freiheit

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Hamed Abdel-Samad, Seyran Ates und Ahmad Mansour (rechts) auf der 4. Islam-Konferenz am 28.11.2018

Hamed Abdel-Samad, Seyran Ates und Ahmad Mansour (rechts) auf der 4. Islam-Konferenz am 28.11.2018

 

Prof Jörg Baberowski, Humboldt-Universität Berlin
29.1.2019
https://www.cicero.de/kultur/500-wichtigste-deutschsprachige-intellektuelle-liste/plus
27.5.2019
https://www.cicero.de/kultur/political-correctness-linke-rechte-universitaet-diskussion
29.5.2019
https://www.cicero.de/kultur/universitaet-political-correctnes-meinungsfreiheit-joerg-baberowski-herfried-muenkler
20.6.2019
https://www.cicero.de/kultur/political-correctness-wissenschaft-journalisten-moralismus

 

 

Die Unfähigkeit zur Freiheit: In Deutschland herrscht ein zunehmend repressives Klima
Interventionen und administrative Lösungen aus politischen Interessen ersetzen in Deutschlands Hochschul- und Kulturszene zunehmend den demokratischen Diskurs. Über eine Renaissance des Totalitären. …
In Deutschland liebt man es, sich auf die Lehren der Geschichte zu berufen, wenn man den «Anfängen» wehren will. Diejenigen, die sich auf der guten Seite wähnen, glauben daher, über dem Gesetz zu stehen und über die Freiheit anderer entscheiden zu dürfen. Symptomatisch dafür ist, die Demokratie einschränken zu wollen, um sie zu schützen.

Es wäre ein Anfang, wenn man den notwendigen Meinungsstreit in der Demokratie als Streit der Meinungen akzeptieren würde und nicht auf repressive Mittel der Intervention und auf administrative Lösungen setzen würde. Es wäre ein Anfang, wenn man die bürgerlichen Freiheiten respektieren würde, anstatt sie auszuhebeln. Hilfreich wäre es zu verstehen, dass man aus der Geschichte keine Lehren ziehen kann, wohl aber schärft der Blick in die Geschichte die Fertigkeit, Mechanismen zu erkennen. So lässt sich immer wieder beobachten, wie in der Geschichte rationale Ordnungen und Vorstellungen ins Irrationale kippen. Deutschland ist besonders anfällig dafür, weil es einen fatalen Hang zur politischen Romantik hat. Dem ist zu wehren. Kunst soll die Vielfalt der Welt darstellen, nicht die Einfalt der Künstler.
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Begriffe wie «Aktivist» oder «Intervention» lassen durchaus frösteln. Interventionen haben die deutschen Universitäten mehr als genug erlebt. Gerade in den letzten Jahren wurden in Deutschland Professoren von Studenten gemobbt und bedroht, weil sie in den Augen derer, die doch erst einmal lernen und sich die Urteilsfähigkeit erwerben sollten, angeblich rassistische, militaristische, menschenfeindliche, frauenfeindliche, heterodominante, homophobe, islamophobe, antifeministische Positionen vertreten.
In Frankfurt am Main versuchten Studenten eine Podiumsdiskussion an der Universität über das Kopftuch zu verhindern. Angegriffen wurde die Professorin, die diese Diskussion initiiert hat, die Forderung nach der Entlassung, nach einem Forschungsverbot für diese Professorin wurde erhoben.
In Dresden besetzten am 29. Mai 2019 Studenten der Hochschule für Bildende Künste die Bibliothek, weil die Hochschulleitung der Forderung nicht nachkommt, die Bibliotheksleiterin zu entlassen, die als Parteilose auf der Liste der AfD für die Kommunalwahl kandidiert hatte. Damit pfeifen die Studenten auf das Grundgesetz, das für jeden Bürger das aktive und passive Wahlrecht garantiert. Man verteidigt zu Recht das Grundrecht auf Asyl, das allerdings nur politisch Verfolgten zusteht, und engagiert sich selbst für eine politische Hetzjagd, für eine politische Verfolgung. Die eigene Moral stellt man höher als das Grundgesetz, und im Namen der eigenen politischen Überzeugungen nimmt man sich das Recht heraus, die bürgerliche Existenz des anderen zu vernichten. Die «Dresdner Neuesten Nachrichten» zitierten die Besetzer: «Wir können uns nicht vorstellen, eine Bibliothek weiterhin zu benutzen, die von einer Kandidatin von der AfD-Liste geführt wird.» Man kennt den Ton der Forderung, aus anderen Zeiten, mit anderen Begründungen. Wie lautete doch die Überschrift in einem Artikel der Pionierzeitung der DDR 1967: «Kein Vertrauen zum parteilosen Direktor.»
… Alles vom 12.6.2019 von Klaus-Rüdiger Mai bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/feuilleton/in-deutschland-herrscht-ein-zunehmend-repressives-klima-ld.1487259?mktcid=nled&mktcval=107_2019-06-12&kid=nl107_2019-6-11

 

 

