Volker Finke: Mit Afrika teilen

Afrikakenner Volker Finke diskutiert über Migration und Menschenrechte. Es geht um Ursachen und Folgen von Migration: Zum Start einer Veranstaltungsreihe diskutiert Volker Finke, langjähriger Trainer des SC Freiburg und von 2013 bis 2015 Coach der Fußballnationalmannschaft von Kamerun, mit dem Juristen Jens Janssen und dem Arzt  Alexander Supady. „Das Sterben im Mittelmeer muss aufhören“, sagt Finke.

Als die Flüchtlingswelle 2015 ihren Höhepunkt erreicht hat, haben Sie in Kamerun gearbeitet. Wie haben Sie Afrika und seine Menschen erlebt, Herr Finke?
Die Ungerechtigkeit in Afrika ist wahnsinnig groß. In vielen Ländern leiden weite Teile der Bevölkerung unter bitterer Armut, einem Mangel an Bildung und Perspektivlosigkeit. Auf der anderen Seite steht meist eine kleine Elite, die sich um einen autokratischen Herrscher gruppiert und es sich gut gehen lässt. Kamerun gehörte lange zu den relativ stabilen Ländern in Afrika, was sich in den letzten zwei Jahren aber verändert hat. Der Konflikt zwischen dem frankophonen und dem anglophonen Teil der Bevölkerung hat zugenommen und die Wiederwahl des 85-jährigen Paul Biya jetzt macht die Lage nicht besser. Derzeit fliehen viele Menschen über die Grenze nach Nigeria. So ist es meist in Afrika: Die Flüchtlingsbewegungen führen zunächst in die Nachbarländer, nach Europa machen sich vergleichsweise wenige auf.
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Die, die es schaffen, sind oft die Schlauesten. Die fehlen dann in Afrika – doch andererseits sichern sie das Leben ihrer Familien durch ihre monatlichen Überweisungen. Ist das das Dilemma?
Ja, Afrika lebt zum Großteil von diesen Transferleistungen. Die Clans, die Geld zusammenlegen, um eines ihrer Mitglieder nach Europa zu schicken, erwarten, dass etwas zurückkommt. Wie schwer es ist, hier Arbeit zu finden, wissen sie nicht. Der Druck, der auf diesen Migranten lastet, und ihr Schuldbewusstsein erklären ein wenig,warum der eine oder andere kriminell wird.
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Viele Fluchtgründe – seien es kriegerische Konflikte, fehlende Demokratie oder wirtschaftliche Not – sind auch Nachwirkungen des europäischen Kolonialismus. Welche Spuren
haben Sie da wahrgenommen?
Afrika hat im Gegensatz zu Europa keine 170 Jahre Entwicklung hin zur Zivilgesellschaft erlebt. Die meisten afrikanischen Länder sind erst in den 1960er Jahren aus der Kolonialherrschaft frei gekommen. Danach ging die Ausbeutung weiter. Es gibt in Afrika so vieles,was zu Reichtum führen könnte – etwa die Rohstoffe, die wir für die Entwicklung digitaler Technik brauchen –, doch die meisten Menschen dort haben nichts davon.

Daran ist der Westen mitschuldig. Weil es nicht gelingt, eine Zertifizierung für Smartphone Komponenten durchzusetzen, müssen Kinder unter gefährlichen Bedingungen Metalle abbauen und afrikanische Märkte werden mit europäischen Agrarprodukten überschwemmt…
… was sehr traurig ist. Ich habe das selber gesehen: Da kommt der Bauer auf seinem Moped mit 20 Hühnern und Enten, die er so schön zusammengebunden hat, dass er ein beliebtes Fotomotiv für Touristen darstellt, auf den Markt gefahren und verkauft nichts,weil die Hühner aus Europa viel billiger sind. Wenn wir die afrikanischen Märkte weiterhin auf diese Weise kaputt machen, schaffen wir Fluchtgründe. Europäische Politiker glauben, dass sie sich vom Flüchtlingsproblem freikaufen können, aber das gelingt nicht, weil das Geld in den Taschen der Eliten landet und nie bei denen, die es brauchen.

