Beschneidung Debatte online bei Kerstin Andreae

Auf ihrer Internetseite bietet die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Kerstin Andreae, ein Online-Forum zum Thema Beschneidung von Jungen: “Ich möchte eine breite öffentliche Diskussion zu diesem schwierigen Thema und lade alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich an dieser Online-Debatte zu beteiligen” so Andreae. Das Urteil des Landgerichts Köln über religiös motivierte Beschneidungen von Jungen – ohne medizinische Indikation sei das Körperverletzung – hat gegensätzliche Reaktionen ausgelöst. Die Ergebnisse der Online-Debatte werden bei einer Podiumsdiskussion mit einfließen, zu der Kerstin Andreae im Rahmen ihrer Talkreihe “bei Andreae” einlädt. 
20.9.2012, 18 Uhr, Jackson Pollock Bar am Stadttheater Freiburg. Podiumsgäste: Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde FR, Irina Katz, und Roland Fressle, Berufsverband der Kinderärzte eingeladen. www.kerstin-andreae.de

Besserwisser schwadronieren beim Thema Beschneidung
Wenn Annemarie Rösch (die Autorin des BZ-Kommentars) schon Frau Knobloch zitiert, sollte sie aber auch nicht vergessen zu erwähnen, mit Welchen Worten Frau Knobloch die Beschneidungskritiker belegt hat. Zitat: “Besserwisser schwadronieren beim Thema Beschneidung ungehemmt über ‘Kinderquälerei’ und ‘Traumata’.”
(Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/beschneidungen-in-deutschland-wollt-ihr-uns-juden-noch-1.1459038)
Menschen, die sich auf das in Deutschland gültige Recht beziehen, werden also als “Besserwisser” beschimpft. Und deren Argumente sind in den Augen Knoblochs nichts als “Schwadronieren”.
Meines Erachtens stellt sich dann nicht die Frage, ob man in Deutschland “die Juden” noch will, sondern ob man Leute will, die unsere demokratischen Errungenschaften (vorweg die Meinungsfreiheit) so mit Füßen treten, wie es Frau Knobloch in ihrem SZ-Beitrag tut. Dass sie Jüdin ist, tut dabei nichts zur Sache. Auch für Juden (und Behinderte, Schwarze, Schwule u.a.) gilt deutsches Recht, und für alle gilt: sie können auch im Unrecht sein und berechtigte Kritik verdienen. Alles andere ist undemokratisch (oder soll es wirklich Ausnahmerechte für Juden, Behinderte, Schwarze, Schwule u.a. geben?)
Die Autorin Annemarie Rösch schreibt: “Wer ehrlich ist, wird zugeben müssen, dass manchmal auch Antisemitismus mitschwingt.” Und weil vielleicht “manchmal” Antisemitismus mit im Spiel sein könnte, soll sachlich begründete Kritik prinzipiell nicht möglich sein? Ich finde es erschütternd, dass eine Autorin eines deutschen Presseorgans sich selbst und ihren Lesern derartige Scheuklappen verordnet! Wo bleibt da der Einsatz für Meinungs- und Pressefreiheit?! Wo bleibt der Stolz auf unser aufklärerisches und säkulares Erbe? Wo der moralische Ansporn, nicht wieder in dunkle Vorzeiten zurückzufallen? Und wo, bitteschön, ist der Respekt gegenüber denen, die (Zitat Rösch:) “Skepsis gegenüber Religionen im Allgemeinen” hegen?
Kai Fischer, 8.9.2012

Beschneidungsdebatte: Zerstörtes Vertrauen
Die Beschneidungsdebatte macht Juden Angst, denn sie stellt ihre jüdische Identität in Frage.
Alles von Annemarie Rösch am 8.9.2012 auf
http://www.badische-zeitung.de/meinung/kommentare/beschneidungsdebatte-zerstoertes-vertrauen

 

Diskussion um Beschneidung mit Kerstin Andreae in der Jackson Pollock Bar
Die Meinung im Publikum scheint eindeutig: “Religiös motivierte Eingriffe in den menschlichen Körper sind in zivilisierten Gesellschaften undenkbar”, sagt eine Kinder- und Jugendpsychiaterin. Sie spiegelt das Denken einer wachsenden Zahl von Menschen in Deutschland, für die Religion eine immer geringere Rolle spielt. “Dass das deutsche Grundgesetz die Religion ohne Einschränkung schützt, ist für eine nur noch wenig religiöse Gesellschaft schwer zu verstehen”, räumt der Staatsrechtler Hochhuth von der Uni Freiburg ein. …. Alles vom 24.9.2012 auf
www.badische-zeitung.de/freiburg/diskussion-um-beschneidung-in-der-jackson-pollock-bar–63954103.html

Michael Roloff, Member Seattle Psychoanalytic Institute and Society
Jacob weint.
Die Zuschauer im Ethikrat sahen, wie der winzige Jacob ohne Windeln auf dem Rücken liegt. Er schreit. Ein Mann hält seinen Körper mit beiden Händen fest, die Daumen am Bauch des Babys, die Finger an seinen Schenkeln. Er spreizt die Beine. Ein weiterer Mann greift mit einer Hand Jacobs Penis, während er mit der anderen eine gelbe Flüssigkeit darauf schüttet. Mit einem Tuch verreibt er sie auf dem Geschlechtsteil des Kindes. Jacob schreit aus Leibeskräften. Nur wenn ihm die Luft ausgeht, ist er kurz still. Dann schreit er weiter. „So wird das Kind gehalten“, kommentierte Latasch die Bilder über das Mikrofon. Jacob schreit. Zwischen Eichel und Vorhaut schiebt der Mann im Video ein Stück Metall. „Das ist die Klemme, die drüber geschoben wird“, kommentierte Latasch. Dann schneidet ein Mann mit einem Messer die Vorhaut ab. „Für die, die nicht geguckt haben: Der Eingriff hat circa zwölf Sekunden gedauert.“ Das Video endet mit Jacobs Schreien.
http://www.youtube.com/watch?v=xTxD6l-8ppw

Um Jude zu sein muss man von einer Juedischen Mutter geboren werden. Oder konvertieren. Das geht aus den zwei unteren Links zu Michael Wolffsohn’s Artikeln hervor. http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/gastkommentar-zur-beschneidungsdebatte-danke-deutschland/7160872.html

Hier ein Archiv zu der Beschneidungs Debatte
http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/the-circumcision-debate-links-and.html

Ein Brief von mir an den Ethik Rat
http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/beschneidungs-brief-den-ethik-rat.html

Eine Diskussion ueber das Thema, mit drei Deutschen + einem Amerikanischen Psychologen.
http://analytic-comments.blogspot.com/2012/08/psychotherapeutenyahoogroupsde.html

This piece by the GErmanist/ Philosopher Luedkenhaus at the
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/kindeswohl-und-elternpflicht-1.17546099

und Michael Wolfsohn’s
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article108847257/Die-Vorhaut-des-Herzens.html

so wie mehrere bei dem Debatten Magazin
http://www.theeuropean.de/start
http://www.facebook.com/mike.roloff1?ref=name

http://www.roloff.freehosting.net/index.html
Michael Roloff, Member Seattle Psychoanalytic Institute and Society, 24.9.2012

Ärzte – Stellungnahmen:
http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/stellungnahmen-von-aerztegesellschaften/internationale-koalition-fuer-genitale-unversehrheit-stellungnahme-zur-beschneidung.html
http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/stellungnahmen-von-aerztegesellschaften.html

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