Aufbruch-jetzt-Seelsorge-vor-Kirchenrecht – Internetinitiative

Freiburger Katholiken stärken Priestern den Rücken – Initiative sammelt Unterschriften für einen anderen Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen. Die bislang 191 Priester und Diakone, die sich über geltendes Kirchenrecht hinwegsetzen und wiederverheiratete Geschiedene zu den Sakramenten zulassen, bekommen Rückendeckung von der Basis. Die Initiative “Aufbruch jetzt – Seelsorge vor Kirchenrecht” sammelt flankierend nun ebenfalls Unterschriften im Internet. “Es ist wichtig, dass auch wir Laien uns zu Wort melden und nicht die Hände in den Schoss legen”, sagt Heinrich Berger, der frühere Leiter des Bildungszentrums Freiburger der Erzdiözese und einer der acht Erstunterzeichner. Unterschrieben haben unter anderem auch Theologie-Professor Werner Rück, der frühere stellvertretende Direktor des Instituts für pastorale Bildung, Victor Mohr, früherer Generalsekretär des Raphaelswerkes, Dorothea Bauer, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Seelsorgeeinheit Freiburg-Südwest und Hermann-Josef Heinz, früherer Direktor des Bildungswerkes der Erzdiözese.Die Unterzeichner loben die Erklärung der Priester und Diakone als “mutigen Schritt”. Dass sich nun solidarisch hinter den Aufruf stellten, geschehe auch im eigenen Interesse. “Wiederverheiratete Geschiedene sind längst Alltag in unseren Gemeinden, sie sind geschätzten Partnerinnen und Partner bei unserem ehrenamtlichen Engagement in den Pfarreien und Dekanaten – unverzichtbar.” Die Initiative erinnert daran, dass die dringende Reform in diesem Anliegen bereits “in eindrucksvoller Weise” eingefordert in dem Memorandum der drei Bischöfe der oberrheinischen Kirchenprovinz von 1993. Das Augenmerk des Priester-Vorstoßes richte sich zwar ausschließlich auf die Situation der wiederverheirateten Geschiedenen. Ausdrücklich weist die neue Katholiken-Initiative aber daraufhin, dass es darüber hinaus noch eine ganze Reihe sehr wichtiger Themenfelder in unserer Kirche gibt, die “dringend einer neuen Sichtweise bedürfen”. Das Unterschriftensammeln an der Basis hat erst begonnen. Die ersten Unterstützer haben sich gemeldet. Das Thema bleibt ohnehin aktuell. Am Donnerstag will sich Erzbischof Zollitsch mit den 13 Initiatoren des Priester-Aufrufs treffen. Das Ordinariat hatte die Unterschriftenaktion als kontraproduktiv und nicht zielführend kritisiert.
http://www.aufbruch-jetzt-seelsorge-vor-kirchenrecht.de

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5 Antworten auf Aufbruch-jetzt-Seelsorge-vor-Kirchenrecht – Internetinitiative

  1. Dr.Klaus Lücke sagt:

    Das Verbot des Sakramentenempfangs trifft ja nur die,die mitten in der Kirche stehen und Verlangen danach haben.Der Vorschlag des BenediktXVI in “Licht der Welt”,die Geschiedenen sollten doch klagen in Rom zwecks Ungültigkeit ihrer ersten Ehe,ist nicht nur teuer,sondern auch Grund für Lügen(Wie ich aus Erfahrung weiß!)”Euch ist alle Gewalt gegeben….”hat das Jesus wirklich gesagt,der doch keine Priester eingesetzt hatte?Das einzige pointierte Edikt hat er gegen Kinderschänder ausgesprochen

    • Eugen Loew sagt:

      “und die Erde bewegt sich doch” !! – so erscheint mir Ihre Initiative.
      Dabei reißt dieses Thema “Sakramentenempfang wiederverheirateter Geschiedener” nur eines der drängenden Themen an, die seit Jahrhunderten in dieser Kirche anstehen, aber unter den Tisch gekehrt wurden und immer noch werden – trotz Aufklärung.
      Daran ist das Marode in diesem hierarchischen Kirchensystem festzumachen – und keiner kann es aufbrechen – oder doch – es wäre im Sinne der Nachfolgen in Jesus längst überfällig.
      In diesem Zusamenhang habe ich vor knapp 3 Jahren einen langen Brief an Robert Zolitsch, seines Zeichen Bischof in unserer Erzdiözese und auch in soweit Gehör gefunden, dass ich mit seinem damaligen Sekretär, Peter Birkenhofer, ein persönlichges Gespräch führen durfte.
      Mein Ansatz ist ähnlicher Natur, wie vieles, was in den letzten Jahren zur Sprache kam.
      Ich stellte meine Fragen an die Kirchenleitung unter das Motto “Was hätte Jesus getan?”
      Angefragt waren u.a. die Stichwörter Hierarchie, Papsttum, Machtzentrum Rom, Kreuzüge.

  2. Marianne Roth sagt:

    Sollten wir wiederverheiratete Geschiedene von den Sakramenten ausgeschlossen werden,tretten wir sofort von der Kirche aus.
    Marianne und Klaus Roth
    Waldkircherstr:59
    Freiburg

  3. Beck Karl sagt:

    Richtig so, es muß endlich was geschehen; was hat Jesus getan bei der Ehebrecherin,
    er hat Sie vor der Todesstrafe durch Steinigung gerettet und die “Heuchler” blamiert!

    Aufbruch zur konzilstreuen Kirche, diesmal von unten nach oben.

  4. Tatzel Hermann sagt:

    Wir sollten alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um eine weitere Ausgrenzung wiederverheirateter Geschiedener vom Sakramentenempfang, zu verhindern. Es wird höchste Zeit, dass die Amtskirche sich an das hält, was uns Jesus vorgelebt hat. Eine seiner wesentlichen Intentionen war Barmherzigkeit und sich den Ausgegrenzten anzunehmen.

    Maßnahmen, die uns derzeit zur Verfügung stehen:
    Unterzeichnen der Laieninitiative “Seelsorge vor Kirchenrecht”.
    Leserbriefe verfassen (s. Konradsblatt Nr. 27-2012).
    Diskussion mit dem Pfarrer vor Ort und auf PGR-Ebene.
    Wiederverheiratete Geschiedene zum Sakramentenempfang zu ermutigen.
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