„Fluchtursachen bekämpfen“, heißt daher das Credo der Stunde. In der Diskussion geht es um die Abriegelung von Migrationsrouten, den Schutz der EU-Außengrenzen, einen Marshallplan für Afrika, das Einwanderungsgesetz und um Rücknahmeabkommen mit den Herkunftsstaaten.Wo sehen Sie einen Ansatz, der funktionieren könnte?
Meiner Ansicht nach gibt es nur eine Lösung: Wir, die wir einen so großen wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Vorsprung haben, müssen unseren Wohlstand teilen mit den Menschen auf der Erde, die in den vergangenen Jahrhunderten zu kurz gekommen sind. Das liegt auch in unserem eigenen Interesse. Denn Afrika hat viel von dem, was wir dringend brauchen: Rohstoffe und Arbeitskräfte. Unsere Gesellschaft altert, die Pflege der Senioren ist eine riesige Herausforderung. Wenn wir über ein Einwanderungsgesetz legale Wege nach Europa ermöglichen, würden alle profitieren. Auf der anderen Seite sollten wir mit einer Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe die Entstehung einer Mittelschicht in afrikanischen Ländern fördern, damit möglichst viele dort bleiben und ihre Länder mit ihren
Ideen und ihrer Tatkraft voranbringen. Denn alle aufnehmen können wir nicht. Über Lösungswege kann und muss man diskutieren, aber eines geht nicht: dass so viele Menschen im Mittelmeer ertrinken.

Dass man Schiffbrüchige rettet, war jahrzehntelang selbstverständlicher Konsens, doch der wird nun in Frage gestellt.Wie konnte das passieren?
Ich schäme mich dafür. Aber ich glaube, dass nun etwas in Bewegung kommt und es eine Wende gibt.

Was macht Sie hoffnungsvoll?
Weil es alternativlos ist – ein doofes Wort, aber hier stimmt es. Ich bin überzeugt: Wir können unseren Wohlstand nur bewahren, indem wir ihn teilen, nicht indem wir Mauern hochziehen. Ich war neulich hier in Freiburg bei einer
Demonstration für die Seenotrettung im Mittelmeer – da waren so viele engagierte Leute jeden Alters, das war ganz erfreulich. Aber meine Frau, die ein paar Flugblätter verteilte, hat erschreckende Kommentare zu hören bekommen. Es gibt tiefe Gräben in unserer Gesellschaft.
21.10.2018, Sigrun Rehm im Gespräch mit Volker Finke, http://www.der-sonntag.de,

Diskussion: „Migration, Flucht und Menschenrechte“ mit Fußballtrainer Volker Finke, Rechtsanwalt Jens Janssen und Arzt Alexander Supady morgen, 22. Oktober, 19 Uhr, im Humboldtsaal, Humboldtstraße 2, Freiburg. Es ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe, die die Denkfabrik „Global Initiative on Health, Migration and Development“ mit der Landeszentrale für politische Bildung, der SeenotrettungsInitiative Resqship, der Universität Freiburg und der Stadt ausrichtet.

Die Denkfabrik: “Global Initiative“, deren Mitbegründer der Freiburger Arzt und Seenotretter Alexander Supady ist, befasst sich mit der Suche nach konsensfähigen Antworten auf die Migrationsfrage. Bald im Internet:
http://www.global-initiative.org

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Gälfiässler – 40 Jahre Musik

Franz Schüssele aus Friesenheim hat die Gabe, mit allem Musik zu machen, laute Musik. Sogar mit dem Spazierstock, den er ausgehöhlt hat, um darauf zu posaunen. So lernte ich ihn im heißen Sommer 2003 kennen, als er mich zum Alphornspielen brachte. Aber nach Protesten der Nachbarn über dieses doch laute “Handy der Hirten” wandte ich mich wieder der dem eher leisen Hangspielen zu. Weiterlesen

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Migrationspolitik: drei Aufgaben