Scientists-for-Future – Parallelnetz zu Fridays-For-Future
Wichtiger Verstärker für die Öffentlichkeit: das fast gleichzeitig entstandene Parallelnetzwerk der „Scientists for Future“ https://fridaysforfuture.de/scientists-for-future/, das für die nötige argumentative Unterfütterung sorgen soll und behauptet, „16 000 namhafte Wissenschaftler“ aus Deutschland, Österreichs und der Schweiz zu vertreten”. Als Initiatoren treten unter anderen der aktivistische Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung Hans-Joachim Schellnhuber auf, dessen Stellvertreter Johan Rockström sich gerade in einem Interview mit frei erfundenen Behauptungen und Zahlensalat („Ein Steak enthält 70 Liter Erdöl“) blamierte und seine Behauptungen zurücknehmen musste.
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/rockstroem-korrigiert-sich-erneut-in-einem-steak-stecken-nicht-70-liter-erdoel/24309734.html
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Außerdem dabei: Der TV-Moderator Ranga Yogeshwar, der Medizinpublizist Eckart von Hirschhausen und die für ihre Falschprognosen bekannte Ökonomin Claudia Kemfert (die 2011 prophezeite, die EEG-Umlage werde bis 2020 nicht über 3,59 Cent pro Kilowattstunde steigen, und andererseits einen schon bald fälligen Ölpreis von bis zu 200 Dollar pro Barrel vorhersagte). Dass die „Scientists for Future“ nicht‚ die „Klimawissenschaft” repräsentieren, sondern ihren hoch aktivistischen Teil, kann jeder erkennen, der beispielsweise das Buch „Die Klimafalle. Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung“ von Hans von Storch zur Hand nimmt. https://www.amazon.de/Die-Klimafalle-gef%C3%A4hrliche-Politik-Klimaforschung/dp/3446435077?tag=publico0e-21
Der renommierte Meteorologe und Küstenforscher warnt darin seine Kollegen, sich als Ersatzpolitiker und Chefapokalyptiker aufzuspielen.
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… Alles vom 30.5.2019 von Alexander Wendt bitte lesen auf
https://www.publicomag.com/2019/05/publico-dossier-die-psychologie-des-gruenen-erfolgs/

 

Kopftuch-Tagung Uni Frankfurt – Linke Unfreiheit gegen Prof Susanne Schröter
Gedanken zu „100 Jahre Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt“
Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Soziologie an der Goethe-Universität 01.04.2019“
https://www.deutschlandfunk.de/jubilaeum-100-jahre-soziologie-an-der-goethe-universitaet.680.de.html?dram:article_id=445206
liegt es nahe, Bedenkliches, wie es gegenwärtig an besagter Universität in Frankfurt offenkundig wurde, daraufhin hin zu überprüfen, ob es nicht einen Vorlauf gibt, der als warnendes Beispiel gelten darf.
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Und man wird fündig. Das „Kesseltreiben“ (Josef Kraus) gegen die Professorin Dr. Schröter an der Goethe-Universität anlässlich einer angekündigten, kritischen Tagung über das muslimische Kopftuch
http://www.ffgi.net/files/konferenz-190508-Das_islamische_Kopftuch.pdf,
mit der Fragestellung „Symbol der Würde oder Unterdrückung?“ rief unter Studenten eine Reaktion hervor, die es verdient, im historischen Kontext interpretiert zu werden. Sie verlautbarten:
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„Wir Studierenden […] sind schockiert, dass Prof. Dr. Susanne Schröter eine Konferenz […] stattfinden lassen kann […].Wir können das nicht weiter dulden und fordern deshalb, dass die Veranstaltung […] abgesagt wird und Prof. Dr. Susanne Schröter ihrer Position enthoben wird.“ (Zitiert nach J.Kraus)

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/susanne-schroeter-kesseltreiben-gegen-eine-islamkritische-frankfurter-professorin/
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In einem Beitrag anlässlich des 100sten Geburtstags des Soziologie-Lehrstuhls berichtet die Deutsche Welle von einem Interview aus dem Jahr 1969 mit dem berühmten Theodor Adorno. Er betonte,
https://www.deutschlandfunk.de/jubilaeum-100-jahre-soziologie-an-der-goethe-universitaet.680.de.html?dram:article_id=445206
er „habe einfach das Glück gehabt, dass ihm nicht schon als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni kritisches Denken abtrainiert worden sei.“ Originalton Adorno: „[…] ich es also nach wie vor riskiere, ungedeckte Gedanken zu denken, die sonst von diesem übermächtigen Kontrollmechanismus, der da Universität heißt, den meisten Menschen schon sehr früh […] abgewöhnt werden. Und es zeigt sich nun dabei, dass die Wissenschaft selber durch diese Kontrollmechanismen in den verschiedensten Bereichen so kastriert und so steril wirkt.“
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Die Studenten einer Universität, die den Namen des größten deutschen Dichters trägt, täten gut daran, sich mit der Geschichte des freien und unfreien Denkens an deutschen Universitäten zu beschäftigen. Die Zeit dafür wäre sinnvoller verwendet als mit dem Verfassen von Protestschriften, die nichts anderes präsentieren als die eigene Intoleranz und Ignoranz.
… Alles vom 28.6.5.2019 von Josef Hueber bitte lesen auf
https://vera-lengsfeld.de/2019/05/29/und-sie-wiederholt-sich-doch/

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