AKW Beznau Reaktordeckel Riss

Reaktordeckel AKW Beznau: Vollständig intakt? Schlecht repariert? Unregelmäßigkeit? Haar-Riss oder Riss? Oder wundersame Selbstheilung? BUND fordert schnelle Abschaltung statt teurem Austausch der Deckel im AKW Beznau (CH). Da wird jetzt also im ältesten AKW der Welt, im “Technikmuseum Beznau”, für 700 Millionen Franken der Deckel ausgetauscht, obwohl der alte Deckel «vollständig intakt» ist.

“Der Reaktordruck­behälter im Block 1 von Beznau benötigt nach 45 Betriebsjahren einen neuen Deckel. Dieser Ersatz erfolgt nicht etwa, weil der aktuelle Deckel beschädigt wäre – die Axpo versichert, dieser sei «vollständig intakt». Die Maßnahme ist vielmehr Teil der Axpo-Strategie, in die Sicherheit von Beznau zu investieren; insgesamt 700 Millionen Franken sind dafür reserviert” schrieb der Tagesanzeiger am 10.04.2014.

Da wird jetzt also im ältesten AKW der Welt, im “Technikmuseum Beznau”, für 700 Millionen Franken der Deckel ausgetauscht, obwohl der alte Deckel «vollständig intakt» ist. Im Juni 2012 gab es allerdings gänzlich andere Informationen über den Zustand der Deckel, wie Sie den Quellen unserer damaligen Presseerklärung (siehe unten) entnehmen können. Der heute «vollständig intakte» Deckel hatte damals laut Axpo “eine Unregelmäßigkeit” an einer Schweißnaht im Innenteil des Reaktordeckels” und von der staatlichen AKW-Aufsicht Ensi war zu hören: «Ein Riss, der durch die Wand geht, ist das nicht». Vielmehr handle es sich um einen «Haar-Riss an der Oberfläche».

“Ja was denn nun? Vollständig intakt? Schlecht repariert? Unregelmäßigkeit? Haar-Riss oder Riss oder wundersame Selbstheilung der Reaktordeckel?” fragen sich die Menschen und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, bei einem Thema, das die Sicherheit vieler Menschen, nicht nur am Hochrhein, berührt. Die Abschaltung des Technikmuseums AKW-Beznau ist die einzig sinnvolle Strategie zur Erhöhung der Sicherheit. Die 700 Millionen Franken sollten in Rückbau investiert werden.

16.4.2014 Axel Mayer, Geschäftsführer, BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein
 “alte” Presseerklärung vom 21.06.2012

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