“Die Mutter aller Probleme ist die Migration, das sage ich seit drei Jahren – so Horst Seehofer am 5.9.2018. Offenbar hat er recht. denn über 80% der Deutschen bezeichnen die Massenzuwanderung als ihre größte Sorge. Seehofer mag sich unglücklich ausgedrückt haben, aber bei allen Umfragen wird die Migration als Problem Nr. 1 genannt – lange vor Problembereichen wie Altersarmut, EU-Haftung oder Klimawandel. Weiterlesen

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Imagine – without Religion

Quo vadis, katholische Kirche, oder was ist aus dir geworden, Kirche? Was hast du mit der dir anvertrauten Botschaft gemacht? Im Ghetto von Warschau hat ein Rabbi einst einen Schrei an Gott gerichtet “Du mein großer Gott, du hast alles getan, damit ich nicht mehr an dich glauben kann”. Heute könnten viele einen Schrei in ähnlicher Form an die Amtskirche formulieren “Du katholische Kirche hast alles getan …”. Weiterlesen

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Sonne Hitze Altweibersommer

Goldener Oktober nach Altweibersommer. Sieben Sommertage über 25 Grad in der Woche 11.-17.10. in Freiburg, das gabs noch nie im Oktober. In 2018 hatten wir 109 Sommertagen – fünf Tage mehr als im Hitzejahr 2003. Waren es 2003 Luftmassen von der Sahara, die uns via Spanien und Frankreich erreichten, so blockierten 2018 immer neue Hochs im Osten, während im Süden Tiefs Warmluft vom Mittelmeer zu uns schaufelten. Weiterlesen

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Sozialstaat nicht nachhaltig

Fragt man die Bürger nach ihren Sorgen, dann stehen Altersarmut und Migration ganz oben.  Wie berechtigt diese Sorgen des “kleinen Mannes” sind, hat Prof. Gerd Raffelhüschen, Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft und Sozialpolitik an der Uni Freiburg, in seinem Beitrag Offene Grenzen oder generöser Sozialstaat: Beides geht nicht” (Link unten) nun auch auf TheEuropean.de veröffentlicht. Weiterlesen

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Entsesselt Euch

Sie (die AfD) kann gewählt werden und ist im Bundestag, aber auch in vielen Landtagen und Kommunalparlamenten vertreten. Wer dies schwer erträglich findet, sollte nicht nach Verboten oder Verdrängen rufen, sondern mithelfen, sie zu demaskieren und ihre politische Basis zu verkleinern. Eine stabile demokratische Gesellschaft kann von ihren Gegnern eine Zeit lang in die Irre geführt werden, Weiterlesen

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Schwarzwälder Wiesenvielfalt

Das Projekt “Schwarzwälder Wiesenvielfalt” will, dass sich einheimische Wildblumen und -gräser wieder verbreiten. Immer blumenbunter wird es im Naturpark Südschwarzwald, was nicht nur das Auge des Betrachters sondern vor allem die Insekten freut (am Thurner). Seit drei Jahren läuft im Naturpark-Südschwarzwald das Modellprojekt “Schwarzwälder Wiesenvielfalt”, hinter dem mehr steckt, als nur schöne Blumen Weiterlesen

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Demokratie: Juden in Parteien

Juden in Deutschland sind in allen demokratischen Parteien zu finden. Wer meint, Juden dürfen nicht die AfD wählen, der irrt zweifach: Zum einen erklärt er damit jüdische zu unmündigen Bürgern (Nudging) und zum anderen die AfD zur undemokratischen Partei (Diffamierung). Demokratie braucht mündige Bürger, seien sie nun Christen, Juden, Muslime oder … Und ob eine Partei als nicht-demokratiekonform aus dem Bundestag auszuschließen ist, Weiterlesen

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Münsterturmsanierung – Buch

Fotografien, Dokumente und Geschichten aus den zwölf Jahren der Münsterturmsanierung wurden im Buch “Wir bauten mit!” zusammengestellt, das Münsterbaumeisterin Yvonne Faller und Münterbauvereinsvorsitzender Sven von Ungern-Sternberg vorstellten. Die Sanierung von 2006 (Kran) bis 2018 (Gerüstabbau) war ein Jahrhundertereignis, das “nur mit vereinten Kräften aller Beteiligten” möglich war, so Faller. Weiterlesen

