Behinderung Beruf Himmelreich

Erfolgsgeschichte: Vier Menschen mit Behinderung erhielten weitere Qualifikationszertifikate. Eine Feier zum Jahreswechsel in der „Integrativen Akademie Himmelreich“ bot jetzt manchen Blick zurück und bestätigte die Bemühungen im „Hofgut Himmelreich“, jungen Menschen mit Behinderung einen festen Arbeitsplatz im Hotel- und Gaststättengewerbe zu vermitteln. Franz Kromer, Kirchzartens Bürgermeisterstellvertreter und Aufsichtsrat der „Hofgut Himmelreich gGmbH“, erinnerte an die erfolgreiche Integrationsarbeit, die seit 2004 im Hotel und Gasthaus Himmelreich und seit 2007 in der Integrativen Akademie geleistet wird. „Das ist eine ganz große Sache“, stellte er fest und fügte schmunzelnd hinzu „und das im Himmelreich!“ Derzeit läuft in der Akademie bereits der siebte Berufsvorbereitungskurs für zwölf junge Menschen mit Behinderung zur Qualifikation für einen Arbeitsplatz im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Bei seiner Begrüßung konnte der neue kommissarische Leiter der Akademie, Albrecht Schwerer, der auch Geschäftsführer der Diakonie im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist, zahlreiche Kursteilnehmer, Mentoren sowie Vertreter der Praxisbetriebe und die Partner der Arbeitsverwaltung und der Industrie- und Handelskammer (IHK) willkommen heißen. Er zeigte sowohl die Mühen und Anstrengungen der achtzehn Monate dauernden Vorbereitungskurse als auch die Freude und den Erfolg im Arbeitsalltag auf. „Dabei ist es immer wichtig“, so Schwerer, „den Blick zu schulen für alles, was uns als Menschen groß macht.“ Roswitha Schneider von der Freiburger Agentur für Arbeit freute sich über die Fortschritte, die von den jungen Menschen mit Behinderung in den Kursen erreicht würden.

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Sie freuen sich über ihre erreichten Module: Florian Seehaus, Stefanie Rüsch, Nuriye Özaslan und Maria Spiegelhalter (v.l.). Mit dabei: Albrecht Schwerer (l.), der neue kommissarische Leiter der Akademie und Annette Stetter von der IHK Freiburg (2.v.r.).

Für den Geschäftsführer der „Hofgut Himmelreich gGmbH“ Jochen Lauber war es wichtig, „den Partnern im Netzwerk“ zu danken. Die Agentur für Arbeit, die IHK, der Integrationsfachdienst und die engagierten Partnerbetriebe unterstützten die Akademiearbeit bestens. Stolz sei er, dass das Hofgut Himmelreich im Kreis der Integrationsbetriebe als „die Mutter der integrativen Gastronomiebetriebe“ bezeichnet werde. Für 2014 kündigte er endlich ein Ende des Akademieprovisoriums in den Containern an. Annette Stettner von der IHK Freiburg freute sich dann sehr, dass sie vier ehemaligen Kursabsolventen für ihre Weiterqualifizierung in Spezialbereichen der Arbeit in Hotel- und Gaststättenbetrieben Zertifikate für bestandene Modul-Prüfungen überreichen konnte. Florian Seehaus, der in der „Bioteria“ des Angel-Montessori-Zentrums in Freiburg arbeitet, hatte das Modul „Maschinen und Geräte in der Küche“ erarbeitet. Stefanie Rüsch vom FT-Hotel Freiburg schaffte gleich zwei Module: „Vorbereitende Tätigkeiten in der Küche“ und „Vorbereiten von einfachen Speisen“. Maria Spiegelhalter hatte in der Küche des Loretto-Krankenhauses ebenfalls das Modul „Maschinen und Geräte“ erfolgreich bestanden. Und Nuriye Özaslan vom AWO-Seniorenzentrum Denzlingen freute sich über ihr Wäscherei-Modul. Sozialpädagogin Monika Pohlmann von der Integrativen Akademie unterstrich die wichtige Rolle der Mentoren, die als Bindeglied zwischen Praktikant und Einsatzbetrieb für ein gutes Miteinander sorgen und oft wichtige Hilfestellungen in der Praxis geben.
15.1.2014, Gerhard Lück, Dreisamtäler

 

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