Banksches Haus Kirchzarten denkwuerdig saniert von Willi Sutter

In Kirchzartens Hauptstraße hat Willi Sutter eine denkwürdige Renovierung gemeistert – Samstag 21.7.2012 von 10 bis 18 Uhr ist „Tag der offenen Tür“. Aus manchem vorbeifahrendem Auto fallen immer mehr überraschte Blicke auf das bei Einheimischen als „Haus Bank“ bekannte alte Bauernhaus in Kirchzartens Hauptstraße auf Höhe vom „Hotel Krone“. Der übers Dreisamtal hinaus anerkannte Experte für die Belebung alter Bausubstanzen Willi Sutter – die Birkenhof- und Rainhofscheune in Kirchzarten-Burg stehen für seine „Baukunst“ – machte das alte Haus wieder lebens- und erlebenswert. Aus dem Jahre 1707 stammend gehört es zu den ältesten Häusern des Ortes. Bis 1959 lebte hier die Familie Bank, deren Sohn Erwin viele Jahre Leiter des Kirchzartener Grundbuchamtes war. Dann hatte die Weinkellerei Metzger das Gebäude übernommen. Seit einigen Jahren stand es leer – bis es Willi Sutter, Wolfgang Fugmann und Harald Rheinberger kauften. Über der alten Haustüre grüßt im Holzbalken ein alter Segensspruch: „Gott mit uns in Gnaden von nun bis in Ewigkeit. 1707.“ – und kündet von der langen Geschichte. Für Altbauliebhaber Sutter bot das denkmalgeschützte Gebäude in seiner alten Substanz beispielsweise mit der geschwärzten Rauchküche über zwei Ebenen, dem alten Wohnzimmer mit den ungewöhnlichen zwei Herrgottswinkeln und einem uralten Kachelofen aus 1820 sowie dem außen liegenden Balkon, der früher direkt in die Knechtskammer führte, und alten Treppen und Türen jede Menge „Stoff für Sanierungslust“. Die Fenster in den Stuben wurden mit dem altbadischen Fensterband den alten Originalfenstern nachempfunden. Mit einer Innenschale als Isolierung erfüllt das „Haus Bank“ trotz seiner 400 Jahre die Auflagen eines KFW-70-Energiestandardhauses. Wände und Decken erhielten in den Wohnräumen teilweise, auch um der Helligkeit willen, einen weißen Anstrich. Eine der Wohnstuben bekam zur Erweiterung als modernes Element einen gläsernen Wintergarten, der mit Metall verkleidet ist. Überhaupt wurde das, was an alter Bausubstanz nicht mehr da war oder ergänzt werden musste, mit Glas und Metall erneuert. Hochmoderne Bäder verwöhnen die Bewohner demnächst. Alle Balken erfuhren eine Sandstrahlauffrischung und das Dach erhielt ganz im Sinne des klassischen Schwarzwaldhauses wieder ein Holzschindeldach. Der große geräumige Dachraum bekam an einer Seite eine großflächige Glaswand und weitere Dachfenster zur Lichtdurchflutung. Hier zieht die Rechtsanwaltskanzlei Schutzbach & Fugmann mit einem Büro ein, das über eine eigene Metalltreppe außen erreicht wird. Willi Sutter ist stolz auf die beteiligten Handwerker, die seine Liebe zum Alten übernommen und mit großer Lust alte Flure, Türen, Treppen, Beschläge oder Türschlüssel restauriert hätten. „Wir haben das Haus wieder in seinen historischen Ursprungszustand versetzt“, freute sich Willi Sutter bei der Führung für den „Dreisamtäler“, „aber technisch ist es auf dem neusten Stand.“ Großen Anteil hätten neben den engagierten Handwerkern die Bauleiter Harald Rheinberger und Klaus Kurz sowie Frank Rosenkranz von „a-plus-architekten“ als Planer. Die Bevölkerung ist am kommenden Samstag, dem 21. Juli von 10 bis 18 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Es gibt fachkundige Führungen durch das Haus und beteiligte Firmen stellen sich vor. Die Bewirtung erfolgt durch die Gastronomie vom „Fiesta
Gerhard Lück, www.dreisamtaeler.de

 

                               
(1) Banksche Hof in Kirchzarten am 20.4.2012   (2) Blick nach Nordosten                    (3) Blick nach Osten 4.8.2013

 

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