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Attacke auf Pfarrer Gottesdienst

Der Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche im Stühlinger wird wiederholt gestört und dabei der Gemeindepfarrer tätlich angegriffen. Pater Markus Fischer wandte sich deshalb an Polizei und Oberbürgermeister. Schlimm. Noch schlimmer ist, dass es über lokale Zeitungsmeldungen hinaus keinerlei Proteste  bzw. Aufbegehren gibt. Es ist halt so. Man nimmt das stillschweigend hin. Solche Attacken sind heutzutage anscheinend “gottgegeben”. Weiterlesen

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Braunkohle: Glaube und Fakten

Den Glauben, im 300 Hektar großen Hambacher Forst die Welt vor dem Klimawandel retten zu können, muß man respektieren – durch Zahlen belegte Fakten aber auch: Vergleicht man den Braunkohletagebau mit Windkraftanlagen, dann ergibt sich hinsichtlich (1) CO2-Emissionen, (2) Waldflächenbedarf und (3) Renaturierung nach Betriebsende folgendes. Weiterlesen

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Urban Gardening in Littenweiler

Neben den privaten Hausgärten sind laut Stadtplanungsamt im öffentlichen Raum von Freiburg 200 Hektar gärtnerisch nutzbar: 50% Kleingärten, 42% Feldflur, aber nur 3% Urban Gardening – letzteres soll nun erweitert werden. So sind auch für die Grünfläche auf dem B31-Tunnel in Littenweiler Gärten geplant.
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Palmer: Doppelter Spurwechsel

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist überzeugt, dass hunderttausende abgelehnter Asylbewerber – die meisten davon mutmaßlich auf Jahrzehnte vom deutschen Steuerzahler vollalimentiert – hier bleiben werden. Für den grünen Rebellen liegt die Ursache in Merkels Grenzöffnung von 9/2015. Palmer fordert deshalb einen „doppelten, einen durch und durch grünen Spurwechsel:“
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Atomkraftwerk Fessenheim bleibt

“Das Kraftwerk (im elsässischen Fessenheim) wird in dieser Amtszeit (von Präsident Emmanuel Macron) geschlossen, bis 2022″ – so Frankreichs Umweltminister François de Rugy am 2.10.2018. Ein Skandal in zweifacher Hinsicht:
Zum einen bricht Frankreich erneut die mehrfache Zusage, ihr ältestes und marodestes Atomkraftwerk abzuschalten; das AKW liegt am Rhein zwischen Basel und Breisach direkt an der deutsch-französischen Grenze Weiterlesen

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Jeder Dritte ist ein Populist?

Fast ein Drittel aller Wahlberechtigten in Deutschland sind Populisten. Also stolze 20.560.000 Personen. Dies hat die Bertelsmann-Stiftung ermittelt und das macht Angst. Aber was ist Populismus? Dazu hatte Infratest dimap im Mai und August 2018 jeweils mehr als 3400 Wahlberechtigte zu ihren Einstellungen befragt. Die Studie stützt sich auf acht zentrale Aussagen (siehe unten).

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Franz Gutmann – 90 Jahre alt

Der Prediger mit dem Hammer: Skulpturen aus Stein, Bronze und Holz – Der Bildhauer Franz Gutmann aus Münstertal wird 90 Jahre alt. Skulpturen des Münstertäler Bildhauers Franz Gutmann sind in der Region und weit darüber hinaus
zu finden. Sei es im öffentlichen Raum oder in Kirchen, wie etwa dem Freiburger Münster. Am Mittwoch 3.10.2018 wird Gutmann 90 Jahre. Eine Ausstellung in Staufen zeigt Werke des noch immer aktiven Künstlers.
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Freiburg-Schwarzwald.de 20 Jahre

Im Jahr 1998 ging das regionale Informationsportal Freiburg-Schwarzwald.de als Selbsthilfegruppendatenbank online, zunächst mit Selbsthilfegruppen zu Krankheit (Krebs), Handicap (Rollstuhlfahrer), Behinderung (Down-Syndrom) und Sucht (Drogen). Als Informatiker, der in Heidelberg in der Rehabilitation Behinderter tätig war, versorgt der Webmaster die Selbsthilfegruppen kostenfrei mit Kurzeintrag, Seite oder eigener Homepage.
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Haldenköpflehütte wieder offen

Nachdem die Haldenköpflehütte (zwischen Schauinsland Halde und Notschrei), die zehn Jahre lang „Auf der Alm“ hieß, den Sommer über geschlossen hatte, wurde sie nun technisch aufgefrischt und eröffnet am kommenden Samstag wieder. Unter Leitung der Wirtefamilie Brüstle, die lange Jahre die Erlenbacher Hütte bewirtschaftete und seit 10. Mai dieses Jahres das Gasthaus Gießhübel, ebenfalls am Schauinsland.
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Aufenthaltsgesetz: Bleibe Job

In vielen Gewerbebetrieben in der Region haben geflüchtete Menschen Arbeit gefunden. Sie arbeiten in Bäckereien, Metzgereien, Malerfachbetrieben, Elektrofachgeschäften, Baufirmen, in der Gastronomie. Zum Teil absolvieren sie Ausbildungen, zum Teil arbeiten sie als einfache Arbeiter. Sie arbeiten, zahlen Steuern und Sozialabgaben, engagieren sich in Vereinen und lernen Deutsch.
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976 Mrd € Target-Forderungen

Der Wert des Target-Saldos der Deutschen Bundesbank ist von 70 Mrd Euro in 2007 auf 976 Mrd Euro im Juni 2018 gestiegen. Deutsche Firmen haben Waren/Dienste im Wert von 976 Mrd Euro an EU-Länder exportiert, die von den Landesbanken der Importeure mittels Forderungseintrag auf das Target-Konto bezahlt wurden. Die Bundesbank hat also dem Ausland einen Kredit von annähernd einer Billiarde Euro gewährt.
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Kommunale Wohnung – Caritas

Den Wohnungsmarkt nicht aus sozialer Verantwortung entlassen. Franz-Josef Winterhalter diskutiert bei Feier zum bundesweiten Caritas-Sonntag mit Oberried/Freiburg. In Deutschland fehlen eine Million Wohnungen. Davon sind nicht nur Randgruppen betroffen – das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wohnungen werden luxussaniert, die Mieten steigen stark an, Weiterlesen

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Gemeingueter und Dankbarkeit

Ist Deutschland ein Land von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit? Wer all den “Hetzjagden“-Berichten zu Chemnitz vertraut – ja. Auch im Ausland ist das gute seit der Fussball-WM 2006 erworbene Sommermärchen-Image dahin. Statt “Die Welt zu Gast bei Freunden” nun “Die Deutschen als Volk von Nazis und Ausländerhassern”. Von unseren Verwandten aus den USA erhalten wir besorgte Mails. Weiterlesen

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AfD: Abgrenzung zu Neo-Nazis

Für neu gegründete Parteien ist die Abgrenzung vom extremen politischen Rand überlebensnotwendig. Wie früher die Grünen vom Kindersex muß sich heute die AfD von den Neo-Nazis abgrenzen. Hier sind – früher wie heute – alle demokratischen Kräfte, auch die Medien, gefordert, diesen um Abgrenzungsprozeß zu unterstützen: Der AfD helfen, sich vom Rechtsextremismus abzugrenzen.
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Max-Planck-Tag Freiburg: IE CC

Am Freitag 14.9. lädt das Max-Planck-institut für Immunbiologie und Epigenetik die Freiburger zu einem Info-Abend ein. Anlaß sind 70 Jahre MPG (Max Planck Gesellschaft), 100ster Jahrestag der Nobelpreisverleihung an Max Planck sowie 160ster Geburtstag von Max Planck. Diese drei Jubiläen feiert die MPG mit einem deutschlandweiten Max-Planck-Tag – ein großes Wissenschaftsfestival, das sich an alle Forschungsinteressierte bzw. neugierige Menschen. richtet. Weiterlesen

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Alle Sorgen werden klein

“Alle Sorgen werden klein, gegen die, gesund zu sein” – daran erinnert sich der Einzelne, sobald es ihn irgendwo zwickt. Bezogen auf das Allgemeinwesen lautet der Spruch “Alle Sorgen werden klein, gegen die, das Problem der Migration nicht lösen zu können” – wenn man den Umfragen glaubt, dann sind es bis zu 85% der Bürger, welche die Migration als ihr Problem Nr. 1 bezeichnen.  Weiterlesen

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Tag des offenen Denkmals 2018

Mehr als 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am „Tag des offenen Denkmals“ am 9. September 2018 ihre Türen. Das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. „Dass die Feier zu 25 Jahren Tag des offenen Denkmals in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 zusammenfällt, Weiterlesen

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Münsterturm FR – Gerüstabbau

Seit 15.8.2018 ist der 40 m hohe Turmhelm des Freiburger Münsters wieder gerüstfrei, der “schönste Turm auf Erden” (Jacob Burckhardt) zeigt sich wie vor 2006. 12 Jahre arbeitete das 10-köpfige Team unter Münsterbaumeisterin Yvonne Faller und Betriebsleiter Thomas Laubscher, bei jedem Wetter und zudem unfallfrei – eine einmalige und ganz große Leistung. Weiterlesen

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Unfähigkeit zu trauern

Die “Unfähigkeit zu trauern” stellte das Ehepaar Mitscherlich für die Deutschen fest, was die 68-er dankend aufnahmen. Nun liest man von einer Renaissance, die diese “Unfähigkeit zu trauern” in Deutschland nach den vielen Tötungen per Messerstich wie z.B. in Kandel, Offenburg und Chemnitz erfahre: Kaum Anteilnahme für die Opfer, dafür volle mediale Aufmerksamkeit für Demonstrationen und angebliche Hetzjagden drumherum. . Weiterlesen

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Chemnitz: Hetzjagd war Lüge

Daniel Hilbig wurde am 26.8. in Chemnitz auf offener Strasse von zwei Migranten (aus Syrien, Irak) erstochen. Die anschließenden Demos beschrieben die Medien als rechte Hetzjagden bis hin zum Pogrom. Auch Regierungssprecher Seibert übernahm dies am 27.8.: “Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden …”. Nun stellt sich heraus, dass es überhaupt keine Hetzjagd auf Migranten gab.
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Mädchenverschleierung nein

Jedes Jahr nach den großen Ferien erscheinen Mädchen plötzlich verschleiert in Grundschule und sogar Kindergarten. Ihre islamischen Eltern haben sie dazu gezwungen. Mit “Den Kopf frei haben!“ fordert nun die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ (TdF) unter Bezug auf die UN-Kinderrechtskonvention ein Verbot der Mädchenverschleierung – vor allem in Schulen – bis hin zur Volljährigkeit.
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Klima: Ideologie Wissenschaft

Nach acht Wochen Sonne und Trockenheit wird die Klimakatastrophe ausgerufen – als Ausrede für eigenes Versagen (Monokulturen, Bodenversiegelung) sowie als Begründung ideologischer Ziele (Grüne: “Klimawandel als Fluchtgrund“). Klimaschwankungen sind normal, denn Klima ist nicht Wetter, sondern der lokale Statistik-Mittelwert von Wetter über mindestens 30 Jahre hinweg. Weiterlesen

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Feigen lieben die Hitze

Alle klagen über die Hitzewelle seit Anfang Juli, nur unsere 12 Feigenbäume nicht. Sie lieben die Tropennächte über 20 Grad, da auch nachts ihre Früchte reifen. Ein Feigenbaum hat viel zu tun: Jeden Tag muß er entscheiden, welche der zahlreichen tischtennisballgroßen grünen Früchtchen als nächste reifen sollen, d.h. binnen 48 Sunden das Gewicht verdoppeln und die Farbe ins gelbbraune wechseln.
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Forschung ist Zukunft: 17 zu 50

“In der EU gibt es kleine Länder und andere, die dies noch nicht wissen”, so ein EU-Diplomat. Kein Land der EU kann seinen Investitionsbedarf (der die zukünftige Wohlfahrt bestimmt) aus dem eigenen Land heraus realisieren. Demnach ist mangels inländischer Ressourcen jedes Land – auch das kleine größenwahnsinnige Deutschland – auf europäische Kooperation angewiesen.
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Lenzkirch, Dreisam und Staufen

Alessio (todgeprügelt bei Lenzkirch), Maria L. (ermordet von Hussein an der Dreisam) und Staufener Kindesmißbrauch – diese “Fälle” sind juristisch erledigt. Es erstaunt, daß zu diesen drei die Region erschütternden “Fällen” jenseits des Strafrechts keinerlei Verantwortlichkeit seitens der Behörden festgestellt wurde. Will heißen: es gibt dazu keinerlei “aus der Geschichte lernen”, schließlich ist ja alles OK. So bleibt es auch hier beim deutschlandweit bekannten “Weiter so”
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Tagesschau unehrlich zu Bürger

Dr. Kai Gniffke, Leiter der ARD-Tagesschau, erklärte, die Tagesschau berichtet über „Dinge von gesellschaftlicher, nationaler oder internationaler Relevanz“, die für die „Mehrzahl der rund 83 Millionen Deutschen von Bedeutung sind“. Sein Fazit: „Dabei können wir nicht über jeden Mordfall (wie Offenburg) berichten.” Strittig sei aber die Frage, „ob wir darüber berichten sollten, wenn es sich beim Tatverdächtigen um einen Asylbewerber handelt“.
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Bild-Zeitung als Wendehals

“Sie (eine junge Jesidin) floh vor ihrem Peiniger nach Deutschland – und als sie ihn hier wieder traf, floh sie vor ihm aus Deutschland zurück nach Kurdistan (Irak). Weil sie von den Behörden für sich weniger Schutz erwartete, als für einen IS-Schergen. Dieser Fall steht bitter symbolisch dafür, wie unser Staat jene beschützt, die uns die Kehle durchschneiden wollen, zu Lasten unser aller Sicherheit. Unsere Gesetze schützen die, die uns hassen.
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Offenburg – Asylant ersticht Arzt

Offenburg am 16.8. um 8.45 Uhr: Ein 25-Jähriger aus Somalia ersticht mit seinem Messer einen Arzt in seiner Praxis und verletzt eine Arzthelferin. Die überregionalen Medien schweigen. Tagesschau um 20 Uhr und Heute-Journal um 21.45 Uhr ignorieren den neuen Einzelfall. ÖR-Deutschlandfunk ebenso. Aber: die New York Times bringt eine Meldung um 13 Uhr unter “News Germany”.
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Schwarzes Schaf – Rudi

Im Zuge des Sommerloch-Rassismus ist nach Negerkuss und Zigeunerschnitzel nun das “Schwarze Schaf” dran, um von Nazi-Paranoikern linguistisch gecleant zu werden. Dabei hatten sich die Wiener Verkehrsbetriebe nach immer mehr stinkenden Yufka-, Döner- und Pizza-Resten in der U-Bahn so viel ehrliche Mühe gegeben mit dem “Schwarzen Schaf Rudi”. Wo doch das “Schwarze Schaf” schon seit Jahrhunderten bei Dichtern und Denkern – auch bei  Weiterlesen

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Asyl – Antrag online – Migration

Der Ausreisewillige formuliert seinen Asylantrag online in Nahost bzw. Afrika und mailt ihn nach Deutschland ans BAMF. Besser: Das BAMF modernisiert seine Homepage zur digitalen Plattform, über die der Asylbewerber bequem und sicher uploaden kann. Das BAMF bearbeitet den Antrag dann rasch und effizient: Weiterlesen

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